Bachelorarbeit, 2015
47 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Einordnung der Thematik und Forschungsfrage
1.2 Zielsetzung, Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Grundlagen des Verkaufs
2.1.1 Umwelt und Organisation
2.1.2 Persönlichkeit und Eignung des Verkäufers
2.2 Leistungsbezogenes Verhalten
2.2.1 Motivation
2.2.2 Das Vergütungssystem als Anreizssystem
2.3 Zwischenfazit
3 An absoluter Leistung orientierte Vergütungssysteme
3.1 Provisionssystem
3.1.1 Reine Provisionsvergütung
3.1.2 Grundvergütung mit Provision
3.2 Zielprämiensystem
3.3 Bonussystem
3.3.1 Arbeitsaufwand
3.3.2 Timing-Gaming
3.3.3 Multitasking-Problem
3.4 Empirische Evidenz
3.5 Zwischenfazit
4 Der Verkaufswettbewerb
4.1 Theoretische Annahmen
4.2 Empirische Evidenz
4.3 Zwischenfazit und Diskussion
5 Zusammenfassende Betrachtung und Ausblick
Die Arbeit untersucht den Einfluss verschiedener leistungsorientierter Vergütungssysteme auf die Motivation und das leistungsbezogene Verhalten von Mitarbeitern im Verkauf, um zu klären, wie monetäre Anreize zielgerichtet eingesetzt werden können.
3.1.1 Reine Provisionsvergütung
Ein reines Provisionssystem im Verkauf verknüpft das Arbeitsentgelt eines Mitarbeiters vollständig mit dem von ihm erbrachten Ergebnis. Üblicherweise beginnt die Vergütung bei der ersten Leistungseinheit, für die eine Provision gezahlt werden soll, und beinhaltet in diesem Falle keine Grundvergütung. Erbringt ein Verkäufer keine Leistung, so ist also auch sein Einkommen gleich null. Hat er hingegen beispielsweise eine gewisse Anzahl von Produkten verkauft, so steigt parallel dazu auch die Höhe seines Einkommens.
Da ein Verkäufer nur genau so viel bekommt, wie er geleistet hat, kann diese Form der leistungsorientierten Vergütung als „gerecht“ bezeichnet werden. Für den Mitarbeiter besteht jedoch ein gewisses Risiko, da er sich bezüglich der Höhe seiner Entlohnung nicht vollkommen sicher sein kann, da sie für ihn nur anhand seines Arbeitseinsatzes abzuschätzen ist. Wird nun davon ausgegangen, dass das Verkaufspersonal eher risikoavers ist, so hat ein reines Provisionssystems einen Wohlfahrtsverlust zur Folge. Risikotolerantere und von sich aus motivierte Mitarbeiter hingegen können aus dem System einen positiven Nutzen ziehen, da jede zusätzliche Leistungseinheit auch vergütet wird.
Für Unternehmen ist das reine Provisionssystem eine schnelle und einfache Methode, Mitarbeiter zur Erreichung kurzfristiger Ziele zu motivieren, während jedoch strategische Ziele dadurch nur selten umgesetzt werden können.
Oft resultiert aus dieser Art der leistungsorientierten Vergütung ein „aggressives Verkaufsverhalten“ der Mitarbeiter, welches in wettbewerbsintensiven Branchen für Unternehmen vorteilhaft sein kann. Kurz gesagt: Bei einer reinen Provisionsvergütung ist von einem hohen Arbeitseinsatz auszugehen. Es sei jedoch anzumerken, dass die Ausprägung eines solchen Verhaltens stark von der Persönlichkeit eines Verkäufers abhängt.
1 Einleitung: Dieses Kapitel ordnet die Thematik der leistungsorientierten Vergütung in das wirtschaftliche Umfeld ein und leitet die zentrale Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit ab.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die Basiskonzepte des Verkaufs sowie die psychologischen und ökonomischen Grundlagen des leistungsbezogenen Verhaltens und der Motivation erörtert.
3 An absoluter Leistung orientierte Vergütungssysteme: Dieses Kapitel untersucht Provisions-, Zielprämien- und Bonussysteme sowie deren Auswirkungen auf den Arbeitseinsatz und Verhaltensanomalien wie das Multitasking-Problem.
4 Der Verkaufswettbewerb: Die Analyse konzentriert sich auf die Wirkung der relativen Leistungsvergütung im Rahmen von Wettbewerben auf die Mitarbeitermotivation.
5 Zusammenfassende Betrachtung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Leistungsorientierte Vergütung, Verkauf, Anreizsystem, Motivation, Provision, Zielprämie, Bonussystem, Verkaufswettbewerb, Arbeitseinsatz, Timing-Gaming, Multitasking-Problem, Personalökonomik, Umsatzproduktivität, Relative Leistung, Absolute Leistung
Die Arbeit untersucht, wie verschiedene materielle Anreizsysteme das Verhalten und die Motivation von Verkaufsmitarbeitern beeinflussen.
Die Schwerpunkte liegen auf Provisions-, Zielprämien- und Bonussystemen sowie der Wirkung von Verkaufswettbewerben auf das Arbeitsverhalten.
Die Arbeit geht der Frage nach, welchen Einfluss die leistungsorientierte Vergütung auf das leistungsbezogene Verhalten des Verkaufspersonals hat.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse relevanter Literatur sowie der Auswertung empirischer Studien zur Veranschaulichung der Effekte.
Der Hauptteil analysiert, wie unterschiedliche Vergütungsstrukturen den Arbeitseinsatz steuern und welche unbeabsichtigten Verhaltensweisen, wie Manipulation oder Vernachlässigung bestimmter Aufgaben, dabei entstehen können.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen leistungsorientierte Vergütung, Anreizsysteme, Mitarbeitermotivation, Verkaufswettbewerb und Leistungsanreize.
Im Zielprämiensystem wird die Leistung an gemeinsam vereinbarten Zielen gemessen, während die reine Provision das Entgelt direkt an das erreichte Arbeitsergebnis, meist ab der ersten Einheit, knüpft.
Da Verkäufer versuchen, ihr Umsatzziel innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu erreichen, manipulieren sie Verkaufsdaten (Vorziehen oder Verschieben von Verkäufen), um den Bonus zu sichern.
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