Bachelorarbeit, 2015
80 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Forschungsanlass, Fragestellung und Zielformulierung
2.1 Forschungsanlass
2.2 Fragestellung
2.3 Zielformulierung
3 Forschungsmethodik: Literaturrecherche und -analyse
3.1 Literaturrecherche
3.2 Literaturanalyse als Forschungsmethode
4 Forschungsergebnisse: Entwicklungsgeschichte der invasiven außerklinischen Beatmung
4.1 Begriffserklärung
4.2 Historische Entwicklung
4.3 Außerklinische Beatmung heute
4.4 Voraussetzungen der außerklinische Beatmung
4.5 Diskussion
5 Forschungsergebnisse: Gesetzliche Rahmenbedingungen in der häuslichen Kinderkrankenpflege und Kinderintensivpflege
5.1 Gesetzliche Anforderungen
5.2 Formen der häuslichen Kinderkrankenpflege
5.3 Leistungsinhalte der Grund- und Behandlungspflege und hauswirtschaftlicher Versorgung
5.4 Rahmenempfehlungen nach § 132a SGB V
5.5 Diskussion
6 Forschungsergebnisse: Weiterbildung für die außerklinische Beatmung
6.1 Deutsche Interdisziplinäre Gesellschaft für Außerklinische Beatmung (DIGAB)
6.2 Diskussion
7 Forschungsergebnisse: Häusliche Kinderintensivpflege
7.1 Begrifflichkeiten
7.2 Aufgabenbereiche
7.3 Krankheitsbilder
7.4 Kompetenzen und Qualifikationen von Pflegefachkräften
7.5 Diskussion
8 Forschungsergebnisse: Eltern durch Anleitung und Beratung in ihrem Empowerment fördern
8.1 Rückzugspflege
8.2 Defizite innerhalb der Versorgung von invasiv beatmeten Kindern und Jugendlichen
8.3 Potentiale der Eltern nutzen
8.4 Beratung, Anleitung und Unterstützung
8.5 Diskussion
9 Zusammenfassung
10 Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht die Voraussetzungen, die von häuslichen Kinderkranken- und Kinderintensivpflegediensten erfüllt werden müssen, um invasiv beatmete Kinder und Jugendliche optimal in ihrer häuslichen Umgebung zu versorgen. Ziel ist es, Defizite in der aktuellen Versorgung aufzuzeigen und Lösungsansätze zu entwickeln, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Einbindung der Eltern durch das Empowerment-Konzept liegt.
4.2 Historische Entwicklung
Die Versorgung von beatmungspflichtigen Menschen in ihrer häuslichen Umgebung begann in den fünfziger Jahren. Der Grund hierfür war die nach dem zweiten Weltkrieg entstehende Poliomyelitis-Epidemie (vgl. Siemon, Rosseau, Brambring 2015). Dieser Ausbruch hatte im Jahr 1950 ca. 2500 erkrankte Kinder und Erwachsene zur Folge. 159 Menschen starben in diesem Zeitraum an den Folgen der Poliomyelitis. Zwei Jahre später, im Jahre 1952, spitzte sich die Epidemie der Poliomyelitis-Erkrankungen zu. Dieser Zeitraum verzeichnete ca. 9500 Erkrankungen und 729 Tote (vgl. Windorfer 2000, S.4). Die Poliomyelitis ist eine "[a]kute virale Infektionskrankheit durch Poliomyelitis-Viren. [...] Sie wird fäkal-oral übertragen und schädigt die graue Substanz des Rückenmarks" (Menche, Bergen 2007, S. 1040; Erg. v. Verf.). Diese Schädigungen können dauerhafte Atemlähmungen zur Folge haben (vgl. ebd.). Aufgrund der benannten Folgeschäden wurde eine Versorgungsform benötigt, die den langzeitbeatmeten Menschen ein Leben in ihrer Häuslichkeit ermöglichte.
So kam es, dass in den fünfziger Jahren die ersten Patienten in ihrem häuslichen Umfeld außerklinisch beatmet wurden (vgl. Siemon, Rosseau, Brambring 2015). Zu dieser Zeit war die Versorgung eines beatmeten Patienten technisch sehr aufwendig und die großen Beatmungsmaschinen, wie z.B. die eiserne Lunge, ließen eine Mobilität, wie sie heute stattfinden kann, nicht zu (vgl. ebd; DGP e.V. 2009, S.1). Die eiserne Lunge umfasste den vollständigen Körper des Patienten. Lediglich der Kopf wie auch der Hals waren von dem Konstrukt ausgenommen (vgl. Larsen, Ziegenfuß 2013, S. 304).
1 Einleitung: Die Verfasserin stellt das Thema der häuslichen Versorgung invasiv beatmeter Kinder vor und erläutert die Relevanz der Untersuchung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Forschungsanlass, Fragestellung und Zielformulierung: Dieses Kapitel begründet die Notwendigkeit der Forschung aufgrund beobachteter Versorgungsdefizite und formuliert die zentrale Fragestellung sowie die Unterfragen.
3 Forschungsmethodik: Literaturrecherche und -analyse: Es wird der explorativ-qualitative Forschungsansatz erläutert, wobei die Methodik der Literaturrecherche und die darauffolgende Analyse der Daten detailliert beschrieben werden.
4 Forschungsergebnisse: Entwicklungsgeschichte der invasiven außerklinischen Beatmung: Dieses Kapitel befasst sich mit den Begriffen, der historischen Entwicklung seit den 1950er Jahren und den heutigen Anforderungen an die außerklinische Beatmung.
5 Forschungsergebnisse: Gesetzliche Rahmenbedingungen in der häuslichen Kinderkrankenpflege und Kinderintensivpflege: Hier werden die rechtlichen Grundlagen nach SGB V und XI, Leistungsformen sowie die Rahmenempfehlungen nach § 132a SGB V beleuchtet.
6 Forschungsergebnisse: Weiterbildung für die außerklinische Beatmung: Das Kapitel stellt die Weiterbildungsangebote der DIGAB vor und diskutiert deren Bedeutung für die Qualitätssicherung in der Pflege.
7 Forschungsergebnisse: Häusliche Kinderintensivpflege: Es werden Begrifflichkeiten, Aufgabenbereiche, typische Krankheitsbilder sowie die notwendigen Kompetenzen für Pflegefachkräfte in der häuslichen Intensivpflege erörtert.
8 Forschungsergebnisse: Eltern durch Anleitung und Beratung in ihrem Empowerment fördern: Der Fokus liegt auf der Rolle der Eltern, dem Konzept der Rückzugspflege, der Identifikation von Versorgungsdefiziten und der systematischen Anleitung durch Fachpersonal.
9 Zusammenfassung: Die zentralen Ergebnisse der vorangegangenen Kapitel werden zusammengeführt und die Schlussfolgerungen zur Forschungsfrage und den Unterfragen präsentiert.
10 Ausblick: Der Autorin gibt einen Ausblick auf notwendige zukünftige Forschungsschritte, insbesondere im Hinblick auf die Aktualität von Studienergebnissen und die Evaluierung der Überleitungsprozesse.
Häusliche Kinderkrankenpflege, Kinderintensivpflege, invasive Beatmung, außerklinische Beatmung, Empowerment, Elternanleitung, Rückzugspflege, SGB V, SGB XI, DIGAB, Beatmungspflege, pflegerische Qualifikation, Versorgungsqualität, pädiatrische Pflege, Überleitungsmanagement
Die Arbeit untersucht die notwendigen Voraussetzungen für die optimale häusliche Versorgung von invasiv beatmeten Kindern und Jugendlichen durch spezialisierte Pflegedienste.
Die zentralen Felder umfassen die gesetzlichen Rahmenbedingungen (SGB V/XI), die historische und aktuelle Entwicklung der außerklinischen Beatmung, erforderliche fachliche Weiterbildungen sowie die zentrale Rolle der Anleitung und Beratung für Eltern.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, welche Voraussetzungen Pflegedienste erfüllen müssen, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten, wobei besonderer Wert auf die Einbeziehung der Eltern gelegt wird.
Die Arbeit basiert auf einem explorativ-qualitativen Forschungsansatz, wobei eine systematische Literaturrecherche und -analyse zur Beantwortung der Forschungsfragen durchgeführt wurde.
Der Hauptteil analysiert die rechtlichen Grundlagen, die spezifischen Anforderungen an die Kinderintensivpflege, die Weiterbildungsangebote für Pflegefachkräfte sowie Strategien zur Förderung der elterlichen Kompetenz (Empowerment).
Wichtige Begriffe sind häusliche Kinderintensivpflege, invasive Beatmung, Empowerment, Rückzugspflege und die rechtliche Einordnung durch das SGB.
Die Einbindung der Eltern ist notwendig, damit diese als Hauptbezugspersonen die Pflege ihres Kindes sicher begleiten können und durch professionelle Anleitung in die Lage versetzt werden, die Versorgung mitzugestalten.
Das Konzept beschreibt den schrittweisen Prozess, in dem professionelle Pflegekräfte die Versorgungszeit reduzieren, um Eltern zu befähigen, ihr Kind stundenweise eigenständig zu versorgen.
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