Bachelorarbeit, 2014
32 Seiten, Note: 3
1. Vorwort
2. Einleitung
3. Autor und Werk
4. Minne
4. 1. Begriffserklärung
4. 2. Minnesang
5. Darstellung des aktuellen Forschungsstandes
5. 1. Ingeborg Glier, 1969
5. 2. Hartmut Kokott, 1989
5. 3. Rüdiger Brand, 1999
6. Minnelieder
6. 1. Swâ tac erschînen sol zwein liuten
6. 2. Ich sihe den morgensternen glesten
6. 3. Seht an die wünneclichen zît
6. 4. Jârlanc wil diu linde von winde sich velwen
6. 5. Jârlanc wil diu linde velwen sich geswinde
7. Leich
7. 1. Minneleich Konrads
7. 1. 1. Aufbau
7. 1. 2. Literarische Mittel und Figuren
7. 1. 3. Entgegensetzung
7. 1. 4. Kritik
8. Vergleich des Leichs und der Lieder
8. 1. Das lyrische Ich und das Minnekonzept
8. 2. Die Stilmittel
9. Zusammenfassung
10. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit analysiert das Minnemotiv sowie dessen literarische Darstellung und Funktion im lyrischen Werk Konrads von Würzburg. Der Fokus liegt dabei auf dem Vergleich zwischen den Minneliedern und dem Minneleich, wobei untersucht wird, wie Konrad durch spezifische Sprachgestaltung und neuartige Minnekonzepte die Gattungsgrenzen überschreitet.
6. 1. Swâ tac erschînen sol zwein liuten
Dieses Minnelied wird auf Grund des kommenden Tagesanbruchs und bevorstehenden Abschiedes der Verliebten der Untergattung Tagelied zugeordnet und es wird uns als eine kleine Einführung in Konrads Werk dienen. Es kann hier die Frage gestellt werden, wie viel man über den geschichtlichen Hintergrund eines Gedichtes oder über dessen Autor wissen muss, um es interpretieren zu können. Da Konrad von Würzburg ein späterer Vertreter des Minnesangs war, ist in seinem Werk sein außerordentlicher Stil deutlich. Er spielt mit der Sprache und mit dem Reim so, wie es wohl keiner seiner anderen Zeitgenossen macht. Es handelt sich nicht nur um den für die damalige Zeit modernen Kreuzreim am Ende, sondern auch um Anaphern am Anfang der Verse, als auch um eine spezielle Form des Binnenreims. Speziell in diesem Gedicht reimt jedes Wort auf ein anderes. Die untereinander stehenden Wörter in jeweiligen Versen reimen sich. Um solche Reime herstellen zu können, musste Konrad auch bei so einem kurzen Lied lange arbeiten und Wörter suchen, bzw. kombinieren, damit nicht nur der Sinn und Inhalt des Gedichtes, sondern auch die Form, auf die Konrad besonders geachtet hat, erhalten bleiben. Dieses Tagelied ist ein konstruiertes, virtuoses Formkunstwerk, das als solches gewertet werden soll. Im Lied Gar bar lît wît walt spielt Konrad ähnlich mit dem Reim und mit der Metrik.
1. Vorwort: Einführende Betrachtung der Gattung Lyrik und ihrer historischen Entwicklung im Mittelalter.
2. Einleitung: Zielsetzung der Arbeit, die sich mit der Funktion des Minnemotivs in Konrads Lyrik befasst.
3. Autor und Werk: Biographische Einordnung von Konrad von Würzburg und Überblick über sein literarisches Schaffen.
4. Minne: Definition des Begriffs Minne im historischen Kontext und Bedeutung innerhalb des Minnesangs.
5. Darstellung des aktuellen Forschungsstandes: Überblick über relevante Forschungspositionen zu Konrads Lyrik, insbesondere durch Glier, Kokott und Brand.
6. Minnelieder: Detaillierte Analyse ausgewählter Minnelieder und ihrer spezifischen Merkmale wie Naturdarstellung und Rollenverständnis.
7. Leich: Untersuchung der Gattung Leich und des Minneleichs, einschließlich Aufbau, Mittel und Kritik.
8. Vergleich des Leichs und der Lieder: Synthese der Gemeinsamkeiten und Unterschiede hinsichtlich des lyrischen Ichs und des Minnekonzepts.
9. Zusammenfassung: Resümee der Analyseergebnisse und Einordnung Konrads als innovativen Dichter.
10. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.
Minne, Minnelied, Tagelied, Minneleich, Minneklage, Natureingang, Sangspruch, Zeitkritik, Konrad von Würzburg, Liebeslyrik, Mittelalter, Allegorie, Personifikation, Versikel, Lyrik
Die Arbeit analysiert das Minnemotiv im lyrischen Werk Konrads von Würzburg, wobei sowohl seine Lieder als auch der Minneleich im Fokus stehen.
Zentrale Themen sind die Darstellung der Minne, Konrads besonderer sprachlicher Stil, der Einsatz von Metaphern sowie die gesellschaftskritischen Aspekte seiner Dichtung.
Die Arbeit fragt nach der Bedeutung der Minne bei Konrad, ihrer spezifischen Darstellung und den Gründen für seine Einzigartigkeit als Autor seiner Zeit.
Es wird eine literaturwissenschaftliche Textanalyse durchgeführt, die den Forschungsstand einbezieht und die Lieder sowie den Leich strukturell vergleicht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, einen Forschungsüberblick sowie die detaillierte Analyse spezifischer Minnelieder und des Minneleichs.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Minne, Minnelied, Tagelied, Sangspruch, Zeitkritik und Allegorie aus.
Der Minneleich wird als „strukturelles Novum“ betrachtet, da Konrad hier Minne und Krieg auf innovative Weise kombiniert, um Gesellschaftskritik zu üben.
Konrad nutzt allegorische Figuren wie Venus, Mars und Amor, um komplexe gesellschaftliche Zustände und moralische Konflikte der Zeit darzustellen.
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