Diplomarbeit, 2011
91 Seiten, Note: 15/20
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
1. Definitorische Einführung
1.1. Begriffserklärung
1.1.1. Zum Kulturbegriff
1.1.2. Migration und Migrationsliteratur
1.1.3. Die Frage der Identität
2. Handlungsverlauf, kulturelle Erscheinungen und Figurenkonstellation in Abengs Entscheidung
2.1. Handlungsverlauf: Vom Traum bis zur Realität
2.2. Zur Darstellung der verschiedenen Kulturerscheinungen im Roman
2.2.1. Die kamerunische Kultur
2.2.2. Die deutsche Kultur
2.3. Figurenkonstellation in Abengs Entscheidung
2.3.1. auf der Kultur beharrende Figuren
2.3.1.1. Akono Assam, Abengs Großvater
2.3.2. Figuren, die ihre Einstellung verändern
2.3.2.1. Assam, Abengs Vater
2.3.2.2. Alfred Benn, Manfreds Vater
2.3.3. Nicht kulturell bestimmte Figuren
2.3.3.1. Tania, Manfreds Mutter
2.3.3.2. Abeng, die Hauptfigur des Romans
2.3.3.3. Manfred Benn
2.4. Stereotype oder kulturelle Erscheinungen
2.4.1. Zum Begriff Stereotyp
2.4.2. Stereotype im Roman „Abengs Entscheidung“
2.4.3. Stereotypenbekämpfung in „Abengs Entscheidung“
3. Abengs Entscheidung als Literatur der Migration
3.1. Identität in der Migrationsliteratur
3.1.1. Manfreds Identifikationsprobleme
3.1.2. Manfred auf der Suche nach seiner Identität
3.2. Abengs widersprüchliches Denken
3.3. Biographische Elemente
3.4. Drei Räume zur Untersuchung der Migration
3.5. Interkulturelle Kommunikation
Die Arbeit untersucht den Roman „Abengs Entscheidung“ von Philomène Atyame unter der Perspektive der Migrationsliteratur, um aufzuzeigen, wie Kulturbegegnungen und damit einhergehende Identitätskonstruktionen literarisch verarbeitet werden. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Dekonstruktion von kulturellen Stereotypen und der Analyse interkultureller Kommunikationsprozesse zwischen den kamerunischen und deutschen Figuren.
2.4.2. Stereotype im Roman „Abengs Entscheidung“
In dem Roman werden zwei Kulturen in Verbindung gesetzt, wie oben erwähnt wird. Aus einer linearen Lektüre des Romans, der ich bis jetzt gefolgt bin, werden Kulturen durch ihr „univers culturel“ bezeichnet. Andere Merkmale ihrer Differenzierung werden auch herausgearbeitet, sodass diese Kulturen durch bestimmte Aussagen von Figuren und vom Erzähler erkennbar sind. Diese Charakterzüge, die den beiden Kulturen zugeschrieben werden, sind in der Wirklichkeit nur Klischees und Stereotype, insofern als die Merkmale oberflächlich sind. Die unterschiedlichen Figuren, die aus einer Kultur kommen, sind nicht wirklich repräsentativ für diese Kultur und haben deswegen keine kulturelle Kompetenz.
Kapitel 1: THEORETISCHE ÜBERLEGUNGEN: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Konzepte wie Kultur, Migration und Identität, die als analytisches Fundament für die Untersuchung des Romans dienen.
Kapitel 2 : KULTURBEGEGNUNG IM ROMAN: Der Hauptteil analysiert die Handlung, die kulturellen Markzeichen und die Figurenkonstellation, wobei aufgezeigt wird, wie der Roman durch die Dekonstruktion von Stereotypen eine herrschaftsfreie Kulturbegegnung thematisiert.
Kapitel 3: ABENGS ENTSCHEIDUNG ALS LITERATUR DER MIGRATION: Hier wird der Roman anhand spezifischer Kategorien wie Identitätskrisen, Raumkonzepte und interkultureller Kommunikation in den Kontext der Migrationsliteratur eingeordnet.
Kulturbegegnung, Migrationsliteratur, Abengs Entscheidung, Philomène Atyame, Stereotype, Klischees, Interkulturelle Kommunikation, Identität, Identitätskrise, Hybridität, Kamerun, Deutschland, Dekonstruktion, Postkolonialismus, Migrationsprozess.
Die Arbeit analysiert den Roman „Abengs Entscheidung“ von Philomène Atyame hinsichtlich der Darstellung von Kulturbegegnungen und der Frage, inwiefern das Werk als Migrationsliteratur klassifiziert werden kann.
Zentrale Themen sind die Begegnung zwischen kamerunischer und deutscher Kultur, die Konstruktion und Dekonstruktion kultureller Stereotype sowie die Identitätsfindung der Romanfiguren.
Das primäre Ziel ist es, nachzuweisen, dass Kulturbegegnungen eine wesentliche Voraussetzung für Migrationsliteratur darstellen und dass der Roman durch die Aushandlung von Klischees einen Beitrag zur interkulturellen Verständigung leistet.
Es wird primär die phänomenologische Methode (werkimmanente Interpretation) genutzt, ergänzt durch dekonstruktive Lesarten nach Derrida, um die Verweise und Differenzen im Roman aufzudecken.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse der Kulturbegegnung im Roman inklusive der Figurenkonstellation und schließlich die Einordnung des Werkes in die Migrationsliteratur durch spezifische analytische Kategorien.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Kulturbegegnung, Migrationsliteratur, Stereotype, Identitätskrise und interkulturelle Kommunikation.
Biografische Elemente werden herangezogen, um Parallelen zwischen dem Schicksal der Autorin und der Protagonistin Abeng aufzuzeigen, was den autobiografischen Gehalt der Migrationsliteratur unterstreicht.
Die Autorin thematisiert das Klischee des „unpünktlichen Afrikaners“ durch Abeng selbst und konfrontiert dies mit einer gegenteiligen Situation, in der Abeng aktiv versucht, pünktlich zu sein, wodurch das Stereotyp hinterfragt wird.
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