Masterarbeit, 2014
111 Seiten, Note: 1,0
1. Kurzfassung/Summary
2. Einführung
2.1 Kontext und Relevanz der Arbeit
2.2 Aufbau der Arbeit
3. Einführung in die Ethik
3.1 Ethische Grundbegriffe
3.1.1 Moralität
3.1.2 Moral
3.1.3 Ethik
3.2 Normative Ethik
3.2.1 Unterscheidung von normativer und deskriptiver Ethik und der Metaethik
3.2.2 Ethische Prinzipien
3.2.2.1 Merkmale ethischer Prinzipien
3.2.2.2 Begründung ethischer Prinzipien
3.2.2.3 Anwendung ethischer Prinzipien
3.3 Unternehmensethik
3.3.1 Einführung in die Unternehmensethik
3.3.2 Ansätze der Unternehmensethik
3.3.2.1 Prozessorientierte Ansätze der formal-normativen Unternehmensethik
3.3.2.1.1 Republikanische Dialogethik
3.3.2.1.2 Integrative Unternehmensethik
3.3.3 Die Diskursethik als Grundlage der Unternehmensethik
3.3.3.1 Merkmale der Diskursethik
3.3.3.2 Begründungsebene der Diskursethik
3.3.3.3 Anwendungsebene der Diskursethik
3.4 Zwischenfazit: Einführung in die Ethik
4. Einführung in den Wertbegriff
4.1 Etymologische Herkunft und Bedeutung des Wertbegriffs
4.2 Herkunft und Bedeutung des Wertbegriffs in den Wirtschaftswissenschaften
4.2.1 Bedeutung des Wertbegriffs in der Betriebswirtschaft
4.2.1.1 Werttheorie nach Wolfram Engels
4.2.1.2 Der Unternehmenswert
4.2.1.3 Die Unternehmensbewertung
4.2.1.3.1 Der Unternehmenswert für Aktionäre: Shareholder-Value
4.2.1.3.2 Der Unternehmenswert für Anspruchsgruppen: Stakeholder-Value
4.3 Herkunft und Bedeutung des Wertbegriffes in der Ethik
4.3.1 Wertbegriff nach Immanuel Kant
4.3.2 Wertbegriff nach Rudolf Hermann Lotze
4.3.3 Wertbegriff nach Friedrich Nietzsche
4.3.4 Wertbegriff nach Max Scheler
4.4 Ethische Konzepte zur Begründung von Werten
4.4.1 Metaphysische Verankerung von Werten
4.4.2 Deduktive Herleitung aus Basiswerten
4.4.3 Vertragstheoretische Begründung von Werten
4.4.4 Prozessuale Begründung von Werten
4.4.5 Interaktionsökonomische Begründung von Werten
4.5 Zwischenfazit: Einführung in den Wertbegriff
5. Ansatzpunkte ethischer Unternehmenswerte durch den Diskurs in Unternehmen
5.1 Voraussetzungen für den Diskurs in Unternehmen
5.2 Ansatzpunkte für den Diskurs durch die Unternehmenskommunikation
5.2.1 Prinzipien der Unternehmenskommunikation
6. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch eine werteorientierte, ethisch reflektierte Unternehmensführung ihrer gesellschaftlichen Verantwortung (CSR) gerecht werden können, ohne dabei ökonomische Notwendigkeiten zu vernachlässigen. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, wie durch Diskursethik ein kommunikatives Fundament geschaffen werden kann, um Unternehmenswerte legitim und konsensual gegenüber Stakeholdern zu begründen.
3.1.1 Moralität
„Moralität ist ein spezifisches humanes Phänomen, von dem jeder Mensch aus eigener Erfahrung ein intuitives Vorverständnis hat. Worum es bei Fragen der Moral und Ethik im Kern geht, lässt sich daher zunächst am besten aus ihrer elementaren Bedeutung für das Leben und Zusammenleben der Menschen begreifen.“
Moralität und Sittlichkeit sollen in dieser Arbeit als synonyme Begriffe verwendet werden. Nach Otfried Höffe bezeichnet die Sittlichkeit „die uneingeschränkte Verbindlichkeit, unter der der Mensch in seinem Verhalten zu den Mitmenschen, aber auch zur Natur und zu sich selbst steht.“ Dabei ist die Sittlichkeit, nicht wie bei der Moral aufgrund sozialer Sanktionen konstituiert, sondern seiner selbst Willen zu befolgen und richtet sich an den Menschen als freies Vernunftwesen. Moralität ist nicht mit einer bestimmten Moral identisch, sondern bezeichnet vielmehr den unbedingten normativen Anspruch, von dem aus die Moral ihre Rechtfertigung oder auch Disqualifizierung erhält. Der Mensch zeichnet sich als sittliches Wesen dadurch aus, dass er sich zu seinen biologischen, psychologischen und soziokulturellen Bedingungen ins Verhältnis setzt und durch die Benennung, Beurteilung, Anerkennung oder Verwerfung dieser Determinationen über Vernunft verfügt. Stellt sich der Mensch in seinem Handeln dem Anspruch der Moralität, tut er das Gute, handelt er absichtlich entgegengesetzt dieses Anspruches, tut er das Böse.
Kurzfassung/Summary: Diese Arbeit analysiert, wie Unternehmen CSR durch ethisch begründete Unternehmenswerte wahrnehmen können, indem sie die Diskursethik als Verfahren zur wertebasierten Kommunikation mit Stakeholdern einsetzen.
Einführung: Die Einleitung beleuchtet die steigenden komplexen gesellschaftlichen Anforderungen an Unternehmen und die Notwendigkeit, ökonomische Interessen mit ethischer Verantwortung zu vereinen.
Einführung in die Ethik: Dieses Kapitel klärt grundlegende ethische Begriffe und erläutert die Bedeutung der normativen Ethik und ethischer Prinzipien als Basis für Unternehmenswerte.
Einführung in den Wertbegriff: Hier wird der Wertbegriff aus ökonomischer und ethischer Perspektive untersucht, um eine Grundlage für die Definition ethischer Unternehmenswerte zu schaffen.
Ansatzpunkte ethischer Unternehmenswerte durch den Diskurs in Unternehmen: Dieses Kapitel erörtert die praktische Umsetzung des Diskurses in Unternehmen, insbesondere durch Unternehmenskommunikation und die notwendigen strukturellen Voraussetzungen.
Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass eine prozedurale Diskursethik einen tragfähigen Reflexionsrahmen bietet, um Unternehmenswerte legitim und fair zu entwickeln.
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Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Unternehmen eine ethisch legitimierte werteorientierte Führung in einem wirtschaftlich komplexen Umfeld umsetzen können.
Die zentralen Felder sind die Unternehmensethik, der ethische Wertbegriff, die Stakeholder-Kommunikation und die Anwendung der Diskursethik.
Das Ziel ist die Entwicklung eines Konzepts, wie ethische Unternehmenswerte durch einen diskursiven Prozess mit Stakeholdern begründet und verankert werden können.
Die Arbeit basiert auf einer wissenschaftstheoretischen und philosophischen Analyse ethischer Theorien, insbesondere der Diskursethik nach Habermas und Apel.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Ethik, die wirtschaftswissenschaftliche Herleitung von Werten und die praktische Anwendbarkeit der Diskursethik in der Unternehmenskommunikation.
Die wichtigsten Begriffe sind Diskursethik, Unternehmensethik, CSR, Stakeholder-Value und werteorientierte Führung.
Der Shareholder-Value-Ansatz fokussiert sich primär auf die monetäre Rendite für Aktionäre, während der Stakeholder-Value-Ansatz die Interessen aller relevanten Anspruchsgruppen ethisch integrieren will.
Die Diskursethik bietet ein prozedurales Verfahren, das es ermöglicht, in einer pluralistischen Gesellschaft faire Konsense über Werte zu erzielen, ohne diese inhaltlich vorzugeben.
Sie dient als praktische Anwendungsebene, auf der der Dialog mit Stakeholdern stattfindet und ethische Werte durch spezifische Kommunikationsprinzipien konkretisiert werden können.
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