Masterarbeit, 2014
82 Seiten, Note: 1,3
1 Problemstellung
2 Theoretische Fundierung der wertorientierten Unternehmensführung
2.1 Konzeptionelle Grundlagen des Shareholder Value-Gedankens
2.2 Hauptanwendungsbereiche der wertorientierten Unternehmensführung
3 Wertorientierte Managemententlohnung
3.1 Prinzipal-Agent-Theorie als theoretischer Bezugsrahmen
3.2 Funktionen und Bestandteile eines Anreizsystems
3.3 Anforderungen an Anreizsysteme
3.3.1 Anforderungen an Anreizsysteme im Allgemeinen
3.3.2 Spezifische Anforderungen an Bemessungsgrundlagen
4 Kennzahlenbasierte Bemessungsgrundlagen zur wertorientierten Managemententlohnung
4.1 Traditionelle Kennzahlen zur Managemententlohnung
4.1.1 Managemententlohnung auf Basis des kaufmännischen Gewinns
4.1.1.1 Allgemeine Darstellung
4.1.1.2 Analyse des kaufmännischen Gewinns als Bemessungsgrundlage
4.1.2 Managemententlohnung auf Basis von Rentabilitätskennzahlen
4.1.2.1 Allgemeine Darstellung
4.1.2.2 Analyse von Rentabilitätskennzahlen als Bemessungsgrundlage
4.2 Wertorientierte Kennzahlen zur Managemententlohnung
4.2.1 Allgemeine Darstellung des Residualgewinns
4.2.2 Economic Value Added (EVA)
4.2.2.1 Darstellung und Bestimmung der Basisgrößen
4.2.2.2 Analyse des EVA als Bemessungsgrundlage
4.2.3 Earnings less Riskfree Interest Charge (ERIC)
4.2.3.1 Darstellung und Bestimmung der Basisgrößen
4.2.3.2 Analyse des ERIC als Bemessungsgrundlage
5 Fazit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, traditionelle sowie wertorientierte Kennzahlen im Kontext der Managemententlohnung theoretisch zu analysieren und deren Eignung als Anreizmechanismus zur zielgerichteten Umsetzung des Shareholder Value-Gedankens zu bewerten.
3.1 Prinzipal-Agent-Theorie als theoretischer Bezugsrahmen
Grundsätzliche Überlegungen im Rahmen der wertorientierten Managemententlohnung basieren in der Regel auf der Prinzipal-Agent-Theorie. Diese hat die Analyse und Gestaltung von bestehenden sowie zustande kommenden Vertragsbeziehungen zwischen einem bzw. mehreren Auftraggebern (Prinzipalen) und einem bzw. mehreren Auftragnehmern (Agenten) zum Gegenstand. Aus dieser vertraglichen Beziehung ergibt sich für den Agenten die Verpflichtung, den vom Prinzipal erteilten Auftrag zu erfüllen, wobei diesem im Gegenzug eine vorher vereinbarte Entlohnung gewährt wird. Solche Prinzipal-Agent-Situationen können in der Praxis in vielfältiger Weise auftreten, wie beispielsweise zwischen Versicherungsgesellschaften und Unternehmen oder auch Gläubigern und der Unternehmung.
Die unmittelbare Trennung zwischen dem Eigentum der Anteilseigner (Prinzipalen) an der Unternehmung und der Verfügungsgewalt des Managers (Agent) stellt dabei eine weitere mögliche Agency-Beziehung dar. Anteilseigner, die durch ihre Kapitalüberlassung zwar die vom Unternehmen zur Leistungserstellung benötigten finanziellen Ressourcen bereitstellen, entscheiden grundsätzlich aber nicht über deren Verwendung. Vielmehr findet bei fast allen Publikationsgesellschaften eine Separierung der Funktionen von Kapitalaufbringung und Unternehmensführung statt. Diese ist unter anderem der Notwendigkeit geschuldet, dass Shareholder aufgrund fehlender betriebswirtschaftlicher Kenntnisse nicht im Stande sind bzw. nicht die Bereitschaft zeigen, die benötigte Zeit aufzubringen, um eine aktive Rolle in dem von ihnen finanzierten Unternehmen zu übernehmen.
1 Problemstellung: Einleitung in die Relevanz der wertorientierten Unternehmensführung und die Notwendigkeit von Anreizsystemen zur Steuerung des Managements im Interesse der Shareholder.
2 Theoretische Fundierung der wertorientierten Unternehmensführung: Darlegung der Shareholder-Value-Konzepte als ganzheitlicher Ansatz zur Unternehmensführung und Identifikation der Anwendungsbereiche wie Planung und Performance-Messung.
3 Wertorientierte Managemententlohnung: Analyse der agencytheoretischen Herausforderungen, Erläuterung der Funktionen von Anreizsystemen und Festlegung von Beurteilungskriterien wie Anreizkompatibilität.
4 Kennzahlenbasierte Bemessungsgrundlagen zur wertorientierten Managemententlohnung: Detaillierte Untersuchung traditioneller (Gewinn, Rentabilität) und wertorientierter Kennzahlen (EVA, ERIC) hinsichtlich ihrer Eignung zur Vermeidung von Fehlsteuerungen wie Unter- oder Überinvestitionen.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Kennzahlen und Ausblick auf die Entwicklung hin zu anreizkompatiblen Systemen in der Praxis.
Shareholder Value, Prinzipal-Agent-Theorie, Managemententlohnung, Anreizsysteme, Anreizkompatibilität, Economic Value Added, Earnings less Riskfree Interest Charge, Residualgewinn, Return on Investment, Rentabilitätskennzahlen, Barwertidentität, Controllability, Unternehmenswert, Investitionssteuerung, Performancemessung.
Die Arbeit befasst sich mit der Gestaltung von Anreizsystemen für das Management, die sicherstellen sollen, dass Unternehmensentscheidungen im Sinne der Wertsteigerung für die Eigentümer (Shareholder Value) getroffen werden.
Die zentralen Themen umfassen die agencytheoretischen Grundlagen der Managervergütung, die verschiedenen Anforderungen an Bemessungsgrundlagen sowie eine kritische Analyse gängiger Erfolgsmaßstäbe.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, welche Kennzahlen (traditionell vs. wertorientiert) als Bemessungsgrundlage für eine Entlohnung dienen können, ohne Anreize für wertvernichtende Entscheidungen zu schaffen.
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Literaturanalyse, die durch zahlreiche Fallbeispiele und mathematische Herleitungen der Kennzahlen-Logiken untermauert wird.
Der Hauptteil analysiert spezifische Kennzahlen wie den kaufmännischen Gewinn, Return on Investment, Economic Value Added (EVA) und Earnings less Riskfree Interest Charge (ERIC) hinsichtlich ihrer Manipulationsanfälligkeit und Anreizwirkungen.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Anreizkompatibilität, wertorientierte Unternehmensführung, Agency-Problematik und performancebasierte Vergütung.
Sie vernachlässigen häufig die kalkulatorischen Eigenkapitalkosten und sind anfällig für bilanzpolitische Manipulationen, was zu Anreizen für Fehlentscheidungen führt.
Der ERIC-Ansatz verwendet einen risikofreien Zinssatz als Werthürde, wodurch der Manager nicht doppelt mit Unsicherheit belastet wird und eher anreizkompatible Entscheidungen trifft.
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