Masterarbeit, 2015
136 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
1.1 Definition der Primärversorgung
1.2 Situation in Österreich
1.2.1 Intramurale Versorgung
1.2.2 Extramurale Versorgung
1.2.3 Wahlärzte
1.2.4 Geographische Unterschiede
1.2.5 Drohende Unterversorgung und Demographie
1.3 Internationale Entwicklungen
1.3.1 Deutschland
1.3.2 Niederlande
1.4 Styriamed Net
1.5 Österreichische Entwicklungen in der Primärversorgung
1.5.1 Gesundheitsreform 2012
1.6 Forschungsfragen
1.7 Netzwerkanalyse
2 Methoden
2.1 Kassenärzte vs. Wahlärzte
2.2 Fragenerarbeitung
2.2.1 Basisfragen (ungeordnet)
2.2.2 Literatursuche
2.2.3 Hauptthemenblöcke
2.2.4 Initialer Fragenkatalog
2.2.5 Finaler Fragenkatalog
2.3 Basis- und Praxisparameter/merkmale
2.4 Auswahl der Befragungspopulation und Vergleichsgruppen
2.4.1 Grundpopulation / Grundgesamtheit
2.4.2 Stichprobe nach Bezirken
2.4.3 Stichprobe nach Bevölkerungsdichte vs. NUTS Systematik
2.4.4 Stichprobe nach Styriamed.net Teilnehmer
2.5 Befragung (postal und online)
2.5.1 Aussendungen
2.5.2 Finaler Fragebogen / Vortestung
2.6 Hypothesen und Analyseplan
2.6.1 Hypothesen
2.6.2 Analyseplan
2.7 Datenmanagement, Auswertung und statistische Verfahren
2.7.1 Datenbank
2.7.2 Korrektur von Dateneinträgen
2.7.3 Finaler Datensatz
2.7.4 Auswertung und statistische Verfahren
3 Ergebnisse
3.1 Rücklaufdaten
3.2 Basis-Beschreibung der Gesamtpopulation
3.2.1 Geschlechterverteilung der Gesamtpopulation (B1)
3.2.2 Altersverteilung der Gesamtpopulation
3.2.3 Bezirksverteilung der Gesamtpopulation
3.2.4 Verteilung nach Ortsgröße
3.2.5 Verteilung nach Vertragsstatus (Kassen- vs. Wahlarzttätigkeit)
3.3 Basis-Beschreibung der Stichprobengruppen
3.3.1 Verteilung nach Stichprobengruppe „Bezirke“
3.3.2 Verteilung nach Stichprobengruppe „Bevölkerungsdichte“
3.3.3 Verteilung nach Stichprobengruppe „Styriamed“
3.4 Ergebnisse der Praxisparameter (Frage 1-4)
3.4.1 Frage 1 und 2
3.4.2 Frage 3
3.4.3 Frage 4
3.5 Ergebnisse der Forschungsfragen 1 +2 (Fragen 6-14,18)
3.5.1 Frage 5
3.5.2 Frage 6
3.5.3 Frage 7
3.5.4 Frage 8
3.5.5 Frage 9
3.5.6 Frage 10
3.5.7 Frage 11
3.5.8 Frage 12
3.5.9 Frage 13
3.5.10 Frage 14
3.5.11 Frage 18
3.6 Ergebnisse der Forschungsfragen 3 (Fragen 15-17)
3.6.1 Frage 15
3.6.2 Frage 16
3.6.3 Frage 17
3.7 Netzwerkanalyse
3.7.1 Der Systemerhalter
3.7.2 Die Urbanen
3.7.3 Die Aussteiger
3.7.4 Der Umzingelte
3.7.5 Die Hoffnungsträgerin
3.7.6 Die Individualisten
4 Schlussfolgerungen und Diskussion
4.1 Basis- und Praxisparameter
4.2 Netzwerkstrukturen
4.3 Merkmalbezogenen Unterschiede der Netzwerkstrukturen
4.4 Styriamed.net
4.5 Wahlärztinnen und Wahlärzte
4.6 Netzwerkanalyse - Typologie
4.7 Primärversorgung
4.8 Limitierungen
4.9 Abschließende Bemerkungen, Fazit und Empfehlungen
Ziel der Arbeit ist eine strukturierte Analyse des Ist-Zustandes der Zusammenarbeit niedergelassener Allgemeinmediziner mit Fachärzten und anderen Gesundheitsdienstleistern in der Steiermark, um eine empirische Grundlage für gesundheitspolitische Diskussionen zur Stärkung der Primärversorgung zu schaffen.
1.2.4 Geographische Unterschiede
Bekanntermaßen zeichnet sich Österreich durch eine geographische Vielfalt mit vielen Bergen und Tälern auf. 2011 lebten 54,9% der Bevölkerung in Gemeinden mit einer Einwohnerzahl <10.000, also in ländlichen Gegenden [16]. Diese Verteilung führt auch dazu, dass das Aufgabengebiet der Allgemeinmediziner sich je nach Standort deutlich voneinander unterscheidet. In größeren Ballungszentren reduziert sich die Arbeit als Allgemeinmediziner zumeist auf die Behandlung von einfachen Krankheitsbildern, Verordnung von Heilmitteln und Überweisungen, wohingegen in sehr entfernt gelegenen Ordinationen komplexe (allgemein)medizinische Fragestellungen, Medikamentenausgabe (Hausapotheken) und medizinische Notfälle häufig vor Ort gelöst werden müssen. Die Ansprüche der Landärzte unterscheiden sich deutlich von denen der Stadtärzte. Ländliche Regionen müssen zusätzlich durch die Landärzte vor Ort notdienstlich versorgt werden, was zu einer hohen Arbeitszeitbelastung führt. Ein weiteres österreichisches Spezifikum ist die hohe Patientenzahl mit durchschnittlich 50 Kontakten pro Tag, die im internationalen Vergleich sehr hoch ist. Vergleichsweise sind es in Holland nur 30, bei durchschnittlich längerer Öffnungszeiten [15; 17]. Die hohe Patientenzahl, die hohe Arbeitszeitbelastung, die beträchtliche Verantwortung und ein unattraktives und über 50 Jahre kaum verändertes Bezahlungsmodell könnten die Ursachen sein, dass es immer schwieriger wird Landarztpraxen zu besetzen.
1 Einleitung: Beschreibt die historische Entwicklung der Rolle des Hausarztes und stellt die Notwendigkeit einer systemischen Netzwerkanalyse vor dem Hintergrund einer drohenden Unterversorgung dar.
2 Methoden: Erläutert die methodische Vorgehensweise der Fragebogenerstellung, der Stichprobenauswahl unter Einbeziehung steirischer Bezirke und das Vorgehen bei der statistischen Datenauswertung.
3 Ergebnisse: Präsentiert die empirischen Daten zur Rücklaufquote, zur Basis-Beschreibung der Allgemeinmediziner-Populationen sowie die detaillierten Analysen zu den Forschungsfragen und Netzwerkstrukturen.
4 Schlussfolgerungen und Diskussion: Synthetisiert die Ergebnisse, leitet Empfehlungen für eine zukünftige Primärversorgung ab und reflektiert die Limitationen der vorliegenden Masterthesis.
Allgemeinmedizin, Gesundheitsreform, Hausarzt, Netzwerkanalyse, Primärversorgung, Styriamed, Kooperation, Ärzte-Netzwerk, Versorgungsforschung, Interdisziplinarität, Kassenarzt, Wahlarzt, Steiermark, Gesundheitsberufe, Patientenmanagement.
Die Masterthesis befasst sich mit der Evaluation bestehender Netzwerkstrukturen von niedergelassenen Allgemeinmedizinern in der Steiermark, um den Status quo der Zusammenarbeit im aktuellen Gesundheitssystem zu erfassen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Kooperation zwischen Allgemeinmedizinern und anderen Gesundheitsdienstleistern, dem Einfluss des Versorgungsstatus, der Bewertung durch die Ärzte sowie der Offenheit gegenüber neuen Primärversorgungsmodellen.
Das Hauptziel ist eine strukturierte Ist-Zustands-Analyse der Netzwerkstrukturen, um Daten als Basis für gesundheitspolitische Diskussionen zur Stärkung der Primärversorgung zu liefern.
Es wurde eine quantitative Befragung von 682 Allgemeinmedizinern in der Steiermark mittels postalischen und online Fragebögen durchgeführt, die deskriptiv und statistisch ausgewertet wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auswertung der Praxisparameter, die Beantwortung spezifischer Forschungsfragen zu Netzwerkqualitäten sowie eine Typologie der befragten Ärzte basierend auf Netzwerkscores.
Die wesentlichen Begriffe sind Allgemeinmedizin, Gesundheitsreform, Hausarzt, Netzwerkanalyse, Primärversorgung, Styriamed, Kooperation und interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Das Projekt Styriamed dient als Modell für koordinierte Netzwerkarbeit, wobei die Studie positive Effekte auf die ärztliche Kommunikation und Zusammenarbeit feststellen konnte.
Der Autor stellt fest, dass Wahlärzte im aktuellen Versorgungssystem oft isoliert agieren, signifikant weniger Vernetzung aufweisen und eine stärkere Integration dieser wachsenden Gruppe sinnvoll wäre.
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