Bachelorarbeit, 2012
38 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. WERTESYSTEME
2.1 ALLGEMEINE WERTEDEFINITION
2.2 UNIVERSELLE WERTE
3. NACHHALTIGE ENTWICKLUNG
3.1 SOZIALE, ÖKONOMISCHE UND ÖKOLOGISCHE NACHHALTIGKEIT
3.2 ÖKOZENTRISMUS – TECHNOZENTRISMUS – ANTHROPOZENTRISMUS
3.2.1 KRITIK AN O’RIORDAN UND ERWEITERUNG SEINER THEORIE
3.3 EFFIZIENZ VS. SUFFIZIENZ
4. AKTUELLER FORSCHUNGSSTAND
4.1 BEFUNDLAGE ZUR MESSUNG ANTHROPOZENTRISCHER, TECHNOZENTRISTISCHER, ÖKOZENTRISTISCHER WERTE
4.1.1 NEP (NEW ECOLOGICAL PARADIGM)
4.1.2 VALUE-BELIEF-NORM
4.1.3 ÖKOZENTRISMUS, ANTHROPOZENTRISMUS UND UMWELTVERHALTEN
4.1.4 WERTE UND UMWELTEINSTELLUNGEN - INKLUSIONSMODELL
5. DISKUSSION
5.1 WERTE – EINE GRUNDLAGE FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG?
5.2 GRENZEN UND IMPLIKATIONEN
5.3 WERTE – EINE GRUNDLAGE FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG
Die Arbeit untersucht die psychologischen Grundlagen von Wertesystemen im Kontext der Nachhaltigkeitsdiskussion, um zu verstehen, welche Werte umweltfreundliches Verhalten motivieren und wie diese Erkenntnisse für effektive Handlungsstrategien genutzt werden können.
3.2 ÖKOZENTRISMUS – TECHNOZENTRISMUS – ANTHROPOZENTRISMUS
Der nachhaltigen Entwicklung im sozialen, ökonomischen und ökologischen Bereich liegen verschiedene Nachhaltigkeitskonzepte zu Grunde, die unterschiedliche Sichtweisen und Weltanschauungen beinhalten. Welche Motive liegen umweltbewussten Einstellungen zu Grunde und welche Werte spielen dabei eine Rolle? Wie sieht man sich im Kontext der Umwelt; hat die Natur überhaupt einen Eigenwert oder ist sie bloss ein Mittel zum Zweck? Eine viel verwendete Unterscheidung von Ideologien, die das Umweltbewusstsein betreffen und auf solche Fragen eingeht, stammt von Timothy O’Riordan, der die verschiedenen Teilbereiche des Umweltschutzes insbesondere in zwei Pole kategorisiert (O’Riordan, 1983).
O’Riordan (1983) prägte die Begriffe Ökozentrismus und Technozentrismus als zwei Ströme im Umweltschutz und Umweltbewusstsein. Unter Ökozentrismus versteht O’Riordan (1983) eine Perspektive, die der Natur und Umwelt um ihrer selbst willen Wertschätzung zuspricht. Die Menschheit ist aus der ökozentrischen Betrachtungsweise sowohl ein Teil der Welt, als auch von ihr abhängig. Im Ökozentrismus gelten Ehrfurcht, Bescheidenheit, Verantwortung und Sorgfalt als Tugenden, geringer Einsatz von Technologien als wünschenswert, während Unpersönlichkeit und Grösse in allen Formen verachtet werden. Aufbauend auf den ökologischen Prinzipien der Diversität und Homöostase, ist aus ökozentrischer Sicht ein auf Permanenz und Stabilität ausgerichtetes Verhalten erstrebenswert. In der ökozentrierten Weltanschauung steht die Umwelt an erster Stelle, wobei soziale Praktiken ihrem Dienste anzupassen sind.
Dem Ökozentrismus gegenüber stellt O’Riordan (1983) die technozentrische Perspektive, aus der auf die menschliche Kontrolle und Leitung zu Gunsten gesellschaftlicher Vorteile Verlass ist. Diese Ideologie geht davon aus, dass der Mensch fähig ist, das Geschehen um ihn herum zu verstehen und nach seinen Bedürfnissen und Gutdünken zu lenken. Der auf führendes Verhalten ausgerichtete Ansatz bezüglich Umweltproblemen stützt sich auf technologische und wissenschaftliche Lösungen, ohne fundamentale Veränderungen in gegenwärtigen Werten oder im Produktions und Konsumverhalten vorauszusetzen.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet das Konzept der nachhaltigen Entwicklung und stellt die zentrale Frage, welche psychologischen Werte notwendig sind, um umweltfreundliches Verhalten zu fördern und eine nachhaltige Zukunft zu gestalten.
2. WERTESYSTEME: Dieses Kapitel definiert das psychologische Konstrukt der Werte, grenzt es von Einstellungen ab und stellt mit Shalom H. Schwartz' Theorie universeller Werte ein zentrales Erklärungsmodell vor.
3. NACHHALTIGE ENTWICKLUNG: Es wird das Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit erläutert sowie die Unterscheidung zwischen ökozentrischen, technozentrischen und anthropozentrischen Weltanschauungen und den Handlungsstrategien Effizienz und Suffizienz diskutiert.
4. AKTUELLER FORSCHUNGSSTAND: Hier werden empirische Messinstrumente wie die NEP-Skala und die Value-Belief-Norm Theorie analysiert, um Zusammenhänge zwischen individuellen Werten und umweltrelevantem Verhalten wissenschaftlich zu belegen.
5. DISKUSSION: Die Diskussion fasst die theoretischen und empirischen Befunde zusammen und reflektiert über Grenzen aktueller Studien sowie die Notwendigkeit eines Wertewandels für eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung.
Nachhaltige Entwicklung, Wertesysteme, Ökozentrismus, Anthropozentrismus, Technozentrismus, Effizienz, Suffizienz, Umwelteinstellungen, Value-Belief-Norm, NEP-Skala, Schwartz' universelle Werte, Umweltverhalten, Selbsttranszendenz, Selbststeigerung, Klimawandel.
Die Arbeit untersucht die psychologischen Faktoren – speziell Wertesysteme –, die hinter umweltfreundlichem Verhalten stehen und eine nachhaltige Entwicklung beeinflussen.
Die zentralen Themen sind psychologische Wertmodelle, die verschiedenen Philosophien des Umweltschutzes (Ökozentrismus/Anthropozentrismus) sowie die Handlungsstrategien Effizienz und Suffizienz.
Die Arbeit geht der Frage nach, welche psychologischen Wertesysteme im Kontext der Nachhaltigkeit diskutiert werden und welche Strategien sich daraus für nachhaltiges Handeln ableiten lassen.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende sozialpsychologische Modelle und empirische Studien zur Messung von Werten und Umwelteinstellungen (wie die NEP-Skala oder die Value-Belief-Norm) zusammenfasst und analysiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Nachhaltigkeit, die Darstellung psychologischer Werttypologien und die kritische Auseinandersetzung mit empirischen Messungen der Mensch-Umwelt-Beziehung.
Wesentliche Begriffe sind Nachhaltige Entwicklung, Wertesysteme, Schwartz’sche Werthaltungen, Ökozentrismus und die Strategien der Effizienz und Suffizienz.
Diese Unterscheidung ist essenziell, da sie grundlegend unterschiedliche Motivationen für Umweltschutz erklärt: Entweder wird die Natur um ihrer selbst willen geschützt (Ökozentrismus) oder als Ressource für das menschliche Wohl erhalten (Anthropozentrismus).
Während die Effizienzstrategie auf technologische Optimierung und Beibehaltung des Konsumstatus-quo setzt, zielt die Suffizienzstrategie auf eine qualitative Verhaltensänderung und bewusste Selbsteinschränkung ab.
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