Bachelorarbeit, 2015
60 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Beschreibung der aktuellen Familiensituation
2.1 Historische Betrachtung der Familiensituation
2.2 Die aktuelle Familiensituation
3. Transitionen verstehen:
3.1 Definitionen von Transitionen
3.2 Arten von Übergängen
3.3 Institutionelle Übergänge
3.4 Aspekte der Transitionsforschung
3.4.1 Ifp – Studie
3.4.2 Weitere Studien: Wiener Krippenstudie, NUBBEK-Studie
3.5 Politische Rahmenbedingungen
3.6 Der Nationale Kriterienkatalog (NKK)
3.7 Die praktische Umsetzung der Eingewöhnung
3.7.1 Das Berliner Eingewöhnungsmodell von INFANS
3.7.2 Das Münchener Eingewöhnungsmodell
3.7.3 Das individualisierte Eingewöhnungsprogramm
4. Fazit – Ausblick
5. Literaturverzeichnis/ Quellenverzeichnis
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht die zentrale Bedeutung von Übergangsprozessen (Transitionen) für Kinder und ihre Familien, wobei der Fokus insbesondere auf dem ersten institutionellen Übergang von der Familie in die Kinderkrippe liegt. Ziel ist es, durch die Verknüpfung bindungstheoretischer Erkenntnisse mit aktuellen Forschungsergebnissen und pädagogischen Eingewöhnungsmodellen aufzuzeigen, wie dieser biografische Wandel für alle Beteiligten erfolgreich und sensibel gestaltet werden kann.
Die aktuelle Familiensituation
Aufgrund der heutigen Arbeitsmarktsituation, dem modernen gleichberechtigten Rollenverständnis und den geschaffenen zur außerfamiliären Förderung und Betreuung begünstigten Bedingungen ist es heute selten geworden, dass das Modell einer Großfamilie gelebt wird. Das findet sich eher im ländlichen Raum, in dem noch Landwirtschaft und räumliches Platzangebot Möglichkeit bieten, zusammen zu wohnen und zu arbeiten.
Wirtschaftliche Interessen der Länder begründen zum einen die Ermöglichung der Betreuung der Kinder, um so die Frauenerwerbsquote zu erhöhen. Das hat nicht nur die Verfolgung der Interessen auf dem Gebiet der Gleichberechtigung als Hintergrund. Ziel ist vorrangig der wirtschaftlich angestrebte Wohlstand. Um den Frauen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern und die Vereinbarkeit von familiären und beruflichen Pflichten zu ermöglichen, mussten politische Instrumente genutzt werden. Dazu zählt auch ein gesetzlich geregelter Anspruch auf Kinderbetreuung und Förderung ab dem noch nicht vollendeten ersten Lebensjahr ab August 2013.
So wird heute das Modell der Kleinfamilie gelebt, in der beide Elternteile berufstätig sind und die Kinder nach Beendigung der Elternzeit in der Kinderkrippe betreut und gefördert werden. Großeltern wohnen oft weit entfernt und können selten als „Ersatzbetreuung“ im Fall der Krankheit des Kindes angefragt werden.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Relevanz des Begriffs Transition im pädagogischen Alltag und begründet das Vorhaben, den ersten Übergang von der Familie in die Krippe als bindungstheoretisch fundierte Entwicklungsaufgabe zu untersuchen.
2. Beschreibung der aktuellen Familiensituation: Dieses Kapitel analysiert den gesellschaftlichen Wandel von der Groß- zur Kleinfamilie und beleuchtet die daraus resultierenden Anforderungen an moderne familienpolitische Instrumente sowie die institutionelle Kinderbetreuung.
3. Transitionen verstehen: Hier werden die theoretischen Grundlagen von Transitionen, Bindungstheorien und Übergangsmodellen erörtert sowie die praktische Umsetzung durch verschiedene Eingewöhnungsmodelle detailliert gegenübergestellt.
4. Fazit – Ausblick: Das Fazit fasst die Relevanz der sensiblen Begleitung von Übergangsprozessen zusammen und betont die notwendige politische sowie fachliche Verantwortung für eine qualitative Verbesserung der frühkindlichen Bildung.
5. Literaturverzeichnis/ Quellenverzeichnis: Umfassende Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Online-Quellen zur Untermauerung der wissenschaftlichen Arbeit.
Transition, Übergang, Eingewöhnung, Bindungstheorie, Kleinfamilie, pädagogische Qualität, Kindertageseinrichtung, Elternpartnerschaft, Berliner Eingewöhnungsmodell, Münchener Eingewöhnungsmodell, NUBBEK-Studie, frühkindliche Entwicklung, pädagogische Fachkraft, Selbstwirksamkeit, Berufsalltag.
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Übergangsprozessen in der frühen Kindheit, insbesondere mit dem Wechsel aus dem vertrauten familiären Umfeld in die institutionelle Betreuung der Kinderkrippe.
Die Arbeit verbindet entwicklungspsychologische Grundlagen der Bindungstheorie mit der aktuellen familienpolitischen Situation und der praktischen Gestaltung von Eingewöhnungskonzepten in Kitas.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie pädagogische Fachkräfte und Eltern durch fundiertes Wissen über Transitionen den Eingewöhnungsprozess so gestalten können, dass die emotionale Stabilität und das Wohlbefinden des Kindes gewährleistet bleiben.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert und Ergebnisse aus nationalen sowie internationalen Studien (wie der ifp-, NUBBEK- und Wiener Krippenstudie) in den Diskurs einbezieht.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Familiensituation, die theoretische Fundierung von Bindung und Übergängen sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit verschiedenen Modellen wie dem Berliner und Münchener Eingewöhnungsmodell.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Transition, Bindungstheorie, Eingewöhnung, pädagogische Prozessqualität und Erziehungspartnerschaft.
Die Bindungstheorie bildet die Grundlage, da eine sichere Bindungsbeziehung zur pädagogischen Fachkraft als notwendige Basis für das Kind fungiert, um die neue Umgebung explorieren zu können.
Die Autorin kritisiert u.a. die förderalistisch zersplitterten Zuständigkeiten, mangelnde finanzielle Ressourcen und eine unzureichende Verankerung des Themas Transition in der Ausbildung des pädagogischen Personals.
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