Magisterarbeit, 2008
97 Seiten, Note: sehr gut
1. EINLEITUNG
1.1. Zielsetzung
1.2. Aufbau der Arbeit
2. THEORETISCHER HINTERGRUND
2.1. Definition: Migration
2.2. Migrationsgeschichte – Ein Abriss
3. WANDERUNGSTHEORETISCHER ANSATZ NACH ESSER
3.1. Begriffsdefinitionen
3.1.1. Akkulturation
3.1.2. Assimilation
3.1.3. Integration
3.1.4. Allgemeine und spezifische Variable
3.1.5. Zusammenfassung
4. IDENTITÄTSFORSCHUNG
4.1. Erikson: Grundzüge der Identität im Lebenszyklus
4.1.1. Phasen der Identitätsbildung
4.1.1.1. Die Phase der Adoleszenz
4.2. Goffmans Ansatz der Identitätsbildung
4.2.1. Soziale Identität, persönliche Identität und Ich-Identität
4.2.2. Stigma und Identität
4.2.2.1. Bewältigungstechniken
4.3. Synthetisierung der Theorien von Esser, Erikson und Goffman
4.3.1. Identität im Kontext dieser Arbeit
5. DAS SOZIALE UMFELD MIGRANTENJUGENDLICHER
5.1. Definition: MigrantIn
5.2. Definition: Das soziale Umfeld
5.2.1. Die demographische Entwicklung in Österreich
5.2.1.1. Demographische Situation in Oberösterreich
5.3. Lebenssituation jugendlicher MigrantInnen
5.3.1. Die familiäre Situation
5.3.1.1. Die Rolle der Mädchen
5.3.2. Die Wohnsituation
5.3.3. Die soziale Situation
5.3.4. Die Bildungssituation
5.3.4.1. Die Bedeutung der Sprache
5.3.5. Die Ausbildungs- und die Arbeitssituation
5.3.6. Freizeit und Freundschaften
5.4. Die Bedeutung der Religion
6. EMPIRISCHER TEIL
6.1. Forschungsdesign
6.1.1. Der Fragebogen
6.2. Untersuchungsgegenstand
6.2.1. Die Zweite Generation
6.2.2. Die Dritte Generation
6.3. Hypothesenstellung
6.4. Verwendete statistische Verfahren
6.5. Stichprobenanalyse
6.6. Das soziale Umfeld
6.6.1. Sozioökonomischer Hintergrund
6.6.2. Wohnsituation
6.6.3. Schulbildung und Sprachkompetenz
6.6.4. Arbeits- bzw. Schulsituation
6.6.5. Religion
6.6.6. Freizeit und Freundschaften
6.6.7. Der Umgang mit Diskriminierungen
6.7. Überprüfung der Hypothesen
6.8. Fazit
6.9. Ausblick
7. RESÜMEE
8. INTERNETQUELLEN
9. LITERATURLISTE
10. ANHANG
Die Arbeit untersucht die Herausbildung der Selbstidentität von türkischen Migrantenjugendlichen der zweiten und dritten Generation unter Berücksichtigung ihres sozialen Umfeldes in Österreich. Dabei wird analysiert, wie Migrationserfahrungen, soziale Ausgrenzung und die Auseinandersetzung mit der Aufnahmegesellschaft sowie der Herkunftskultur die Identitätsfindung beeinflussen.
4.1. Erikson: Grundzüge der Identität im Lebenszyklus
Erschwert durch die sozial-rechliche Statusunsicherheit potenzieren sich bei vielen Migrantenjugendlichen die problemhaft besetzten Fragen wie "Was ist das Leben?" - "Wer/Was bin ich?" – "Woher komme ich?"- "Wo ist mein Platz in dieser Welt?" Die zufrieden stellende Beantwortung dieser und ähnlicher Fragen sind eine notwendige Voraussetzung für ein selbstbewusstes Auftreten in der Gesellschaft.
"Migrantenjugendliche bewegen sich zwischen zwei Polen, zwischen der Welt ihrer Eltern und der Welt der Aufnahmegesellschaft. Das Ringen um eine Identität in dieser Phase, dient vor allem dazu, Voraussetzungen für eine Verknüpfung zwischen beiden Polen zu schaffen" (Viehböck, Brati 1994, S.106).
Erik H. Erikson (1902-1994) wurde in seiner Ausbildung durch die Analyse von Anna Freud geprägt, entwickelte jedoch später, nach seiner Auswanderung in die USA, eine eigenständige Theorie, in der er davon ausgeht, dass die Persönlichkeit und damit verbunden die Identität des Menschen in einer lebenslangen Entwicklung, kulturell sowie sozial durch Familie und Gesellschaft geprägt, heranreift. Erikson kombiniert eine Identitätstheorie mit einer Sozialisationstheorie (vgl. Abels 2007, S.367).
1. EINLEITUNG: Definiert das Thema Migration, die Zielsetzung der Arbeit und den Aufbau der Untersuchung.
2. THEORETISCHER HINTERGRUND: Bietet einen theoretischen Rahmen durch die Vorstellung verschiedener Ansätze aus der Migrations-, Akkulturations- und Assimilationsforschung.
3. WANDERUNGSTHEORETISCHER ANSATZ NACH ESSER: Erläutert Essers Modell der Wanderungssoziologie, um zu verstehen, wie Migranten ihre Position in der Wirtsgesellschaft gestalten.
4. IDENTITÄTSFORSCHUNG: Analysiert Identitätsentwicklung mittels Eriksons Phasenmodell und Goffmans Ansatz zur Identitätsbildung und Stigmatisierung.
5. DAS SOZIALE UMFELD MIGRANTENJUGENDLICHER: Beleuchtet die demographische Situation und die konkreten Lebensbedingungen (Familie, Bildung, Sprache, Arbeit, Freizeit) türkischer Migranten in Österreich.
6. EMPIRISCHER TEIL: Präsentiert das Forschungsdesign, die Stichprobenanalyse und die Ergebnisse der Befragung zur Lebenssituation und Identität.
7. RESÜMEE: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und reflektiert die Integrationsprozesse sowie die Bedeutung der Identitätsfindung.
8. INTERNETQUELLEN: Listet die verwendeten Online-Ressourcen auf.
9. LITERATURLISTE: Verzeichnet die für die Arbeit herangezogene wissenschaftliche Literatur.
10. ANHANG: Enthält die verwendeten Fragebögen und Begleitmaterialien.
Migration, türkische Jugendliche, Identitätsentwicklung, Integration, Assimilation, Soziales Umfeld, Erikson, Goffman, Esser, Österreich, Identitätsdiffusion, Akkulturation, Migrationshintergrund, Bildungsbenachteiligung, Sozialisation
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der Selbstidentität von türkischen Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Österreich und untersucht die Bedeutung ihres sozialen Umfeldes.
Zentrale Themen sind Identitätstheorien (Erikson, Goffman), Migrationssoziologie (Esser), die Lebenssituation von Migranten in Österreich (Familie, Schule, Arbeit, Religion) sowie Integrationsprozesse.
Das Ziel ist es, die Identitätsentwicklung türkischer Jugendlicher zu verstehen und zu analysieren, ob es geschlechtsimmanente Kriterien oder Transformationsprozesse zwischen den Generationen gibt.
Es wurde eine quantitative und explorative Sozialforschung durchgeführt, basierend auf Fragebögen (mit geschlossenen und offenen Fragen) unter Jugendlichen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Migrationstheorien, Identitätsforschung) und den empirischen Teil, der die tatsächliche Lebenssituation der Befragten untersucht.
Die Studie wird durch Begriffe wie Identitätsentwicklung, Assimilation, soziale Integration, Migrationshintergrund, sowie durch die soziologischen Ansätze von Esser, Erikson und Goffman charakterisiert.
Religion ist für die Mehrheit der befragten Jugendlichen sehr wichtig und kraftgebend, wird jedoch zumeist innerhalb der Familie praktiziert.
Das Schulwesen wird als eine Herausforderung beschrieben, wobei Sprachdefizite und soziale Zuschreibungen oft zu Schwierigkeiten im schulischen Erfolg und einer empfundenen Benachteiligung führen.
Die dritte Generation zeigt ein verstärktes Interesse an der Herkunftskultur, betrachtet Österreich jedoch stärker als Zentrum ihrer Interessen.
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