Bachelorarbeit, 2015
25 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Einflüsse auf die Lexik des kanarischen Spanisch
2.1 Guanchismos
2.2 Andalucismos
2.3 Portuguesismos
2.4 Americanismos
2.5 Anglicismos
2.6 Arabismos
2.7 Besondere Einflüsse
2.7.1 Arcaísmos
2.7.2 Marinerismos
2.7.3 Campesinismos
3. Zusammenfassung
4. Bibliografie
Die Arbeit untersucht die historische und linguistische Entwicklung des kanarischen Spanisch unter dem Einfluss verschiedener Sprachkontakte. Das primäre Ziel ist es, die Herkunft und Integration von Lehnwörtern zu analysieren, die durch die Besiedlungsgeschichte, Handelsbeziehungen und Auswanderungswellen in den lokalen Wortschatz gelangt sind.
2.1 Guanchismos
Die Ureinwohner des Kanarischen Archipels waren die Guanchen. Der Ursprung dieser Menschenrasse ist nur wenig erforscht und die Meinungen über ihre Herkunft gehen weit auseinander. Während einige Forscher von einer ägyptischen Herkunft ausgehen, sehen andere Wissenschaftler ihren Ursprung in einer karthagischen oder wikingischen Abstammung.¹ Morera geht davon aus, dass die Sprache der Inselbewohner von den Berbern stammte, einer ältesten Sprachen des afrikanischen Kontinents. Nach der Eroberung der Kanarischen Inseln kam es zu einer drastischen Reduzierung der Guanchen und zu einer intensiven kulturellen Unterdrückung, die die Eroberer auf die indigene Bevölkerung ausübten, um ihnen ihre eigenen Lebensformen aufzudrängen. So verloren die Ureinwohner für immer ihre morphologischen Elemente, ihre Phonologie und den größten Teil ihres Wortschatzes.²
Die Guanchen passten die spanische Sprache an ihre eigene an und übernahmen die Kultur der Europäer. „A esa etapa inicial hemos de suponer que sucedería una época de bilingüismo o, incluso, de permanencia durante pocas generaciones de núcleos monolingües indígenas.“³ So ist zum Beispiel auf La Gomera ein Fortbestand der indigenen Sprache bis mindestens 1488 zu beobachten. Umgekehrt nahm auch die Sprache der Eingeborenen Einfluss auf die Eroberer, allerdings in deutlich geringerem Ausmaß.⁴
Die Ureinwohner der Kanaren kannten keine Schrift, die zahlreichen gefundenen Felsinschriften deuten aber darauf hin, dass die Guanchen sich zumindest mittels grafischer Zeichen verständigen konnten. Bis heute ist allerdings unklar welche genauere Bedeutung diese Schriftzeichen haben. Im heutigen Inselspanisch sind nur noch Fragmente der damaligen Sprache der Guanchen erhalten. Das Problem der Überlieferung der Sprache über Jahre hinweg liegt in der fehlenden Verfassung von Wörterbüchern und Grammatiken in der Eingeborenensprache.
1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die geografische Lage der Kanarischen Inseln dar und erläutert die verschiedenen historischen Einflüsse, die den Wortschatz des Inselspanisch geformt haben.
2. Einflüsse auf die Lexik des kanarischen Spanisch: Hier werden detailliert die lexikalischen Auswirkungen durch Guanchen, andalusische Einflüsse, Portugiesisch, Amerikanismen, Anglizismen, Arabismen sowie Arcaísmos, Marinerismos und Campesinismos analysiert.
3. Zusammenfassung: Das Fazit fasst die langfristige Entwicklung des Wortschatzes zusammen und unterstreicht die ungleiche Verteilung der Einflüsse auf die verschiedenen Inseln des Archipels.
4. Bibliografie: Dieses Kapitel listet alle verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literaturhinweise auf.
Kanarische Inseln, Kanarisches Spanisch, Guanchismos, Andalucismos, Portuguesismos, Americanismos, Anglicismos, Arabismos, Arcaísmos, Marinerismos, Campesinismos, Sprachkontakt, Lexik, Sprachgeschichte.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Zusammensetzung des Wortschatzes des kanarischen Spanisch und dessen diversen historischen Ursprüngen.
Zentrale Themen sind die Einflüsse indigener Sprachen, kolonialer und handelspolitischer Kontakte zu Spanien, Portugal, Amerika und England sowie spezifische Fachsprachen.
Ziel ist es, nachzuweisen, wie externe Einflüsse und historische Ereignisse die heutige Lexik des Archipels geprägt und differenziert haben.
Die Arbeit stützt sich auf eine linguistische und historische Analyse vorhandener Literatur, Wörterbücher und Sprachzeugnisse.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Kategorien von Lehnwörtern, von den Guanchismos bis hin zu Fachvokabular aus Landwirtschaft und Seefahrt.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Sprachkontakt, Lehnwortbildung, archaisches Spanisch und regionale Varietäten.
Aufgrund der Eroberung und der damit einhergehenden kulturellen Unterdrückung sowie des Fehlens schriftlicher Dokumente ist die indigene Sprache weitgehend verloren gegangen.
Aufgrund der geografischen Lage und der Bedeutung als Knotenpunkt im Handel mit Amerika haben Begriffe aus der Seefahrt einen tiefgreifenden Einfluss auf den Wortschatz ausgeübt.
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