Bachelorarbeit, 2012
40 Seiten
0. Einleitung
(I) SACHTEIL
1. Kurze Geschichte der Rumherstellung
2. „Rum“ in der EU-Gesetzgebung
a. „Rum“
b. „Landwirtschaftlicher Rum“
c. „Traditionnel“
d. Rum-Verschnitt
3. Darstellung der Rumproduktionsprozesse
4. Methodische Vorbemerkung
(II) FACHSPRACHLICHER TEIL
1. Begriffe zur Rumherstellung
2. Schlussbemerkung
3. Schlagwortverzeichnis
a. Index Deutsch
b. Index Spanisch
Ziel dieser Arbeit ist es, Übersetzer und Dolmetscher in den Fachbereich der Rumherstellung einzuführen und ihnen ein fundiertes, zweisprachiges Glossar zur Verfügung zu stellen, um die fachsprachliche Lücke in diesem historisch und technisch interessanten, aber bisher kaum systematisch aufgearbeiteten Bereich zu schließen.
3. Darstellung der Rumproduktionsprozesse
Wie aus der EU-Verordnung ersichtlich ist, wird grob zwischen zwei Arten von Rum unterschieden. Landwirtschaftlicher Rum oder Rhum agricole wird auf der Basis von Zuckerrohrsaft produziert. Industrieller Rum, der am weitesten verbreitete Rum, hingegen bedient sich eines aus der Zucker verarbeitenden Industrie stammenden Abfallproduktes, der Melasse. Diese entsteht folgendermaßen: Zuckerrohrsaft wird zunächst zu einem Sirup eingekocht, welcher anschließend in einer Zentrifuge wiederholte Male eingedickt wird, bis es zu einer Kristallbildung kommt. Nach der Abtrennung der Kristalle verbleibt eine klebrige Restsubstanz, die immer noch einen hohen Zuckeranteil aufweist, obgleich dieser nicht ausreicht, um weitere Kristalle zu bilden.
Alkoholische Gärung (Fermentation)
Der Zuckerrohrsaft wird entweder unmittelbar nach seiner Gewinnung oder erst nach der Läuterung (Klärung) und Konzentrierung vergärt (fermentiert).
Aus den Produktionsresten der Zuckerindustrie (Melasse) und der Rumherstellung (skimmings und dunder) wird eine Fermentationsbrühe angesetzt, die sogenannte Maische. Diese fungiert als Nährmedium für die Hefebakterien, die kurz vor der Fermentation hinzugefügt werden.
Die Komposition der Maische variiert von Hersteller zu Hersteller und wird meist streng geheim gehalten, da sie zusammen mit dem Destillationsverfahren, dem Verschneiden und der Reifung der wichtigste Faktor für die Geschmacksentwicklung und den Alkoholgehalt des Rums ist.
0. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, Zielsetzung der Arbeit und Gliederung in Sach- und Fachsprachteil.
(I) SACHTEIL: Umfassende Darstellung der theoretischen Grundlagen der Rumherstellung, einschließlich Geschichte, rechtlicher Rahmenbedingungen und technischer Produktionsabläufe.
1. Kurze Geschichte der Rumherstellung: Überblick über die Entstehung des Rums, die Rolle des Dreieckshandels und die Entwicklung der Rum-Metropole Flensburg.
2. „Rum“ in der EU-Gesetzgebung: Aufschlüsselung der offiziellen Begrifflichkeiten und Qualitätsstandards für Rum und seine Unterkategorien gemäß EU-Verordnung.
3. Darstellung der Rumproduktionsprozesse: Detaillierte technische Erläuterung der Schritte von der Maischeherstellung bis hin zur Destillation.
4. Methodische Vorbemerkung: Erläuterung der Vorgehensweise bei der Erstellung des Glossars und Aufbau der einzelnen Lemmata.
(II) FACHSPRACHLICHER TEIL: Das eigentliche Glossar mit Fachbegriffen zur Rumherstellung inklusive Definitionen, Kontexten und Übersetzungen.
2. Schlussbemerkung: Reflexion über die Herausforderungen bei der Terminologiearbeit im Bereich Rum, insbesondere in Bezug auf die Übersetzung ins Spanische.
3. Schlagwortverzeichnis: Alphabetische Auflistung aller im Glossar behandelten Termini für Deutsch und Spanisch.
Rum, Rumherstellung, Destillation, Fermentation, Melasse, Zuckerrohr, Fachglossar, Terminologie, Übersetzung, Rhum agricole, Brennapparat, Maische, Alkohol, Spirituosen, EU-Verordnung.
Die Arbeit befasst sich mit der Fachterminologie der Rumherstellung und bietet einen Überblick über deren technische und historische Grundlagen im deutsch-spanischen Vergleich.
Die zentralen Themen sind die Geschichte der Rumproduktion, die rechtliche Klassifizierung nach EU-Recht sowie die technischen Prozesse der Gärung und Destillation.
Das Ziel ist es, Übersetzern und Dolmetschern fundiertes Fachwissen sowie ein strukturiertes zweisprachiges Glossar für diesen bisher fachsprachlich unterversorgten Bereich zu liefern.
Die Autorin verwendete eine deskriptive terminologische Methode, die auf der Analyse von Fachliteratur und der Erstellung strukturierter Lemmata basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in einen informativen Sachteil zu den Produktionsprozessen und einen fachsprachlichen Teil, der das terminologische Glossar umfasst.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Rum, Destillation, Fermentation, Melasse, Fachglossar und Terminologie.
Die Unterscheidung ist für die Terminologie entscheidend, da beide Produkte auf völlig unterschiedlichen Rohstoffen (Melasse vs. Zuckerrohrsaft) basieren und unterschiedlichen rechtlichen und technischen Anforderungen unterliegen.
Flensburg wird als historische „Rum-Metropole“ angeführt, um die Entwicklung der Rumproduktion im deutschsprachigen Raum zu veranschaulichen.
Jedes Lemma umfasst das Fachgebiet, eine Definition oder Explikation, optionale inhaltliche Querverweise, Synonyme und die entsprechende Übersetzung in die Zielsprache.
Die Autorin stellt fest, dass es wenig fachspezifische Literatur gibt und viele Informationen bei den Produzenten aufgrund von Betriebsgeheimnissen nur schwer zugänglich sind.
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