Bachelorarbeit, 2014
45 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen des Crowdinvestings
2.1 Crowdinvesting – ein erster Überblick
2.2 Der Crowdinvesting-Markt in Deutschland
2.3 Crowdinvesting als alternative Finanzierungsform
3 Regulierung des Crowdinvestings
3.1 Rechtlicher Status Quo in Deutschland
3.1.1 Prospektpflicht und Prospekthaftung
3.1.2 Aufsichtsrechtliche Erlaubnis und Verhaltenspflichten
3.2 Regulierungsmaßnahmen in Europa und den USA
3.2.1 Europa – Italien, Österreich, UK und Frankreich
3.2.2 Regulierungsprozess in den Vereinigten Staaten
3.3 Regulierungsperspektive für Deutschland
3.3.1 Regulierungsziele
3.3.2 Ansätze und Maßnahmen der Regulierung
4 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht das aktuelle Phänomen des Crowdinvestings als alternative Finanzierungsform für Start-ups und analysiert dabei kritisch die Notwendigkeit sowie die Ausgestaltung einer adäquaten regulatorischen Aufsicht im nationalen wie internationalen Kontext.
Crowdinvesting – ein erster Überblick
Das Crowdinvesting geht ursprünglich auf den im Jahr 2006 erstmalig in einem Magazin erwähnten Begriff „Crowdsourcing“ zurück. Das Crowdsourcing ist nicht finanzierungsspezifisch und meint allgemein die Auslagerung („Outsourcing“) von Unternehmensaufgaben an eine größere Menge von Privatpersonen (die „Crowd“) über das Internet. Der Grund für die Auslagerung einzelner Aufgaben an Externe liegt unter anderem in der von Surowiecki in seinem Buch "The Wisdom of Crowds“ angenommenen Schwarmintelligenz. Es geht dabei weniger darum, komplexe und höchst fachspezifische Herausforderungen zu lösen, wofür Unternehmensberatungen ggf. sinnvolle, wenn auch teurere Lösungen, sind. Eines der Hauptargumente für Crowdsourcing ist u.a. die Generierung von Kreativität und Ideenreichtum einer breiten Masse zu Gunsten der Unternehmung. Mittlerweile nutzen viele Unternehmen diese Möglichkeit, das Internet hat diese Entwicklung massiv vorangetrieben.
Aus dieser zunächst themenungebundenen Idee entwickelte sich das Finanzierungskonzept Crowdfunding, die USA gelten als Vorreiter dieses Konzepts und bieten aktuell den größten Markt hierfür. Aus historischer Sicht legten die USA den Grundstein für Crowdfunding bereits 1865, als in Folge der schwierigen Konjunkturlage die Zeitung New York World einen Spendenaufruf zur Finanzierung des Sockels der Freiheitsstatue startete. Zurück in der Neuzeit wurde das Crowdfunding anfänglich größtenteils für kreative und karitative Zwecke, also zur Unterstützung von Künstlern und wohltätiger Projekte, genutzt. Die „Menge“ befindet sich dabei in der Position der Geldgeber und beabsichtigt damit, sich finanziell an oben genannten Projekten zu beteiligen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Crowdinvesting ein, beleuchtet die aktuelle Finanzierungslage für KMU und Start-ups und definiert das Forschungsziel der Arbeit hinsichtlich der notwendigen Regulierung.
2 Grundlagen des Crowdinvestings: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung, die Definition, die Marktstruktur und die Akteure des Crowdinvestings sowie dessen Rolle als alternative Finanzierungsform innerhalb des Unternehmenszyklus.
3 Regulierung des Crowdinvestings: Dieser Abschnitt analysiert detailliert den aktuellen rechtlichen Status quo in Deutschland, vergleicht internationale Regulierungsansätze und diskutiert die gesetzgeberischen Perspektiven für den deutschen Markt.
4 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, bewertet die regulatorischen Entwicklungen wie das geplante Kleinanlegerschutzgesetz und schließt mit einer Einschätzung zur Zukunft des Crowdinvestings.
Crowdinvesting, Crowdfunding, Regulierung, Finanzierung, Start-ups, Kapitalmarkt, Prospektpflicht, Kleinanlegerschutz, Mezzanine-Kapital, Early-Stage-Gap, partiarisches Nachrangdarlehen, Anlegerschutz.
Die Arbeit befasst sich mit der Regulierung des Crowdinvestings. Sie analysiert, wie sich diese junge Finanzierungsform entwickelt hat und ob der aktuelle Rechtsrahmen in Deutschland ausreicht oder angepasst werden muss.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen des Crowdinvestings, die Marktdaten für Deutschland, eine detaillierte Betrachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen und ein internationaler Vergleich mit anderen europäischen Ländern sowie den USA.
Das Hauptziel ist die Klärung der Frage, ob und in welcher Form der deutsche Crowdinvesting-Markt reguliert werden sollte, um Investoren zu schützen, ohne dabei das innovative Marktpotenzial durch Überregulierung auszubremsen.
Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Arbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche, der Auswertung von Marktdaten sowie der Analyse von Gesetzesentwürfen und internationalen Regulierungsansätzen basiert.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung des rechtlichen Status quo in Deutschland (insb. Prospektpflicht und Aufsichtsrecht), gefolgt von einer vergleichenden Analyse europäischer und US-amerikanischer Regulierungsmaßnahmen.
Wichtige Begriffe sind Crowdinvesting, Regulierung, Kapitalmarkt, Anlegerschutz, Prospektpflicht, Frühphasenfinanzierung und Kleinanlegerschutzgesetz (KaSG).
Das Weissenhaus-Projekt wird als untypisches, großvolumiges Investment eingestuft, das durch seine festverzinsliche Komponente und dingliche Besicherung geringere Risiken aufweist als klassische Crowdinvestments in Start-ups.
Der Autor bewertet den Entwurf zum KaSG grundsätzlich positiv, da es Transparenz schafft und Gesetzeslücken schließt, mahnt jedoch an, dass eine Überregulierung vermieden werden sollte, um das Wachstumspotenzial der Branche nicht zu gefährden.
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