Masterarbeit, 2015
184 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
1.1 Zielsetzung der Untersuchung
1.2 Praktischer Nutzen und Innovation
1.3 Forschungsfragen
1.4 Rahmen und Umfang der Untersuchung
1.5 Branchenabgrenzung
1.5.1 Abgrenzung anhand von Produkten
1.5.2 Abgrenzung anhand der Wertschöpfungskette
1.5.3 Statistische Abgrenzung
2 Historische Entwicklung der Volkswirtschaft und der Medizintechnik-Branche seit 2007
2.1 Weltweite Finanzkrise von 2007 bis 2009
2.1.1 US-Immobilienkrise (Subprime-Krise)
2.1.2 Der Fall von Fannie Mae und Freddie Mac
2.1.3 Der Fall von Lehman Brothers
2.1.4 Auswirkungen der Finanzkrise auf die Schweizer Wirtschaft
2.2 EU-Schuldenkrise von 2010 bis 2011
2.2.1 Ursachen der Schuldenkrise
2.2.2 Rettungsmassnahmen
2.3 Entwicklungen in Europa von 2012 bis 2014
2.4 Aktuelle volkswirtschaftliche Situation
2.4.1 Die Schweiz nach der Finanz- und Schuldenkrise
2.4.2 Politische Situation
2.5 Branchensituation von 2007 bis 2008
2.6 Branchensituation von 2009 bis 2010
2.6.1 Vermehrter Druck seitens der Abnehmer ab 2010
2.6.2 Zusammenfassung 2009 bis 2010
2.7 Branchensituation von 2011 bis 2013
2.8 Aktuelle Branchensituation in 2014
2.9 Gegenüberstellung von Volkswirtschaft und Branche
2.9.1 Herausforderungen im Vergleich
2.9.2 Stimmungsindikatoren für die schweizerische Wirtschaft
2.9.3 Konjunkturprognose
3 Kritische Erfolgsfaktoren für Unternehmen
3.1 Kritische Erfolgsfaktoren für KMU
3.2 Humankapital
3.2.1 Aufbau und Pflege von Humankapital durch Bildung
3.2.2 Erschliessung von Humankapital durch Migration
3.2.3 Ausschöpfung von ungenutztem Potenzial an Humankapital
3.2.4 Vereinbarkeit von Familie und Beruf
3.2.5 Einsatz des Humankapitals im Zeichen des Wissenszeitalters
3.2.6 Nutzung der Intelligenz des Kollektivs
3.3 Aktuelle Herausforderungen im Zusammenhang mit der Personenfreizügigkeit
3.3.1 Die Bedeutung der Personenfreizügigkeit für die Wirtschaft
3.3.2 Die Bedeutung der Personenfreizügigkeit für Löhne und Arbeitsplätze
3.3.3 «Masseneinwanderungs-Initiative»
3.4 Herausforderungen für den Werkplatz Schweiz
3.4.1 Wirtschaftliche Volatilität und Frankenstärke
3.4.2 Neue Wachstumsmärkte
3.4.3 Globaler Wettbewerb und zunehmender Innovationsdruck
3.4.4 Ressourcen-Knappheit (Talent) und –Verteuerung (Energie)
4 Forschungsmethodologie
4.1 Primärdaten
4.2 Befragte Personen und Qualität der Daten
4.3 Sekundärdaten
4.4 Qualitative Datenerhebung / Befragungen
4.4.1 Inhaltliche Vorbereitung
4.4.2 Organisatorische Vorbereitung
4.4.3 Gesprächsbeginn, Durchführung und Aufzeichnung des Interviews
4.4.4 Gesprächsende und Verabschiedung
4.5 Qualitative Inhaltsanalyse
4.5.1 Praktische Anwendung
4.6 Datenschutz
4.7 Rechtliche Themen
5 Datenanalyse und Interpretation
5.1 Branche
5.1.1 Wachstum
5.1.2 Zukunftsperspektiven
5.1.3 Einflussfaktoren
5.2 Marketing Cluster
5.2.1 Produktentwicklung
5.2.2 Differenzierung
5.2.3 Absatzmärkte
5.2.4 Profitabilität
5.3 Organisation des Unternehmens
5.3.1 Merger & Acquisitions
5.3.2 Aufbauorganisation und Strategie
5.3.3 Humankapital
5.3.4 Produktion
5.4 Produktionsstandort Schweiz
5.4.1 Beurteilung des volkswirtschaftlichen Beitrages der Branche
5.4.2 Einschätzungen zu politischen Rahmenbedingungen
5.4.3 Branchenvertretung und Lobbying
5.4.4 Überlegungen zu den Absatzmärkten
5.4.5 Darlegungen zur Wichtigkeit von Netzwerken
5.4.6 Aussagen zur Strategie der Unternehmen
5.4.7 Aussagen zu wirtschaftlichen Faktoren
5.4.8 Aussagen zum Produktionsfaktor Humankapital
5.4.9 Zulieferer
5.4.10 Beurteilung der Wichtigkeit von Swissness
6 Diskussion der Hypothesen und Ableitungen für weitere Forschung
6.1 Reflexion der Aha-Erlebnisse
6.2 Formulierung der Hypothesen und deren Diskussion
6.3 Beantwortung und Diskussion der ersten Forschungsfrage
6.3.1 Grundlagenforschung
6.3.2 Forschung & Entwicklung
6.3.3 Komponenten / Zulieferer
6.3.4 Fertigung
6.3.5 Inverkehrbringung
6.3.6 Handel, Vertrieb, Marketing
6.3.7 Nutzung
6.3.8 Service
6.3.9 Produktebeobachtung
6.4 Beantwortung und Diskussion der zweiten Forschungsfrage
6.5 Beantwortung und Diskussion der dritten Forschungsfrage
6.6 Abschliessende Zusammenfassung und SWOT-Matrix
6.7 Anregungen zu weiterführender Forschung
Diese Arbeit analysiert die Zukunftsperspektiven der Schweizer Medizintechnik-Branche unter Berücksichtigung der politisch-wirtschaftlichen Entwicklungen seit 2007 und erarbeitet Strategien für den Standort Schweiz angesichts zunehmender globaler Konkurrenz und regulatorischer Herausforderungen.
1 Einführung
Noch in den Jahren 2008 bis 2010 und bis dahin ungeachtet der weltweit vorherrschenden Finanz- und Wirtschaftskrise, die seit 2007 zu dramatischen Einbrüchen in der weltweiten Realwirtschaft geführt hatte (Kamp, 2009), berichteten Industrievertreter, Branchenverbände und die Politik einvernehmlich über den äussert guten Zustand der produzierenden Medizintechnik-Industrie in der Schweiz und prognostizierten überdurchschnittliche Wachstumsraten für diesen Industriezweig (Mettler, 2008). Über die Hälfte des Umsatzes generieren die Unternehmen mit Produkten, die kürzer als vier Jahre auf dem Markt sind (Medtech Switzerland, 2012). Dies unterstreicht die Wichtigkeit des Zugangs zu Forschung, Entwicklung und zur Verfügung stehenden Produktionskapazitäten.
Bereits seit dem Jahr 2011 mehrten sich jedoch die Meldungen aus den oben aufgeführten Kreisen über starke Einbrüche bei der Profitabilität, erhebliche Herausforderungen für die gesamte Branche (Biedermann, 2013) und die drohende Abwanderung von Teilen der Wertschöpfungskette aus der Schweiz (Medical Cluster, 2012). Dies stellte einen grossen Teil der bisherigen Annahmen in Frage und mündete in einem branchenweiten Change-Prozess, dessen Ursachen und Auswirkungen bisher weitestgehend nicht wissenschaftlich untersucht wurden.
1 Einführung: Hinführung zum Thema, Darstellung der Ausgangslage nach der Finanzkrise und Definition des Forschungsziels sowie des praktischen Nutzens der Arbeit.
2 Historische Entwicklung der Volkswirtschaft und der Medizintechnik-Branche seit 2007: Analyse der makroökonomischen Einflüsse von der Finanzkrise 2007 bis hin zur aktuellen Lage unter Berücksichtigung spezifischer Branchensituationen.
3 Kritische Erfolgsfaktoren für Unternehmen: Untersuchung der internen und externen Faktoren wie Humankapital, Personenfreizügigkeit und Ressourcenknappheit, die den Unternehmenserfolg massgeblich bestimmen.
4 Forschungsmethodologie: Detaillierte Beschreibung des empirischen Vorgehens, insbesondere der qualitativen Experteninterviews mit Branchen- und Investorenvertretern.
5 Datenanalyse und Interpretation: Zusammenführung und inhaltliche Auswertung der Befragungsergebnisse, gegliedert in Themenbereiche wie Marketing, Organisation, Produktion und Standortfaktoren.
6 Diskussion der Hypothesen und Ableitungen für weitere Forschung: Synthese der Ergebnisse, Reflexion der Aha-Erlebnisse und Ableitung von Handlungsempfehlungen inklusive einer SWOT-Matrix.
Schweizer Medizintechnik, Standort Schweiz, Wertschöpfungskette, Finanzkrise, Humankapital, Personenfreizügigkeit, Innovation, KMU, Strategie, Produktion, Medtech, Investoren, Forschung und Entwicklung, Globalisierung, SWOT-Matrix.
Die Arbeit untersucht die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten der Schweizer Medizintechnik-Branche in einem anspruchsvollen wirtschaftspolitischen Umfeld.
Die Untersuchung beleuchtet die Auswirkungen globaler Finanzkrisen, die Rolle des Standorts Schweiz, die Bedeutung des Humankapitals und die Herausforderungen der Personenfreizügigkeit.
Die Autoren fragen unter anderem nach den besten Zukunftsperspektiven innerhalb der Wertschöpfungskette und den notwendigen Massnahmen, um das Vertrauen der Investoren trotz eines starken Schweizer Frankens zu sichern.
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf einer Auswertung von Sekundärliteratur sowie semi-strukturierten Interviews mit Experten aus der Branche und von Investorenseite basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der historischen ökonomischen Entwicklung, die Identifikation kritischer Erfolgsfaktoren für Unternehmen sowie die detaillierte Auswertung und Interpretation der geführten Interviews.
Die Arbeit wird massgeblich durch Begriffe wie Medizintechnik, Standortvorteile, Innovationskraft, Humankapitalmanagement und globale Marktstrategien definiert.
Das Label wird als wichtiges Gütesiegel für Exklusivität und Qualität eingestuft, wobei gewarnt wird, dass es nicht alleinige Innovationskraft ersetzen darf.
Die Arbeit stellt fest, dass eine Teilverlagerung zur Kostenoptimierung zwar stattfindet, komplexe und wissensintensive Prozesse jedoch idealerweise am Standort Schweiz verbleiben sollten.
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