Masterarbeit, 2014
87 Seiten
1 Einführung
1.1 Einleitung
1.2 Problemstellung und Gang der Untersuchung
2 Grundlagen der Verrechnungspreise
2.1 Definitionen und Arten von Verrechnungspreisen
2.2 Zweck und Risiken steuerlicher Verrechnungspreise
3 Anzuwendende Vorschriften und aktuelle Entwicklungen
3.1 Nationale Vorschriften
3.1.1 Außensteuergesetz
3.1.2 Weitere Korrekturnormen
3.2 OECD-Richtlinien
3.2.1 Verrechnungspreisleitlinien
3.2.2 BEPS und BEPS-Aktionsplanung
3.3 Fremdvergleichsgrundsatz
3.3.1 Direkter Fremdvergleich (§ 1 Abs. 3 S. 1 AStG)
3.3.2 Indirekter Fremdvergleich (§ 1 Abs. 3 S. 2–4 AStG)
3.3.3 Hypothetischer Fremdvergleich (§ 1 Abs. 3 S. 5–12 AStG)
3.3.4 OECD-Vergleichbarkeitsanalyse
4 Konstruktionsmerkmale steuerrechtlicher Verrechnungspreise
4.1 Funktions- und Risikoanalyse als Ausgangspunkt
4.1.1 Identifikation der jeweiligen Transaktion
4.1.2 Funktionsanalyse
4.1.2.1 Forschung und Entwicklung
4.1.2.2 Produktion
4.1.2.3 Vertrieb
4.1.3 Risikoanalyse
4.1.4 Unternehmenscharakterisierung
4.1.4.1 Routineunternehmen
4.1.4.2 Mittelunternehmen
4.1.4.3 Strategieträger
4.2 Verrechnungspreismethoden
4.2.1 Standardmethoden
4.2.1.1 Preisvergleichsmethode
4.2.1.2 Wiederverkaufspreismethode
4.2.1.3 Kostenaufschlagsmethode
4.2.2 Gewinnmethoden
4.2.2.1 Transaktionsbezogene Nettomargenmethode
4.2.2.2 Geschäftsfallbezogene Gewinnaufteilungsmethode
4.2.3 Andere Methoden
4.2.4 Würdigung
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, eine fundierte Ausarbeitung der wesentlichen aktuellen Gesetze und OECD-Verrechnungspreisleitlinien zu erstellen, um für Unternehmen eine Entscheidungshilfe bei der korrekten Bildung steuerlicher Verrechnungspreise zu bieten. Dabei wird der Schwerpunkt auf die funktionale Analyse und die daraus abgeleitete Methodenwahl gelegt.
1.1 Einleitung
Verrechnungspreise sind in der heutigen, globalisierten Welt nahezu nicht mehr wegzudenken. In der einschlägigen Literatur schätzt man, dass zwischen 60 und 70 Prozent des Welthandels zwischen international verbundenen Unternehmen stattfindet.
Obgleich Verrechnungspreise sowohl eine betriebswirtschaftliche als auch steuerliche Funktion wahrnehmen, liest man im Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Verrechnungspreisen im Wesentlichen über die steuerliche Relevanz. Das kommt nicht von ungefähr: So lassen sich durch geschickte Steuergestaltungen auf legalem Weg Abgaben sparen und die Konzernsteuerquote optimieren. Ermöglicht wird dies insbesondere durch die Verortung in der Schnittstelle zwischen unterschiedlichen nationalen Steuergesetzen, fehlenden klaren Ermittlungsvorschriften und der Schwierigkeit der Wertbestimmung vorwiegend immaterieller Wirtschaftsgüter. Das macht eine Regulierung einerseits diffizil und trägt andererseits zu einer gesteigerten Dynamik und Regulierungsdichte der Gesetz- und Richtliniengebung bei.
Gleichzeitig stellt die korrekte Ermittlung und Dokumentation steuerlicher Verrechnungspreise eine große Herausforderung für Unternehmen dar, zumal andernfalls schwerwiegende Sanktionen drohen. Das Themengebiet der steuerlichen Verrechnungspreise ist demzufolge von oberster Priorität, nicht zuletzt weil sich die rechtlichen Anforderungen und Dokumentationsvorschriften insbesondere auch durch die Leitlinien der Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD) stetig weiterentwickeln.
1 Einführung: Dieses Kapitel liefert eine Einführung in die Problematik und Relevanz von Verrechnungspreisen in einer globalisierten Wirtschaft sowie den Aufbau der Untersuchung.
2 Grundlagen der Verrechnungspreise: Hier werden Definitionen sowie der steuerliche Zweck und die mit der Verrechnungspreisgestaltung verbundenen Risiken für Unternehmen erörtert.
3 Anzuwendende Vorschriften und aktuelle Entwicklungen: Das Kapitel bietet einen Überblick über nationale Gesetze, OECD-Richtlinien und den zentralen Fremdvergleichsgrundsatz als Basis der Preisfindung.
4 Konstruktionsmerkmale steuerrechtlicher Verrechnungspreise: Dieser Hauptteil behandelt die operative Durchführung der Funktions- und Risikoanalyse sowie die detaillierte Anwendung der verschiedenen Verrechnungspreismethoden.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen regulatorischen Herausforderungen.
Verrechnungspreise, Außensteuergesetz, Fremdvergleichsgrundsatz, OECD-Richtlinien, BEPS, Funktionsanalyse, Risikoanalyse, Verrechnungspreismethode, Steuergestaltung, Tax Compliance, Gewinnaufteilungsmethode, Nettomargenmethode, Preisvergleichsmethode, Kostenaufschlagsmethode, Wiederverkaufspreismethode
Die Arbeit befasst sich mit den steuerrechtlichen Rahmenbedingungen und Konstruktionsmerkmalen von Verrechnungspreisen bei grenzüberschreitenden Transaktionen zwischen verbundenen Unternehmen.
Zentrale Themen sind die regulatorischen Vorgaben (AStG, OECD-Leitlinien), die Funktions- und Risikoanalyse als Basis für die Preisfindung sowie die praktische Anwendbarkeit verschiedener Verrechnungspreismethoden.
Ziel der Arbeit ist es, eine kompakte und aufschlussreiche Darstellung des aktuellen Stands der steuerrechtlichen Anforderungen zu liefern, die als praktische Entscheidungshilfe für die korrekte Bildung von Verrechnungspreisen dient.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literatur- und Rechtsanalyse sowie die systematische Aufbereitung von OECD-Richtlinien und nationalen Gesetzesvorgaben für die praktische Anwendung.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der praktischen Umsetzung: von der Identifikation der Transaktion über die detaillierte Funktions- und Risikoanalyse bis hin zur methodischen Herleitung angemessener Verrechnungspreise.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Verrechnungspreise, AStG, Fremdvergleichsgrundsatz, BEPS, Funktionsanalyse, Risikoanalyse, Verrechnungspreismethoden und Tax Compliance.
Die Risikoanalyse ist essenziell, da sie aufzeigt, ob eine Gesellschaft lediglich Routineaufgaben wahrnimmt oder als strategischer Entscheidungsträger fungiert, was die Wahl der geeigneten Verrechnungspreismethode maßgeblich beeinflusst.
Standardmethoden (wie Preisvergleich) orientieren sich an direkten Vergleichswerten, während Gewinnmethoden (wie TNMM oder Profit Split) auf die Aufteilung von erzielten Ergebnissen basieren, wenn direkte Marktvergleiche schwierig sind.
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