Masterarbeit, 2015
68 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Corporate Social Responsibility (CSR) und Facility Management (FM)
2 Grundlagen
2.1 Grundlagen CSR
2.2 Grundlagen FM
3 FM-relevante Unterstützungsbedarfe im Rahmen der CSR-Strategie von Unternehmen ermitteln
3.1 Definition von CSR-Aufgaben
3.2 Klassifikation von FM-Leistungen
3.3 Ermittlung von CSR-unterstützenden FM-Leistungen (CSR-Support)
4 CSR-Support von FM-Dienstleistern am Beispiel der GRI-Leitlinien zur Nachhaltigkeitsberichterstattung
4.1 Allgemeine Standardangaben
4.2 Spezifische Standardangaben
4.2.1 Kategorie: Wirtschaftlich
4.2.2 Kategorie: Ökologisch
4.2.3 Kategorie: Gesellschaftlich
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Facility-Management-Dienstleistungen, Organisationen bei der Umsetzung ihrer Corporate Social Responsibility (CSR)-Strategien effektiv zu unterstützen, indem sie typologische FM-Leistungen entwickelt, die als CSR-Support dienen können.
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
Im Jahr 2013 trat die internationale Bekleidungsbranche negativ in den Fokus der Öffentlichkeit: In der Stadt Sabhar in Bangladesch stürzte am 24.04.2013 ein mehrgeschossiges Fabrikgebäude ein. 1.127 Menschen wurden getötet und 2.438 verletzt. Gründe hierfür waren die illegale Gebäudeerrichtung, die Nutzung des Gebäudes ohne Einbezug der statischen Anforderungen, mangelnder Brandschutz, mangelnde Arbeitssicherheit und allgemeine Verletzung der Menschenrechte. (Bundesrat, 2013) Populäre Unternehmen wie Adler Modemärkte, Benetton, C&A, Kids Fashion Group, Mango, die in diesem Gebäude produzieren ließen, sahen sich daraufhin der Kritik ausgesetzt, die soziale Verantwortung in der eigenen Unternehmung missachtet zu haben. (Kampagne für saubere Kleidung, 2014) Über die Grenzen des eigenen Unternehmensstandorts hinaus wird als Reaktion auf diese tragischen Ereignisse u.a. gefordert, dass alle mit der Unternehmung verknüpften Geschäftsprozesse in der Wahrnehmung der sozialen Verantwortung eingeschlossen sein sollen. So auch das Ziel des Bündnis für nachhaltige Textilien, mit der „wirksam die Nachhaltigkeit entlang der gesamten Lieferkette…“ verbessert werden soll. (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, 2014)
Seit einigen Jahren schon ist damit die politische, aber auch die betriebliche Agenda von mittleren und großen Unternehmen von der Forderung gesellschaftlicher Akteure geprägt, dass die Wirtschaft ihren Teil der sozialen Verantwortung tragen muss. Auch in der Rechtsprechung „zeichnet sich indes bereits jetzt eine Tendenz ab, über eine Erweiterung von menschenrechtsbezogenen Sorgfaltspflichten von (Mutter-)Unternehmen die extraterritoriale Reichweite nationaler Gerichte auszudehnen und eine Verantwortung europäischer Unternehmen für riskantes Verhalten rechtlich selbstständiger Dritter- Tochterunterunternehmen wie auch Zulieferer oder Lieferkettenunternehmen- zu begründen.“ (Spießhöfer, 2014)
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, beleuchtet die Relevanz gesellschaftlicher Verantwortung anhand aktueller Beispiele und leitet die Forschungsfrage zur Unterstützungsleistung des Facility Managements ab.
2 Grundlagen: Hier werden die theoretischen Fundamente von CSR und Facility Management erarbeitet sowie der aktuelle Stand der Forschung und Begriffsdefinitionen dargelegt.
3 FM-relevante Unterstützungsbedarfe im Rahmen der CSR-Strategie von Unternehmen ermitteln: Dieses Kapitel definiert CSR-Aufgaben und klassifiziert FM-Leistungen, um die Schnittstellen für einen gezielten CSR-Support zu identifizieren.
4 CSR-Support von FM-Dienstleistern am Beispiel der GRI-Leitlinien zur Nachhaltigkeitsberichterstattung: In diesem Hauptteil wird beispielhaft untersucht, wie FM-Dienstleister konkrete GRI-Indikatoren in den Bereichen Wirtschaft, Ökologie und Gesellschaft unterstützen können.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Dieses Kapitel resümiert die Ergebnisse der Arbeit und zeigt Potenziale für zukünftige Entwicklungen im Bereich des FM-gestützten CSR auf.
Corporate Social Responsibility, Facility Management, Nachhaltigkeitsberichterstattung, GRI-Leitlinien, CSR-Support, Facility Services, Unternehmensverantwortung, Lieferkette, Umweltmanagement, Arbeitspraktiken, Stakeholder, Nachhaltige Entwicklung, Gebäudezertifizierung, Prozessmanagement, CSR-Strategie.
Die Arbeit untersucht, wie Facility-Management-Leistungen gezielt eingesetzt werden können, um Unternehmen bei der Umsetzung und Berichterstattung ihrer CSR-Strategien zu unterstützen.
Zentrale Felder sind die Verknüpfung von operativen FM-Prozessen mit Nachhaltigkeitsstandards, die Einbindung von Lieferanten sowie die ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Verantwortungsübernahme durch Facility Services.
Das Ziel ist die Entwicklung eines Konzepts, wie FM-Dienstleister als „CSR-Support“ agieren können, um die Nachhaltigkeitsberichterstattung ihrer Auftraggeber proaktiv zu fördern.
Die Arbeit nutzt eine deduktive Herleitung durch Literaturanalyse sowie eine systematische Verknüpfung von FM-Prozessbeschreibungen (DIN EN 15221) mit den Anforderungen der GRI-Leitlinien (Version G4).
Der Hauptteil analysiert konkrete GRI-Indikatoren (allgemein und spezifisch) und leitet daraus beispielhaft ab, welche Unterstützung Facility Manager bei Prozessen wie Energiemanagement oder Arbeitspraktiken leisten können.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie CSR, Facility Management, GRI-Leitlinien, Nachhaltigkeitsberichterstattung und CSR-Support charakterisiert.
Die Norm dient als theoretisches Modell zur Strukturierung der Facility-Management-Prozesse, um ein einheitliches Verständnis über die operativen Ebenen (strategisch, taktisch, operativ) zu gewährleisten.
Das CSR-Leitbild ist eine interne Interpretation der Verantwortung durch das FM-Unternehmen, während der CSR-Support eine externe Dienstleistung darstellt, die spezifische Managementsysteme des Auftraggebers unterstützt.
Die GRI-Leitlinien gelten international als Standard für die Nachhaltigkeitsberichterstattung und bieten durch ihre detaillierten Indikatoren eine strukturierte Vorlage, um den Beitrag einzelner Dienstleister (wie FM) messbar zu machen.
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