Masterarbeit, 2014
103 Seiten, Note: 1,3
1. Abschnitt: Umnutzung von Bestandsimmobilien
A. Vorgehensweise in der Projektentwicklung
I. Phasenmodell in der Projektentwicklung
a) Phase 1: Projektinitiierung
b) Phase 2: Projektkonzeption
c) Phase 3: Projektkonkretisierung
d) Phase 4: Projektmanagement
e) Phase 5: Projektvermarktung
II. Analysemethoden in der Immobilienprojektentwicklung
a) Standort- und Marktanalyse (STOMA)
b) Wettbewerbsanalyse
c) Nutzungskonzeptanalyse
d) Risikoanalyse
e) Wirtschaftlichkeits- und Renditeanalyse
B. Umnutzungen im Bestand
I. Historische und aktuelle Dynamik bei der Umnutzung im Bestand
II. Bedeutung von Umnutzungen im Bestand
III. Motive für Umnutzungen
a) Leerstehende Substanz
b) Wirtschaftlichkeit
c) Ökologische Gründe
d) Architektonische Herausforderung
e) Revitalisierung der Innenstädte
f) Zeugniswert
C. Umnutzung historischer Industriearchitektur
I. Geschichtlicher Hintergrund der Sächsischen Industrie
II. Historische Betrachtung der Textilindustrie in Sachsen
III. Die Anfänge der Industriearchitektur in Sachsen
a) Die Entwicklung der Industriearchitektur im Textilbereich
1. „Palasttyp“ (ca. 1800 bis 1840)
2. „Zweckbau“ (ca. 1835 bis 1865)
3. „Großfabrik“ (ca. 1865 bis 1900)
b) Umnutzungseigenschaften von historischen Fabrikanlagen
2. Abschnitt: Analyse umgenutzter Bestandsimmobilien
A. Selektion der Analyseobjekte
B. Analyse der fünf Untersuchungsobjekte
I. Industriestandort Leipzig
a) Sächsische Wollgarnfabrik Tittel & Krüger AG in Leipzig
1. Historische Entwicklung der Sächsischen Wollgarnfabrik
2. Baukonstruktion der Sächsischen Wollgarnfabrik
3. Nachnutzungskonzept der ehem. Wollgarnfabrik Tittel & Krüger
4. Qualitative Bewertung der Nutzungsstrategie “Buntgarnwerke“
b) Leipziger Baumwollspinnerei
1. Historische Entwicklung der Leipziger Baumwollspinnerei
2. Baukonstruktion der Leipziger Baumwollspinnerei
3. Nachnutzungskonzept der ehem. Leipziger Baumwollspinnerei
4. Qualitative Bewertung der Nutzungsstrategie “Kunstfabrik“
II. Industriestandort Region Chemnitz
a) Baumwollspinnerei Clauß in Flöha
1. Historische Entwicklung der Baumwollspinnerei Clauß
2. Baukonstruktion der Baumwollspinnerei Clauß
3. Nutzungskonzept der ehem. Baumwollspinnerei Clauß
4. Qualitative Bewertung der Nutzungsstrategie “Alte Baumwolle“
b) Tuchfabrik der Gebrüder Pfau in Crimmitschau
1. Historische Entwicklung der Tuchfabrik Gebr. Pfau
2. Baukonstruktion der Tuchfabrik Gebr. Pfau
3. Nutzungskonzept der ehem. Tuchfabrik Gebr. Pfau
4. Qualitative Bewertung der Nutzungsstrategie “Textilmuseum“
c) Sächsische Webstuhlfabrik Schönherr & Seidel in Chemnitz
1. Historische Entwicklung der Sächsischen Webstuhlfabrik
2. Umbauten und Baukonstruktion der Sächsischen Webstuhlfabrik
3. Nutzungskonzept der ehem. Webstuhlfabrik Schönherr & Seidel
4. Qualitative Bewertung der Nutzungsstrategie “Schönherr Fabrik“
C. Identifikation der Erfolgsfaktoren von Umnutzungskonzepten
I. Generelle Objektstrategien für Bestandsimmobilien
II. Erfolgsfaktoren von Nachnutzungsstrategien
a) Standortmerkmale
b) Objekteigenschaften
c) Projektentwicklungsprozess
1. Qualität der Projektidee
2. Nutzerorientierte Planung
3. Marktpositionierung
4. Realisierungszeitpunkt
5. Optimierung
6. Kommunikationspolitik
7. Zusammenarbeit mit Behörden
III. Bewertung der identifizierten Erfolgsfaktoren
3. Abschnitt: Anwendung identifizierter Faktoren auf Fallbeispiel
A. Historie des Untersuchungsobjekts Evans Fabrik
B. Eigenschaften des Untersuchungsobjekts Evans Fabrik
C. Problematik des Untersuchungsobjekts Evans Fabrik
D. Qualitative Bewertung des Umnutzungspotentials
E. Auswirkung auf die Umnutzung durch fiktiven Standortwechsel
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die zentralen Erfolgsfaktoren bei der Umnutzung historischer Industrieimmobilien, insbesondere mit Fokus auf den Bestand der Sächsischen Textilbranche. Ziel ist es, Eigentümern und Projektentwicklern einen Leitfaden zur erfolgreichen Konzeptfindung und Realisierung zu bieten, der dazu beiträgt, den Erhalt dieser Baudenkmale ökonomisch und nachhaltig zu sichern.
Die Entwicklung der Industriearchitektur im Textilbereich
Da die Textilbranche als Leitindustrie der Industriellen Revolution in Europa gilt, ist es nicht verwunderlich, dass die ersten Industriebauten, die der neuen Kategorie Fabrik entsprachen, Spinnereien waren. Die erste, nach dem englischen Vorbild erbaute Fabrik in Deutschland entstand 1783 in Ratingen. Die sogenannte „Cromford“ wurde durch Johann Gottfried Brügelmann in Auftrag gegeben und gilt noch heute als die erste „mechanische Baumwollspinnerei des Kontinents“. Die ab 1799 erstmals erbauten mechanisierten Spinnereien in Sachsen hatten mit dieser jedoch keinerlei Ähnlichkeit. Sie entstanden, angelehnt an traditionelle Bauweisen, in Wolkenburg an der Mulde durch Graf Detlev von Einsiedel, in Chemnitz durch Wöhler & Lange und in Harthau durch die Gebrüder Bernhardt.
Mit der Entwicklung der Gesellschaft hin zum vorwärtsdrängenden industriellen Bürgertum veränderte sich das gesellschaftliche Geltungsbedürfnis. Das Streben, wirtschaftliche Erfolge und den Rang des Unternehmens in den Fassaden der Fabriken zu verdeutlichen, nahm an Bedeutung zu. Aus dieser Bewegung heraus entstanden während der Kontinentalsperre einige repräsentative Industriebauten des Klassizismus, die bisweilen zugunsten der äußeren Erscheinung die Logik der Inneneinteilung vernachlässigten (Abbildung 2). Der kostenaufwendige und palastähnliche Bautyp wurde hauptsächlich durch die Baumeister und Architekten Johann Traugott Lohse und Christian Friedrich Uhlig sowie ihren Partner Evan Evans geprägt.
1. Abschnitt: Umnutzung von Bestandsimmobilien: Dieses Kapitel führt in die Grundlagen der Projektentwicklung von Bestandsimmobilien ein, erläutert die verschiedenen Phasen sowie Analysemethoden und beleuchtet die historische Entwicklung der Industriearchitektur sowie die spezifischen Motive für Umnutzungen.
2. Abschnitt: Analyse umgenutzter Bestandsimmobilien: Hier erfolgt eine detaillierte Untersuchung von fünf Fallbeispielen der Sächsischen Textilindustrie, um die spezifischen Erfolgsfaktoren für deren erfolgreiche Umnutzung und Revitalisierung zu identifizieren und zu bewerten.
3. Abschnitt: Anwendung identifizierter Faktoren auf Fallbeispiel: Dieses abschließende Kapitel überträgt die erarbeiteten Erfolgsfaktoren auf ein fiktives Fallbeispiel (Evans Fabrik), um die Risiken und Potenziale bei schwierigen Ausgangslagen zu verdeutlichen und die Anwendung des entwickelten Ablaufschemas zu illustrieren.
Immobilienprojektentwicklung, Umnutzung, Industriedenkmal, Textilindustrie, Sachsen, Standortanalyse, Projektkonzeption, Bausubstanz, Revitalisierung, Erfolgsfaktoren, Denkmalschutz, industrielle Revolution, Bestandsimmobilien, Stadtentwicklung.
Die Arbeit untersucht, welche Faktoren entscheidend für den Erfolg von Umnutzungskonzepten bei historischen Industrieimmobilien der Sächsischen Textilbranche sind.
Die Arbeit umfasst die Immobilien-Projektentwicklung im Bestand, die Geschichte der Industriearchitektur, die Analyse von Fallbeispielen sowie die Identifikation kritischer Erfolgsfaktoren.
Das Ziel ist es, Eigentümern und Projektentwicklern aufzuzeigen, welche Kriterien eine Umnutzung erfolgsversprechend machen, um den Erhalt bedeutender Baudenkmale nachhaltig zu fördern.
Es erfolgt eine Kombination aus Literaturrecherche, Analyse von Fallbeispielen sowie Experteninterviews mit den Verantwortlichen der untersuchten Projekte.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse der Projektentwicklung, eine detaillierte Fallstudienanalyse von fünf Industriestandorten und die anschließende Anwendung dieser Erkenntnisse auf ein fiktives Fallbeispiel.
Wichtige Begriffe sind Immobilienprojektentwicklung, Revitalisierung, Industriearchitektur, Standortanalyse und Erfolgsfaktoren.
Sachsen war ein historischer Kernstandort der Textilindustrie mit einer hohen Dichte an beeindruckender Industriearchitektur, die heute ein großes Potenzial, aber auch spezifische Herausforderungen für die Nachnutzung bietet.
Das Ablaufschema dient als praktisches Hilfsmittel für Entscheidungsträger, um systematisch zu prüfen, ob eine Umnutzung auf Basis der Standort- und Marktanalyse sowie der Bausubstanz realisierbar ist oder ob andere Strategien wie Rückbau oder ökologische Nutzung gewählt werden sollten.
Der Erfolg wurde nicht rein ökonomisch an der Rendite bemessen, sondern auch anhand von Kriterien wie dem Erhalt des kulturellen Zeugniswertes, der Belebung des Standorts und der langfristigen Integration in das Stadtgefüge.
Die Evans Fabrik dient als Negativ-Fallbeispiel, um aufzuzeigen, wie eine ungünstige Ausgangslage und unzureichende Erfolgsfaktoren eine Umnutzung erschweren oder unmöglich machen können.
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