Bachelorarbeit, 2015
55 Seiten, Note: 1,5
A Einleitung
1. Einführung in die Thematik und politische Relevanz
2. Zielsetzung der Arbeit
3. Herangehensweise und wissenschaftliche Einordnung
B Hauptteil
4. Theoretische Grundlagen
Definition wichtiger Begriffe
(Neo-)Realismus
Konstruktivismus
5. Hypothesen
Ölliefer-Beziehungen als Basis von Interessenpolitik
Ideologische Konfrontation zwischen Venezuela und den USA
6. Ideologie und Interessen: Widerspruch oder zwei Seiten derselben Medaille?
1999-2004: strategisch-ökonomische Interessen im Fokus
2005-2014: US-amerikanische Selbstversorgung und Wandel der Öl-ökonomischen Beziehungen zu Venezuela
C Schlussteil
7. Resümee
Forschungsergebnisse
Kritische Würdigung des Forschungskonzepts
8. Zur Zukunft der Ölliefer-Beziehungen zwischen Venezuela und den USA
D Zusätzliches
9. Abkürzungsverzeichnis
10. Vermerke
11. Literaturverzeichnis
Die Arbeit analysiert den Wandel in den Öl-ökonomischen Beziehungen zwischen Venezuela und den USA seit der ersten Amtszeit von Hugo Chávez. Dabei wird untersucht, ob primär ökonomische Interessen oder ideologische Faktoren die Neuausrichtung des bilateralen Verhältnisses maßgeblich erklären können.
Definition wichtiger Begriffe
Um die theoretischen Implikationen verstehen und anwenden zu können, müssen zunächst Definitionen für die Analyse des Falls zentralen Begriffe vorgenommen werden. Hierbei geht es nicht um die Ermittlung der vermeintlich einzigen Wahrheit und schon gar nicht um die vollständige Erfassung eines sprachlichen Ausdrucks, sondern um die korrekte Verwendung, die innerhalb der „scientific community“ gebräuchlich ist. Nur so können die Theorien und die daraus entwickelten Hypothesen im gegebenen Rahmen intersubjektiv nachvollziehbar aufbereitet werden.
Der wohl wichtigste politikwissenschaftliche Begriff ist der der Macht. Nach dem US-amerikanischen Politologen Joseph S. Nye ist Macht „die Fähigkeit, die Resultate herbeizuführen, die man haben möchte, und dabei, falls notwendig, das Verhalten anderer entsprechend zu ändern.“ (nach Nye 2003, S.24).
Dieser eher abstrakte Machtbegriff wird von Nye in die zwei Kategorien hard power und soft power unterteilt. Mit hard power ist die Möglichkeit der zwanghaften Durchsetzung eigener Interessen auf Basis des Einsatzes quantitativer Ressourcen gemeint. Hierunter subsumiert Nye militärische und wirtschaftliche Macht (vgl. Nye 2003, S.29). Hard power ist als unterstützendes Konzept vor allem für die Überprüfung der realistischen Hypothese relevant. Auf der anderen Seite ist mit soft power die Anziehungskraft von Kultur, Ideologie und systemischen Faktoren gemeint. Ein Staat kann demnach seine außenpolitischen Zielsetzungen auch dadurch erreichen, dass seine Werte und Institutionen attraktiv auf andere wirken (nach Nye 2003, S.30). Ist dies der Fall, kann die Agenda des mit soft power ausgestatteten Staates die Präferenzen des Nachahmers formen. Ist jedoch das Gegenteil der Fall, und ein staatliches oder gar universalistisches Wertesystem wirkt auf andere Akteure abstoßend, kann es zu einer Herausbildung eines Gegenentwurfs kommen.
A Einleitung: Dieses Kapitel stellt das Thema der Öl-Beziehungen zwischen Venezuela und den USA vor, benennt die Zielsetzung der Arbeit und erläutert die methodische Herangehensweise.
B Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Hypothesenbildung und die historische Analyse der Beziehungen in zwei Phasen, wobei ökonomische Interessen und ideologische Faktoren im Zentrum stehen.
C Schlussteil: Das Resümee fasst die Forschungsergebnisse zusammen, unterzieht das Forschungskonzept einer kritischen Würdigung und wirft einen Blick auf die Zukunft der bilateralen Beziehungen.
D Zusätzliches: Dieser Abschnitt enthält formale Bestandteile wie das Abkürzungsverzeichnis, Anmerkungen und das Literaturverzeichnis.
Venezuela, USA, Öl-Beziehungen, Machtpolitik, Realismus, Konstruktivismus, Interessenpolitik, Ideologie, Außenpolitik, Energiesicherheit, Schiefer-Revolution, Hugo Chávez, OPEC, Internationale Beziehungen, Ökonomie
Die Arbeit untersucht das sich wandelnde Verhältnis zwischen Venezuela und den USA mit einem spezifischen Fokus auf die Öl-Beziehungen und die Rolle von Ideologie versus Interessen.
Die Arbeit verknüpft internationale Politik, Energiepolitik und theoretische Ansätze der Politikwissenschaft, um die Spannungen zwischen einem Öl-Produzenten und einem Öl-Konsumenten zu erklären.
Ziel ist es zu klären, welcher Faktor – Ideologie oder ökonomisches Interesse – die Neuausrichtung der bilateralen Ölliefer-Beziehungen zwischen Venezuela und den USA im Analysezeitraum erklären kann.
Es handelt sich um eine Sekundäranalyse, die quantitative Daten, offizielle Dokumente und wissenschaftliche Studien mittels des theoretischen Rahmens von Realismus und Konstruktivismus interpretiert.
Der Hauptteil liefert die theoretische Einbettung, formuliert zwei Arbeitshypothesen und analysiert die historische Entwicklung der Beziehungen in zwei Zeitabschnitten (1999-2004 und 2005-2014).
Zentrale Begriffe sind neben den Ländernamen vor allem Ölliefer-Beziehungen, Machtpolitik, Realismus, Konstruktivismus, Interessenpolitik und Ideologie.
Der Wandel wird maßgeblich durch die US-amerikanische „Schiefer-Revolution“ und die daraus resultierende Veränderung der gegenseitigen Wahrnehmungen und Identitäten (von einer „lockeanischen“ zu einer „hobbesianischen“ Kultur der Anarchie) erklärt.
Sie fungiert als wichtige Variable, die auf US-Seite die Abhängigkeit von venezolanischem Öl reduzierte und auf venezolanischer Seite eine zunehmend konfrontative Ideologiepolitik forcierte.
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