Diplomarbeit, 2003
88 Seiten, Note: 1,3
1. Vorbemerkungen
1.1 Notwendigkeit der Optimierung der Personalauswahl
1.2 Gegenstand der Diplomarbeit
1.3 Aufbau und Gliederung der Arbeit
2. Das betriebliche Personalwesen
2.1 Personalmanagement als Teilaufgabe der Unternehmensführung
2.2 Die Teilbereiche des Personalwesens
2.3 Der Zielkonflikt des Personalwesens
2.4 Personal und Personalauswahl als strategischer Erfolgsfaktor
2.5 Die Personalplanung als Basis der Personalauswahl
3. Personalauswahl und Auswahlinstrumente
3.1 Grundsätze der Personalauswahl
3.2 Ablauf des Auswahlprozesses und der Entscheidungsfindung
3.2.1 Personalmarketing
3.2.2 Auswahl und Vertragsverhandlungen
3.3 Instrumente zur Personalauswahl
3.3.1 Dokumentenanalyse
3.3.1.1 Die Methodik der Dokumentenanalyse
3.3.1.2 Die Validität der Dokumentenanalyse
3.3.1.3 Ansatzpunkte für eine Optimierung durch EDV-Werkzeuge
3.3.2 Interview
3.3.2.1 Die Methodik des Interviews
3.3.2.2 Die Validität des Interviews
3.3.2.3 Ansatzpunkte für eine Optimierung durch EDV-Werkzeuge
3.3.3 Testverfahren
3.3.3.1 Zum Einsatz von Testverfahren
3.3.3.2 Arten von Testverfahren und ihre Validität
3.3.3.3 Ansatzpunkte für eine Optimierung durch EDV-Werkzeuge
3.3.4 Biografischer Fragebogen
3.3.4.1 Die Methodik des Biografischen Fragebogens
3.3.4.2 Die Validität des Biografischen Fragebogens
3.3.4.3 Ansatzpunkte für eine Optimierung durch EDV-Werkzeuge
3.3.5 Assessment Center
3.3.5.1 Die Methodik des Assessment Center
3.3.5.2 Die Validität des Assessment Center
3.3.5.3 Ansatzpunkte für eine Optimierung durch EDV-Werkzeuge
3.3.6 Anforderungen an Personalauswahlverfahren nach DIN 33430
3.3.7 Empfehlungen für die Auswahl der Instrumente
4. EDV-Werkzeuge zur Unterstützung der Personalauswahl
4.1 Voraussetzungen und Grenzen des Einsatzes von EDV-Werkzeugen im Personalwesen
4.2 Anwendungsmöglichkeiten von EDV-Werkzeugen
4.2.1 Personalmarketing und Personalauswahl
4.2.2 Bewerbermanagementsysteme als prozessbegleitende Software bei der Personalauswahl
5. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten, Personalauswahlverfahren durch den Einsatz von EDV-Werkzeugen zu optimieren. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Steigerung der Effektivität der Auswahlinstrumente sowie der Effizienz des administrativen Personalbeschaffungsprozesses.
Die Methodik des Assessment Center
Das Verfahren des Assessment Centers geht ursprünglich auf die militärische Eignungsbeurteilung von Offiziersanwärtern zurück und wurde in seinen Grundzügen in Deutschland maßgeblich von Professoer Rieffert im Auftrag der Reichswehr in den 1920er Jahren entwickelt. Von Deutschland aus verbreitete sich das Assessment Center vor allem in die angelsächsischen Länder und wurde insbesondere in den Vereinigten Staaten weiterentwickelt. Nach dem 2. Weltkrieg setzte man es auch zunehmend zur Personalauswahl in der Wirtschaft ein (vgl. JESERICH 2000 717-718). Über Niederlassungen nordamerikanischer Firmen in Deutschland fand das Assessment Center erst wieder in den 1970er Jahren den Weg nach Deutschland zurück (vgl. LORENZ 1998, 122).
Heute ist das Assessment Center, in Abkürzung als AC bezeichnet, ein „Gruppenauswahlverfahren, das sich oft über mehrere Tage erstreckt“ (ALBERT 2000, 77). Charakteristisch für ein Assessment Center ist, dass es nicht aus einem einzelnen Instrument besteht, sondern ein Verfahren ist, welches aus mehreren Einzelübungen zusammengesetzt wird. „Korrekterweise müsste [daher] von Assessment Center-Verfahren gesprochen werden“ (RASTETTER 1996, 230). Mit dem AC hat man die Absicht, möglichst genau bei den Bewerbern zu überprüfen, ob die Anforderungen an die berufliche Handlungskompetenz erfüllt werden. Dies ist natürlich nur möglich, wenn zwischen den in den Übungen geprüften Kompetenzen und den tatsächlichen in der späteren Berufstätigkeit gestellten Anforderungen ein hoher Zusammenhang besteht (vgl. ALBERT 2000, 78). Die Beurteilung der Teilnehmer erfolgt nicht nur über die direkten Ergebnisse der Aufgaben, sondern auch durch die Eindrücke der anwesenden Beobachter. Sie sollen nach verschiedenen vorgegebenen Kriterien versuchen, die Kompetenzdimensionen der Bewerber zu erfassen.
1. Vorbemerkungen: Einführung in die Notwendigkeit der Optimierung von Personalauswahlverfahren und Darlegung der Zielsetzung sowie des Aufbaus der Diplomarbeit.
2. Das betriebliche Personalwesen: Darstellung des Personalwesens als strategischer Erfolgsfaktor und Analyse der Aufgabenbereiche sowie des inhärenten Zielkonflikts zwischen ökonomischen und sozialen Zielen.
3. Personalauswahl und Auswahlinstrumente: Ausführliche Behandlung der wissenschaftlichen Grundlagen, der Verfahrensvalidität und der Einsatzmöglichkeiten gängiger Diagnoseinstrumente.
4. EDV-Werkzeuge zur Unterstützung der Personalauswahl: Untersuchung der Voraussetzungen, Grenzen und konkreten Anwendungsmöglichkeiten von Softwarelösungen, insbesondere im Marketing und Bewerbermanagement.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der zentralen Ergebnisse und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung computergestützter Personalauswahlverfahren.
Personalauswahl, Personalmanagement, Personalauswahlverfahren, EDV-Werkzeuge, Prozessoptimierung, Eignungsdiagnostik, Effizienz, Effektivität, Personalbeschaffung, Anforderungsanalyse, Assessment Center, Bewerbermanagementsystem, Validität, Human Resource Management, Personalmarketing.
Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen den Prozess der Personalauswahl durch den gezielten Einsatz von EDV-gestützten Werkzeugen optimieren können.
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen der Personalarbeit, den verschiedenen diagnostischen Auswahlinstrumenten sowie der Integration von Software zur Unterstützung und Rationalisierung dieser Prozesse.
Ziel ist es aufzuzeigen, dass durch EDV-Werkzeuge sowohl die Effektivität (Güte der Entscheidung) als auch die Effizienz (Kosten und Geschwindigkeit) der Personalbeschaffung gesteigert werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse betriebswirtschaftlicher und arbeitspsychologischer Fachliteratur sowie auf der Auswertung empirischer Studien zur Validität und Einsatzhäufigkeit von Auswahlverfahren.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Personalwesens, eine detaillierte Vorstellung gängiger Instrumente (wie Interviews, Tests und Assessment Center) und deren spezifische Optimierungspotenziale durch IT.
Die zentralen Begriffe sind Personalauswahl, EDV-Unterstützung, Eignungsdiagnostik, Prozessoptimierung, Effizienzsteigerung und Bewerbermanagementsysteme.
Die Arbeit betont, dass EDV-Systeme zwar vorbereitend und unterstützend wirken können, die finale Entscheidung jedoch bei den verantwortlichen Führungskräften und Personalfachleuten verbleiben muss.
Sie ermöglichen eine Standardisierung von administrativen Abläufen, die Reduktion von Schnittstellen und eine papierlose Verarbeitung, was bei hohem Bewerberaufkommen signifikante Kosteneinsparungen mit sich bringt.
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