Bachelorarbeit, 2014
52 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Aufbau der Bachelorarbeit
2. Glück und positiver Affekt
2.1. Happiness in der Psychologie
2.1.1. Affekte in der Psychologie
2.2. Happiness in der Philosophie
2.3. Happiness und positiver Affekt in der Wirtschaftswissenschaft
3. Experimente in der Wirtschaftswissenschaft
4. Der Zusammenhang von Glück und relativen Auszahlungen
4.1. Das relative Einkommen
4.2. Die Adaption des Happiness
4.3. Ein weiteres Ergebnis bezüglich relativen Auszahlung
4.4. Fazit
5. Induktion von „Happiness“ bzw. „positiven Affekten“ im Labor
5.1. Affektinduktion im Labor durch Ökonomen: Verwendung von Videoclips.
5.1.1. Verwendung von Videoclips I: Happiness und Produktivität
5.1.2. Verwendung von Videoclips II: Happiness und Zeitpräferenzen
5.2. Affektinduktion im Labor durch Ökonomen: Verwendung der Methode von Erfolg und Misserfolg
5.2.1 Verwendung der Methode von Erfolg und Misserfolg I: Risiko- und Zeitpräferenz unter der Induktion von Stimmungszuständen
5.2.2. Verwendung der Methode von Erfolg und Misserfolg II: Stimmungsgelenktes Verhalten in strategischen Interaktionen
6. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht wissenschaftliche Methoden zur Induktion von Happiness beziehungsweise positiven Affekten in kontrollierten Laborexperimenten, um ökonomische Fragestellungen aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Ökonomen diese Stimmungszustände systematisch herbeiführen und deren Auswirkungen auf ökonomisch relevantes Verhalten messen können.
5.1. Affektinduktion im Labor durch Ökonomen: Verwendung von Videoclips
In diesem Abschnitt präsentiere ich zwei wissenschaftliche Arbeiten, in denen Filmclips verwendet werden, um Affekte zu induzieren. Durch die Induktion werden, ökonomisch gesehen, andere Ergebnisse erwartet als durch keine Induktion.
5.1.1. Verwendung von Videoclips I: Happiness und Produktivität
In der Veröffentlichung von Andrew J. Oswald et al. wird mithilfe von Laborexperimenten gezeigt, dass durch Happiness die Produktivität gesteigert werden kann. In dem Paper werden zwei Experimente vorgestellt. Ich werde nur das erste Experiment wiedergeben, da nur in diesem eine Induktion von Happiness bzw. positiven Affekten vorgenommen wurde.
Die Arbeit zielt darauf ab, Aufschluss darüber zu geben, ob Happiness eine bessere intrinsische Motivation hervorruft oder stattdessen ein weniger sorgfältiges Verhalten fördert. Trotz der Relevanz, in einer großen Auswahl von Situationen, wie am Arbeitsplatz oder in Unterrichtsräumen, wird das Konzept des glücklich-produktiven Arbeiters, oft in die Folklore des Managements als unbegründete Behauptung, gemacht von Praktikern oder der Boulevardpresse, verbannt. Das Paper von Oswald et al. implementiert einen empirischen Test, der zuvor in keiner psychologischen Literatur ausgeführt wurde. Damit wenden sie sich an eine Frage, die im speziellen die Ökonomen interessiert; macht Happiness Menschen produktiver, bei der Durchführung von vergüteten Aufgabe? Wie sie in ihrem Paper zeigen können, führt Happiness zu einer höheren Produktivität.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung der Happiness-Forschung in der Wirtschaftswissenschaft und skizziert den Aufbau der Bachelorarbeit.
2. Glück und positiver Affekt: Dieses Kapitel differenziert die Happiness-Begriffe aus psychologischer, philosophischer und wirtschaftswissenschaftlicher Sicht und erörtert die Definitionen der Affekt-Forschung.
3. Experimente in der Wirtschaftswissenschaft: Es wird der Aufstieg der experimentellen Methoden in der Ökonomik sowie die damit verbundenen methodologischen Kontroversen dargestellt.
4. Der Zusammenhang von Glück und relativen Auszahlungen: Das Kapitel analysiert das Easterlin-Puzzle sowie die Auswirkungen von relativem Einkommen und Adaptionseffekten auf das subjektive Wohlbefinden.
5. Induktion von „Happiness“ bzw. „positiven Affekten“ im Labor: Der Kernteil der Arbeit stellt fünf Methoden der Affektinduktion vor und untersucht diese anhand von zwei spezifischen Methoden: Videoclips sowie Erfolg und Misserfolg.
6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Rekapitulation der theoretischen und praktischen Erkenntnisse zur Bedeutung von Emotionen für ökonomische Entscheidungen.
Happiness-Forschung, positiver Affekt, Experimentalökonomie, Induktion, Easterlin-Puzzle, relatives Einkommen, Produktivität, Zeitpräferenzen, strategische Interaktionen, Laborexperiment, Nutzenfunktion, Stimmung, Wohlbefinden, Wirtschaftspsychologie, Verhaltensökonomie.
Die Arbeit untersucht, wie Ökonomen wissenschaftliche Verfahren zur Induktion von Happiness und positiven Affekten im Labor nutzen können, um ökonomische Phänomene und Entscheidungsverhalten zu analysieren.
Die Schwerpunkte liegen auf den Definitionen von Glück in verschiedenen Disziplinen, dem Einsatz von Experimenten in der Ökonomie sowie dem Einfluss von Stimmungen auf Produktivität, Zeitpräferenzen und strategische Entscheidungen.
Das Ziel ist die Darstellung und Evaluierung von Methoden, mit denen Forscher im Labor glückliche oder positive Stimmungen induzieren können, um deren Auswirkungen auf wirtschaftlich relevantes Verhalten messbar zu machen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer systematischen Darstellung von Laborexperimenten, die Methoden wie Videoclips oder das gezielte Herbeiführen von Erfolg und Misserfolg (z.B. mittels MENSA-Tests) nutzen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Happiness-Begriffe, eine Einordnung der Experimentalökonomie und die detaillierte Vorstellung der Induktionsmethoden anhand ausgewählter Studien.
Zentrale Begriffe sind Happiness-Forschung, Induktionsmethoden, experimentelle Ökonomik, relative Auszahlungen und die Auswirkungen von Emotionen auf strategisches Verhalten.
Das Easterlin-Puzzle beschreibt das Phänomen, dass ein Anstieg des absoluten Einkommens über die Zeit nicht zwangsläufig zu einem Anstieg des durchschnittlichen Happiness-Levels führt, was die Bedeutung relativer Einkommensvergleiche unterstreicht.
Die Arbeit zeigt anhand der Studien von Monica Capra, dass Stimmungen (positiv oder negativ) die Neigung zu altruistischem, individualistischem oder vertrauenswürdigem Verhalten in Spielen wie dem Diktator- oder Vertrauensspiel signifikant beeinflussen können.
Die Ergebnisse zeigen, dass milde positive Affekte die Zeitpräferenz verringern können, was bedeutet, dass Personen eine höhere Geduld gegenüber zukünftigen Auszahlungen aufbringen und ihren Gegenwartswert entsprechend höher bewerten.
Laborexperimente (z.B. von Oswald et al.) belegen, dass eine Steigerung des Happiness-Niveaus durch Induktion (z.B. Comedy-Clips) zu einer signifikant gesteigerten Produktivität bei Additionstests führt, ohne die Genauigkeit negativ zu beeinträchtigen.
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