Bachelorarbeit, 2014
102 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung und Vorgehensweise
2. Grundlagen
2.1. Der Finanzsektor
2.2. Zweckgesellschaften
2.2.1. Definition
2.2.2. Grundstruktur
2.2.3. Ausgestaltungsarten
3. Zweckgesellschaften im Finanzsektor
3.1. Einführung
3.2. Grundlagen zu Verbriefungszweckgesellschaften
3.2.1. Aufbau
3.2.2. Klassifizierung
3.2.3. Das Rating
3.3. Volumina
3.4. Motive und Zielsetzungen
3.4.1. Aufsichtsrechtliche Aspekte
3.4.2. Arbitrage-Conduits
3.4.3. Bilanzpolitische Zielsetzungen
3.4.4. Risikomanagement
3.4.5. Finanzierungsplattform für Institut und Kunden
3.4.6. Sonstige Vorteile
3.5. Spezifische Risiken
3.5.1. Kategorisierung der Risiken
3.5.2. Ursachen und Verlauf der Subprime-Krise
3.5.3. Schlussfolgerungen
4. Die Konsolidierung von ABS-Zweckgesellschaften
4.1. HGB vor BilMoG
4.2. HGB i.d.F. nach BilMoG
4.2.1. Grundlegendes
4.2.2. Mehrheit der Risiken bei ABS-Transaktionen
4.3. IFRS bis 31.12.2012
4.4. IFRS ab 01.01.2013
4.4.1. Grundlegendes
4.4.2. Zweck und Ausgestaltung des investee
4.4.3. Relevante Aktivitäten
4.4.4. Lenkungsmacht (Power)
4.4.5. Variable Rückflüsse (Variable returns)
4.4.6. Link between power and variable returns und delegated power
4.4.7. Erweiterung der Anhangangaben
4.5. Beherrschungskriterien im Vergleich
4.6. Probleme bei der Konsolidierung
5. Fallstudie
5.1. Einführung
5.2. Aufsichtsrechtliche Vorgaben
5.3. Aufbau der Verbriefungsplattform
5.4. Durchführung der Verbriefung
5.5. Kritische Würdigung
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Zweckgesellschaften für den Finanzsektor, insbesondere im Hinblick auf deren Rolle im Verbriefungsgeschäft vor und nach der Finanzkrise. Ziel ist es, zu klären, ob Zweckgesellschaften unter den aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen und verschärften aufsichtsrechtlichen Restriktionen weiterhin ihre ursprünglichen Funktionen erfüllen können und ob sie heute ein höheres Maß an Transparenz aufweisen.
3.4.1. Aufsichtsrechtliche Aspekte
In der Literatur wird häufig aufgeführt, dass Banken ABS-Zweckgesellschaften nutzen, um aufsichtsrechtliche Risikonormen leichter einhalten zu können.80 Im Rahmen der empirischen Untersuchung konnte diese Aussage bestätigt werden, denn 43,75 % der analysierten Banken geben an, Verbriefungstransaktionen zum Zwecke einer aufsichtsrechtlichen Entlastung zu tätigen. 81 Kohler spricht sogar davon, dass dies in Deutschland das vordergründige Ziel für Verbriefungstransaktionen ist.82 Auch die EZB nennt als Grund ihres geplanten ABS-Ankaufsprogramms, dass Banken mit Verbriefungen aufsichtsrechtliche Spielräume in der Kreditvergabe erhalten.83
Um die Problematik „Aufsichtsrecht“ zu verstehen, werden nachfolgend die wesentlichen neuen Regelungen im Bezug auf das Kreditgeschäft erläutert. Die Auswirkungen von ABS-Transaktionen auf die Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Risikonormen werden anschließend in Kapitel 5 im Rahmen einer Fallstudie untersucht.
1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, Zielsetzung und Vorgehensweise der Arbeit vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise.
2. Grundlagen: Definition und Grundstruktur von Zweckgesellschaften sowie Abgrenzung der verschiedenen Ausgestaltungsarten.
3. Zweckgesellschaften im Finanzsektor: Detaillierte Analyse von Verbriefungszweckgesellschaften, deren Motive, Ziele und spezifische Risiken.
4. Die Konsolidierung von ABS-Zweckgesellschaften: Untersuchung der Bilanzierungsrichtlinien und Konsolidierungsvorschriften nach HGB und IFRS.
5. Fallstudie: Praktische Anwendung der theoretischen Grundlagen anhand des Beispiels der Verbriefungsbank AG zur Verdeutlichung der Zusammenhänge.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Verbriefungsgeschäfts.
Zweckgesellschaften, Verbriefung, ABS, Finanzsektor, Konsolidierung, Basel III, Risikomanagement, Bilanzpolitik, IFRS, HGB, Spezialfonds, Schattenbanken, Kreditrisiko, Aufsichtsrecht, Leverage Ratio.
Die Arbeit behandelt die Bedeutung von Zweckgesellschaften, insbesondere von Verbriefungszweckgesellschaften, für den Finanzsektor und deren Rolle bei der aufsichtsrechtlichen und bilanzpolitischen Steuerung in Banken.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen der Zweckgesellschaften, die spezifischen Motive der Banken für den Einsatz von Verbriefungen sowie die komplexen Konsolidierungsvorschriften im Handels- und Steuerrecht.
Die Arbeit analysiert, ob das Verbriefungsgeschäft nach Einführung neuer rechtlicher Restriktionen (wie Basel III) aus Bankensicht noch attraktiv ist und inwieweit Zweckgesellschaften heute transparenter als vor der Finanzkrise agieren.
Der Autor führt eine empirische Untersuchung der Jahresabschlüsse der 16 größten deutschen Kreditinstitute durch, um deren tatsächliche Aktivitäten und Ziele im Verbriefungsgeschäft zu erfassen.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den aufsichtsrechtlichen und bilanziellen Rahmenbedingungen, dem Risikomanagement sowie einer praxisnahen Fallstudie zur Verbriefungsplattform einer mittelständischen Bank.
Die wichtigsten Schlagworte sind Zweckgesellschaften, Verbriefung, ABS, Konsolidierung, Basel III, Risikomanagement und Bilanzpolitik.
Während das HGB vor allem auf die Chancen-Risiken-Verteilung und beherrschenden Einfluss fokussiert, stellt IFRS 10 ein einheitliches Control-Modell basierend auf dem Zusammenhang von Macht und variablen Rückflüssen in den Vordergrund.
Die Fallstudie der "Verbriefungsbank AG" veranschaulicht die praktische Anwendung der theoretischen Erkenntnisse, etwa wie durch eine Verbriefung regulatorische Eigenkapitalquoten optimiert werden können.
Ein Rating ist für den Platzierungserfolg der Wertpapiere am Kapitalmarkt unerlässlich, da Investoren die Bonität der zugrunde liegenden Forderungen kaum selbst prüfen können und sich auf die Einschätzung der Ratingagenturen verlassen müssen.
Er beschreibt die vertragliche Einschränkung der Entscheidungsbefugnis der Zweckgesellschaft, wodurch sichergestellt wird, dass diese ihre vorab festgelegten Ziele erfüllt und somit oft nicht als konsolidierungspflichtiges Tochterunternehmen eingestuft wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

