Masterarbeit, 2008
124 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theorie zum Räumlichen Hören
2.1 Grundlagen und Begriffsklärung
2.2 Monaurale Lokalisationsparameter
2.3 Binaurale Lokalisationsparameter
3 Theorie zur Messung und Berechnung von Übertragungsfunktionen
3.1 Systemtheoretische Grundlagen
3.2 Messstimuli
3.3 Validitäts- und Präzisionsbetrachtung von HRTF-Messungen
4 HRTF-Messsystem
4.1 Bestehendes System
4.2 Optimierung des bestehenden Systems
4.3 Implementierung
4.4 Validierung des Systems
5 Untersuchung zum Einfluss der Gehörgangseingangsimpedanz
5.1 Beschreibung der untersuchten Eingangsimpedanzen unter dem Aspekt der Mikrofonplatzierung und Veränderung des Außenohres
5.2 Experiment I: Richtcharakteristik
5.2.1 Methodik
5.2.2 Ergebnisse
5.3 Experiment II: HRTF
5.3.1 Methodik
5.3.2 Ergebnisse
6 HRTF-Messungen und Berechnung der Lokalisationsparameter
6.1 Methodik
6.1.1 Probanden
6.1.2 Versuchsdurchführung
6.2 Ergebnisse und Diskussion
6.2.1 HRTFs
6.2.2 Interaurale Zeitdifferenzen - ITDs
6.2.3 Interaurale Pegeldifferenzen - ILDs
7 Zusammenfassung und Diskussion
A Verwendete Geräte, Materialien und Software
A.1 Geräte
A.2 Materialien
A.3 Software
B Datenblätter
B.1 Panasonic WM-61A
B.2 Manger MSW
C Richtdiagramme
D MatLab-files
D.1 TASP reference TF.m
D.2 TASP total TF.m
D.3 calc steps.m
D.4 subject routine.m
D.5 start routine.m
D.6 meas routine.m
D.7 pause routine.m
D.8 exit routine.m
D.9 initializing.m
D.10 axes moving.m
D.11 genDatabase.m
D.12 mls routine.m
D.13 genMLS.m
D.14 wn routine.m
D.15 GetIR xcorr.m
D.16 GetIR noise.m
D.17 GetIR wind.m
D.18 audiogram.m
Die Masterarbeit hat zum Ziel, eine präzise Messmethode für Außenohrübertragungsfunktionen (HRTFs) zu entwickeln, die den Einfluss der Gehörgangseingangsimpedanz berücksichtigt und eine naturgetreue individuelle Abbildung ermöglicht. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert auf die Optimierung bestehender Messaufbauten zur Steigerung der Validität und Reproduzierbarkeit von Lokalisationsparametern bei gleichzeitiger Minimierung von Artefakten durch die Messumgebung und Mikrofonpositionierung.
2.1 Grundlagen und Begriffsklärung
Zur Beschreibung der Raumebenen bzgl. der Lokalisation, d. h. der Beurteilung der Richtung und Entfernung von Schallsignalen, wird in dieser Arbeit das Koordinatensystem von Blauert (1974) verwendet. Dieses System, dargestellt in Abbildung 2.1, ordnet den drei Raumebenen die zugehörigen Winkel zu. Zur Horizontalebene gehört der Azimuthwinkel ϕ und zur Vertikalebene (auch Medianebene genannt) der Elevationswinkel δ. Für beide Winkel gilt, dass sich der 0° Winkel direkt vor dem Zuhörer auf der interauralen Achse befindet. Für Änderungen der Schallquelle in der Horizontalebene rechts vom Zuhörer gilt für den Azimuthwinkel {ϕ ∈ R | 0°≤ ϕ ≤ 180°} und bei Änderungen links vom Zuhörer {ϕ ∈ R | 180°≤ ϕ ≤ 360°}. Die linke Halbebene wird in der Literatur teilweise auch mit negativen Azimuthwinkeln {ϕ ∈ R|0°≥ ϕ ≥ -180°} charakterisiert.
Für einen positiven Elevationswinkel {δ ∈ R | 0°≤ δ ≤ 90°} gilt, dass sich die Schallquelle oberhalb der interauralen Achse befindet. Negative Elevationswinkel {δ ∈ R|0°≥ δ ≥ -90°} beschreiben einen Ort der Schallquelle unterhalb der interauralen Achse. Die Distanz der Schallquelle zum Schnittpunkt der Medianebene mit der Horizontalebene wird mit dem Skalar r beschrieben. (Blauert, 1974)
1 Einleitung: Einführung in die Bedeutung des menschlichen Hörvermögens für die Lokalisation, Definition der HRTF und die Zielsetzung der Arbeit, die Messmethode unter Berücksichtigung der Gehörgangseingangsimpedanz zu verbessern.
2 Theorie zum Räumlichen Hören: Theoretische Grundlagen des räumlichen Hörens, einschließlich der monauralen und binauralen Lokalisationsparameter sowie die Bedeutung von Außenohrübertragungsfunktionen.
3 Theorie zur Messung und Berechnung von Übertragungsfunktionen: Systemtheoretische Grundlagen für LTI-Systeme, Erläuterung der Korrelationsmesstechnik sowie Diskussion verschiedener Messstimuli wie Weißem Rauschen und MLS.
4 HRTF-Messsystem: Detaillierte Beschreibung des TASP-Aufbaus, der Optimierungen zur Reduktion von Reflexionen sowie der Validierung des Gesamtsystems anhand des Oldenburger Kunstkopfes.
5 Untersuchung zum Einfluss der Gehörgangseingangsimpedanz: Experimentelle Analyse des Einflusses verschiedener Abschlussimpedanzen des Gehörgangs auf Richtcharakteristiken und HRTFs im Vergleich zur Referenzsituation mit offenem Gehörgang.
6 HRTF-Messungen und Berechnung der Lokalisationsparameter: Präsentation der Messergebnisse für 14 Probanden, Vergleich mit Literaturdaten und detaillierte Berechnung der interauralen Differenzen (ITD, ILD).
7 Zusammenfassung und Diskussion: Synthese der gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich der Messgenauigkeit und der Eignung der entwickelten Otoplastiken für individuelle HRTF-Messungen.
HRTF, Außenohrübertragungsfunktion, Räumliches Hören, Gehörgangseingangsimpedanz, TASP, Lokalisation, ITD, ILD, Raumakustik, Signalverarbeitung, Messtechnik, Otoplastik, binaurale Aufnahme, Schallsignal, Psychoakustik.
Die Arbeit befasst sich mit der präzisen Vermessung von individuellen Außenohrübertragungsfunktionen (HRTFs) unter spezieller Berücksichtigung der akustischen Bedingungen im Gehörgang.
Zentrale Felder sind die akustische Messtechnik, die systemtheoretische Modellierung von Übertragungsfunktionen sowie die Untersuchung, wie verschiedene Abschlussimpedanzen (z. B. durch Hörgeräte-Otoplastiken) die räumliche Wahrnehmung beeinflussen.
Das Ziel ist die Entwicklung einer verbesserten Messmethode, die individuelle HRTFs naturgetreu abbildet, indem sie die Stabilität der Mikrofonpositionierung sicherstellt und den Einfluss des Gehörgangsabschlusses quantifiziert.
Es wurde eine systemtheoretische Analyse mittels Korrelationsmessung (unter Verwendung von MLS-Signalen) durchgeführt, um Impulsantworten zu gewinnen und daraus die komplexen Übertragungsfunktionen zu berechnen.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Beschreibung und Optimierung des mechanischen Messaufbaus TASP, experimentelle Untersuchungen zur Impedanzbeeinflussung durch verschiedene Ohrpassstücke sowie die großangelegte Vermessung von 14 Probanden.
Die zentralen Fachbegriffe umfassen HRTF, interaurale Zeit- und Pegeldifferenzen (ITD/ILD), Gehörgangseingangsimpedanz, Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) und die Anwendung von pseudozufälligen Maximalfolgen (MLS).
Die Arbeit zeigt, dass das Verschließen des Gehörgangs mit Stöpseln oder Otoplastiken die natürlichen spektralen Eigenschaften verändert und zu einer von der Gehörgangseingangsimpedanz abhängigen Abweichung in der Richtcharakteristik führt.
Um eine stabile und reproduzierbare Mikrofonplatzierung zu gewährleisten, die für hochwertige HRTF-Messungen notwendig ist, wurde eine spezielle Acrylotoplastik entwickelt, die trotz Fixierung des Mikrofons einen möglichst offenen Gehörgang simuliert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

