Diplomarbeit, 2010
66 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Von hohen Erwartungen und Anforderungen an Kindertagesstätten
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Abgrenzung
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Motivation
2.1.1 Allgemeine Definition
2.1.2 Leistungsmotivation
2.2 Arbeitszufriedenheit
2.3 Die Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg
3 Die Rahmenbedingungen in Institutionen der Frühpädagogik
3.1 Qualifikation des pädagogischen Personals
3.2 Gruppenstruktur und Gruppengröße
3.3 Personalschlüssel und Fachkraft-Kind-Relation
3.4 Mittelbare päd. Arbeit
3.5 Anforderungen aus den Bildungsplänen
4 Faktoren pädagogischer Arbeitszufriedenheit
4.1 Grundlage
4.2 DGB-Index Gute Arbeit
4.3 GEW Studie „Wie geht’s im Job?“
4.4 Pädagogische Berufsarbeit und Zufriedenheit
4.5 Herzbergs Motivatoren
4.5.1 Leistung
4.5.2 Arbeit selbst
4.5.3 Verantwortung
4.5.4 Anerkennung
4.5.5 Persönliche Entwicklung
4.5.6 Aufstieg
4.6 Herzbergs Hygienefaktoren
4.6.1 Unternehmenspolitik und Verwaltung
4.6.2 Überwachung und Kontrolle
4.6.3 Beziehungen zu Vorgesetzten
4.6.4 Beziehungen zu Kollegen
4.6.5 Beziehungen zu Untergebenen
4.6.6 Arbeitsbedingungen
4.6.7 Lohn und Einkommen
4.6.8 Privatleben
4.6.9 Status
4.6.10 Arbeitsplatzsicherheit
5 Bedeutung für die Praxis
5.1 Vergleich und Zusammenfassung der Studienergebnisse
5.2 Motivatoren optimieren und stabilisieren
5.3 Hygienefaktoren korrigieren und sichern
6 Schlussfolgerung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Arbeitszufriedenheit und Motivationsfaktoren des pädagogischen Personals in Kindertagesstätten, um Handlungsfelder zur Verbesserung der Arbeitsqualität und Leistungsbereitschaft aufzuzeigen.
4.5.1 Leistung
Der Motivator „Leistung“ impliziert nach Herzberg nicht nur einen "Erfolg", sondern auch negative Sachverhalte, wie Misserfolge und die Abwesenheit von Leistung. Damit sind Aspekte gemeint, wie die erfolgreiche Bewältigung einer Aufgabe und die Wahrnehmung von Ergebnissen.109 Wie der Abb. 1 entnommen werden kann, ist der Faktor Leistung der wesentlichste der Motivatoren Herzbergs. Dem Bedürfnis „etwas vollbringen“ nachgehen zu können, ist somit für die Zufriedenheit mit der Erwerbstätigkeit unabdingbar.
Für die Studie „DGB-Index Gute Arbeit“ wurden die Teilnehmer nicht nach dem Ermessen ihrer Leistung, jedoch nach dem Sinngehalt ihrer Arbeit gefragt. Der Eindruck „etwas zu leisten“ wäre insofern, die Wahrnehmung der eigenen Arbeit als „für die Gesellschaft nützlich und sinnvoll“. Der DGB schreibt dem Erleben der eigenen Bedeutsamkeit, neben einer erheblich motivierenden Funktion, auch eine wichtige Funktion als Gesundheitsressource zu. Der 2007 erstellte Index erfasste eine überragende Zustimmung der 202 befragten Erzieherinnen. 98% der Fachkräfte empfanden ihre Arbeit als in hohem bzw. sehr hohem Maße nützlich für die Gesellschaft.110
Die Kita Studie der GEW erfasste die subjektiv wahrgenommene Zufriedenheit mit dem Einsatz der Fähigkeiten des päd. Fachpersonals. Auch in diesem Fall ist das Maß der Zustimmung gewichtig. 75% der 1.900 Fachkräfte gaben an, ihr „Wissen und Können“ vollständig in ihre Tätigkeit einbringen zu können. Lediglich 20% waren mit dieser Ressource teilweise unzufrieden.111
Die Studie „Pädagogische Berufsarbeit und Zufriedenheit“ befragte die Fachkräfte des Elementarbereichs nach der Zufriedenheit mit spezifischen Teilaspekten ihrer Tätigkeit. Für den Motivator Leistung sprechen nach Herzbergs Definition die ausgewählten Items „sehe Ergebnisse“, „ist nutzlos“ und „kann Fähigkeit einsetzen“. Die Zufriedenheit der päd. Fachkräfte, mit diesen Aspekten, fiel ebenfalls durchweg positiv aus. 62,8% der Befragten beantworten die Frage nach dem Item „sehe Ergebnisse“ mit „ja“, weitere 32,8% mit „eher ja“. 90% der Fachkräfte gaben an, einer nützlichen Tätigkeit nachzugehen und 82% waren der Ansicht, ihre Fähigkeiten für die Arbeit einsetzen zu können.112
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Situation der frühkindlichen Bildung ein und benennt die Forschungsfrage bezüglich der Arbeitszufriedenheit in Kindertagesstätten.
2 Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie Motivation und Arbeitszufriedenheit erläutert und die Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg als theoretisches Fundament dargelegt.
3 Die Rahmenbedingungen in Institutionen der Frühpädagogik: Dieses Kapitel beleuchtet strukturelle Gegebenheiten wie Qualifikation, Gruppengröße und Personalschlüssel, die die pädagogische Arbeit maßgeblich beeinflussen.
4 Faktoren pädagogischer Arbeitszufriedenheit: Die Arbeit analysiert hier detailliert verschiedene Einflussfaktoren auf Basis aktueller Studien und Herzbergs Faktorenmodell.
5 Bedeutung für die Praxis: Hier findet ein Vergleich der Studienergebnisse statt, aus dem Handlungsempfehlungen zur Optimierung von Motivatoren und zur Sicherung von Hygienefaktoren abgeleitet werden.
6 Schlussfolgerung und Ausblick: Das Fazit fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftigen Anforderungen an die pädagogische Arbeit.
Arbeitszufriedenheit, Kindertagesstätte, Motivation, Zwei-Faktoren-Theorie, Herzberg, pädagogisches Personal, Personalschlüssel, Frühpädagogik, Arbeitsqualität, Bildungsplan, Leistungsmotivation, DGB-Index, GEW-Studie, Arbeitsbedingungen.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Arbeitszufriedenheit und der Leistungsbereitschaft von pädagogischem Personal, das in Kindertagesstätten tätig ist.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Motivation, die institutionellen Rahmenbedingungen der frühkindlichen Bildung sowie die empirische Analyse verschiedener Arbeitsfaktoren.
Das Ziel ist die Erfassung der aktuellen Arbeitssituation und der Identifikation jener Faktoren, die bei Fachkräften Zufriedenheit oder Unzufriedenheit auslösen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich von drei zentralen Studien zur Arbeitsqualität (DGB-Index, GEW-Studie und eine Studie zur pädagogischen Berufsarbeit), die mittels Herzbergs Zwei-Faktoren-Theorie interpretiert werden.
Der Hauptteil analysiert spezifische Motivatoren (z.B. Leistung, Verantwortung) und Hygienefaktoren (z.B. Arbeitsbedingungen, Gehalt) im Kontext der pädagogischen Berufspraxis.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Arbeitszufriedenheit, Motivation, Kindertagesstätte und Frühpädagogik einordnen.
Sie dient als analytisches Instrument, um empirische Ergebnisse aus Fachstudien in Motivatoren (leistungssteigernd) und Hygienefaktoren (unzufriedenheitsvermeidend) zu klassifizieren.
Die Autorin betont, dass neben einer besseren Bezahlung vor allem eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und eine stärkere Anerkennung der Professionalität notwendig sind, um Fachkräfte langfristig zu binden.
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