Masterarbeit, 2012
121 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Forschungsstand
1.2 Forschungsfrage und Zielsetzung
1.3 Methodik und Vorgehensweise
2. Grundlagen: Organisationales Beschaffungsverhalten, Prozessperspektive und Rollenverständnis
2.1 Organisationales Beschaffungsverhalten
2.1.1 Begriffsbestimmung und Charakteristika
2.1.2 Der Beschaffungsbegriff
2.1.3 Öffentliche Beschaffung
2.1.4 Öffentliche Vergabe und Vergabeverfahren
2.2 Prozessperspektive
2.2.1 Prozessbegriff
2.2.2 Beschaffungsprozess
2.3 Rollenverständnis
2.3.1 Begriffsbestimmung
2.3.2 Rollentheoretische Paradigmen
2.3.3 Rollenepisode
2.3.4 Rollenkonflikte, Rollenüberladung und Rollenambiguität
3. Systematisierung von Rollenprofilen
3.1 Buying Center-Konzeption
3.1.1 Begriffsbestimmung und Charakteristika des Buying Centers
3.1.2 Rollenkonzept von Webster/Wind
3.1.2.1 Benutzer
3.1.2.2 Entscheider
3.1.2.3. Einkäufer
3.1.2.4 Beeinflusser
3.1.2.5 Informationsselektierer
3.1.3 Bewertung
3.1.4 Erweiterungen
3.1.4.1 Initiator
3.1.4.2 Coach und Fürsprecher
3.1.4.3 Genehmigungsinstanz
3.1.4.4 Zahler
3.1.4.5 Quelle und Analyst
3.1.4.6 Beobachter
3.1.4.7 Politischer Entscheidungsträger
3.1.4.8 Technologe
3.1.4.9 Verbindungselement und Grenzrolle
3.2 Systematisierung privatwirtschaftlicher Rollenprofile
4. Transfer auf den öffentlichen Sektor
4.1 Öffentlicher Beschaffungsprozess
4.2 Transfermöglichkeiten
4.2.1 Rollenprofile in öffentlichen Beschaffungsprozessen
4.2.2 Systematisierung von öffentlichen Rollenprofilen
4.2.2.1 Betrachtung des Gesamtprozesses
4.2.2.2 Betrachtung des Vergabeprozesses
4.2.3 Vergleich der Einflussmöglichkeiten von Rollenprofilen
4.3 Schwierigkeiten bei der Übertragbarkeit
4.4 Chancen einer Übertragung
5. Schlussbetrachtung
5.1 Reflexion und Fazit
5.2 Forschungsbedarf und Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, die Übertragbarkeit des ursprünglich im Marketing beheimateten Buying Center-Konzepts auf den öffentlichen Sektor zu prüfen, um durch eine rollenbasierte Betrachtung Ansatzpunkte zur Steigerung der Effizienz und zur Identifikation von Einsparpotenzialen in öffentlichen Beschaffungsprozessen zu finden.
3.1.2.1 Benutzer
Die Benutzer sind diejenigen Mitglieder des Buying Centers, welche die beschafften Güter und Dienstleistungen anwenden. Sie initiieren den Beschaffungsprozess und stellen Anforderungen an das Beschaffungsobjekt. Häufig nehmen Benutzer aufgrund ihrer Erfahrungen mit den zu beschaffenden Produkten beziehungsweise Dienstleistungen eine Schlüsselstellung im Beschaffungsprozess ein. Oftmals entscheiden die Benutzer über den Erfolg einer Beschaffungsaktion, da sie durch ihr Verhalten bei der Nutzung bestimmen, ob das Produkt zweckadäquat eingesetzt wird oder nicht. Eine geringe Beachtung oder gar Vernachlässigung der Benutzer an der Beschaffungsentscheidung kann den gesamten Beschaffungsprozess gefährden.
Webster/Wind betrachten ausschließlich einzelne Personen als Rollenträger und sprechen nur denjenigen Individuen eine Verwender-Rolle zu, die auch tatsächlich mit dem Beschaffungsgut arbeiten. Fließ (2000) definiert einen zweiten Typen, der nicht direkt mit dem Beschaffungsobjekt arbeitet. Diese Personen tragen für den Einsatz und das Funktionieren des zu beschaffenden Gutes Verantwortung. Verwender des zweiten Typs sind oftmals in der Unternehmenshierarchie höher angesiedelt. Folglich sind ihre Einflussmöglichkeiten auf die Beschaffungsentscheidung stärker als die des ersten Typs.
In der Literatur erfolgt bei einigen Autoren eine Ausweitung des Begriffes „Verwender“. So findet das Rollenkonzept des Verwenders zum Teil auf ganze Abteilungen und Funktionsbereiche Anwendung.
1. Einleitung: Dieses Kapitel umreißt die volkswirtschaftliche Relevanz der öffentlichen Beschaffung, stellt die Problemstellung sowie die Forschungsfrage dar und erläutert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Grundlagen: Organisationales Beschaffungsverhalten, Prozessperspektive und Rollenverständnis: Hier werden die theoretischen Fundamente gelegt, indem Begriffe wie Beschaffungsverhalten, Prozess und Rolle definiert sowie rollentheoretische Paradigmen und das Konzept der Rollenepisode erläutert werden.
3. Systematisierung von Rollenprofilen: Der Fokus liegt auf der Buying Center-Konzeption, der Vorstellung des Rollenmodells nach Webster/Wind und dessen Systematisierung anhand der Phasen eines idealtypischen privatwirtschaftlichen Beschaffungsprozesses.
4. Transfer auf den öffentlichen Sektor: Dieses Kapitel identifiziert Ansatzpunkte, Schwierigkeiten und Chancen für die Übertragung des Buying Center-Konzepts auf öffentliche Beschaffungsvorgänge unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Vergaberechts.
5. Schlussbetrachtung: Das Kapitel reflektiert die Untersuchungsergebnisse, beantwortet die Forschungsfrage und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Öffentliche Beschaffung, Buying Center, Rollenprofil, Beschaffungsprozess, Vergaberecht, Rollentheorie, Prozessoptimierung, Kostenreduzierung, Wirtschaftlichkeit, Entscheider, Beschaffungsverhalten, Rollenepisode, Vergabeverfahren, Einkaufsorganisation
Die Arbeit untersucht, wie das Buying Center-Konzept aus dem Marketing auf den öffentlichen Sektor übertragen werden kann, um Beschaffungsprozesse durch eine rollenbasierte Perspektive effizienter zu gestalten.
Die Arbeit verknüpft das organisationale Beschaffungsverhalten mit der Prozessperspektive und der Rollentheorie, um diese auf die spezifischen Strukturen und rechtlichen Rahmenbedingungen der öffentlichen Verwaltung anzuwenden.
Die zentrale Frage lautet, ob die mit dem Buying Center-Konzept verbundenen Rollenprofile auf den öffentlichen Sektor übertragen werden können, mit dem Ziel, Ansatzpunkte für Einsparmöglichkeiten zu identifizieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und einer qualitativen empirischen Studie, die Interviews mit Beschaffern auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene sowie mit Vertretern der Rüstungsindustrie umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Rollenverständnisses, die Systematisierung der Rollen im Buying Center und die anschließende Analyse der Übertragbarkeit dieser Profile auf den öffentlichen Beschaffungsprozess.
Die Arbeit befasst sich intensiv mit Themen wie Öffentliche Beschaffung, Buying Center, Rollenprofile, Vergaberecht, Prozessoptimierung und Wirtschaftlichkeit.
Im öffentlichen Sektor ist die Macht der Entscheider durch strikte Vergaberegeln und Verwaltungsabläufe eingeschränkt; häufig klaffen formale Entscheidungszuständigkeit und tatsächliche Entscheidungsgewalt auseinander.
Der Initiator ist meist identisch mit dem Benutzer, da öffentliche Beschaffungsvorgänge fast ausschließlich durch den Bedarfswunsch des Nutzers ausgelöst werden.
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