Masterarbeit, 2013
66 Seiten, Note: 2,0
1. Einführung
1.1 Gesellschaftliche Relevanz
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Methodische Vorgehensweise
2. Allgemeine Grundlagen und Definitionen
2.1 Ernährungssouveränität contra Ernährungssicherheit
2.2 Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft
3. Formen der Landnahme
3.1 Impact Investing – Gewinn für Investoren und Gesellschaft?
3.1.1 Financial First Investors und Impact First Investors
3.1.2 Ausgangslage im Agrarsektor
3.1.3 Erfolgsmessung von Impact Investing
3.1.3.1 Die Struktur des Global Impact Investing Rating Systems
3.1.3.2 Die Impact Reporting and Investment Standards
3.2 Land Grabbing – Das Geschäft mit Land
3.2.1 Faktoren die Land Grabbing begünstigen
3.2.2 Die Rolle des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank
3.2.3 Kriterien zur Regulierung von Land Grabbing: Prinzipien für verantwortliche Agrarinvestitionen
4. Beispiel eines Impact-Investing-Fonds
4.1 Root Capital – Vorstellung des Investmentfonds
4.2 Kriterien der Kreditvergabe
4.3 SumakLife – Productos Orgánicos Chimborazo Cía. Ltda.
4.4 Der Einfluss von „Pachamama“ und „Buen Vivir“
5. Diskussion
6. Fazit
Die Arbeit untersucht, ob das Finanzinstrument "Impact Investing" im Agrarsektor eine tatsächliche Alternative zu spekulativen Anlagen und potenziell neokolonialer Landnahme darstellt oder ob es zur Ernährungssouveränität der lokalen Bevölkerung beitragen kann.
3.1.1 Financial First Investors und Impact First Investors
Im nachfolgenden Schaubild werden durch die Kombination der Zielvorstellungen „finanzieller Ertrag“ und „Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt“, die beiden möglichen Typen von Impact Investoren sowie gleichzeitig eine Mischform aus beiden Anlagemöglichkeiten visualisiert (vgl. MONITOR INSTITUTE 2009, S. 4f):
Impact First-Investoren legen die Priorität auf die Optimierung sozialer oder ökologischer Belange. Innerhalb eines gewissen Spielraums sind sie oftmals bereit, auf einen Teil der Verzinsung zu verzichten. Diese Art von Investoren ist experimentierfreudig, indem sie sich der vorhandenen Marktmechanismen bedient, und ihre Vorgehensweise variiert.
Für Financial First-Investoren dagegen steht die Optimierung der Finanzen im Vordergrund, bevor soziale und ökologische Belange tiefgehender berücksichtigt werden. Es handelt sich bei diesem Typus in der Regel um kommerzielle Geldgeber, die in Subsektoren mit marktüblichen Renditen investieren, bei denen allerdings soziale und ökologische Werttreiber für Investitionsentscheidungen mit ausschlaggebend sind.
1. Einführung: Definition des Themenbereichs, Klärung der Relevanz und methodische Einordnung der Untersuchung zur Landnutzung.
2. Allgemeine Grundlagen und Definitionen: Abgrenzung zentraler Begriffe wie Ernährungssouveränität und Nachhaltigkeit im landwirtschaftlichen Kontext.
3. Formen der Landnahme: Gegenüberstellung von Impact Investing und spekulativem Land Grabbing sowie deren Einflussfaktoren und Regulierungsversuche.
4. Beispiel eines Impact-Investing-Fonds: Praktische Untersuchung des Fonds Root Capital und der Kooperative SumakLife als konkrete Anwendungsbeispiele.
5. Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund der Ausgangsfragestellung zur neokolonialen Landnahme.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Potenzials von Impact Investing zur Förderung lokaler Ernährungssouveränität.
Impact Investing, Land Grabbing, Ernährungssouveränität, Agrarinvestitionen, Nachhaltigkeit, Root Capital, SumakLife, Buen Vivir, Pachamama, Global Impact Investing Rating System, Landnutzung, Kleinbauern, Finanzspekulation, Ernährungssicherheit, Agrarsektor.
Die Arbeit analysiert kritisch das Phänomen der großflächigen Landnahme für Agrarzwecke und untersucht, ob Impact Investing ein nachhaltiges und ethisches Gegenmodell darstellen kann.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstelle zwischen Finanzwelt und Landwirtschaft, wobei ökologische Auswirkungen, soziale Gerechtigkeit und globale Machtstrukturen im Agrarsektor beleuchtet werden.
Die zentrale Frage ist, ob Impact Investing lediglich eine neue, kaschierte Form der neokolonialen Landnahme ist oder tatsächlich einen substanziellen Beitrag zur Ernährungssouveränität leisten kann.
Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und nutzt eine Fallstudienmethode, um die Arbeit von Akteuren wie Root Capital und SumakLife in Ecuador zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriffsdefinitionen), eine detaillierte Analyse der Investitionsformen (Impact Investing vs. Land Grabbing) sowie eine konkrete Fallstudie.
Wichtige Begriffe sind Land Grabbing, Impact Investing, Ernährungssouveränität, Nachhaltigkeit und das Finanzierungskonzept hinter den betrachteten Investmentfonds.
SumakLife integriert indigene Werte wie „Buen Vivir“ und „Pachamama“ in sein Geschäftsmodell, wodurch ökologische Bewahrung und soziale Entwicklung vor die reine Gewinnmaximierung gestellt werden.
Die Arbeit identifiziert diese Institutionen als Akteure, die durch Strukturvorgaben und die Förderung einer marktliberalen Agrarpolitik indirekt Bedingungen schaffen, die Land Grabbing begünstigen können.
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