Bachelorarbeit, 2012
84 Seiten, Note: 1,3
1. Motivation der Arbeit
2. Hortobágy – Ungarischer Nationalpark
2.1 Die Repräsentanten des Nationalparks Hortobágy
2.2 Konfliktsituation der Repräsentation und Vermarktung des Nationalparks Hortobágy anhand ausgewählter Akteure
2.3 Touristische Entwicklung des Nationalparks von 1930 bis 2012
3. Spannungsfeld Tourismus und Ökologie
3.1 Definition und Abgrenzung der Begriffe Nachhaltigkeit und Ökotourismus
3.2 Strategien des nachhaltigen Tourismus
3.3 Gegensatz zwischen Naturschutz und Tourismus
4. Soziokulturelle Tragfähigkeitsanalyse des ungarischen Nationalparks Hortobágy, 2012
4.1 Modell eines (Socio-cultural) Carrying Capacity Value Stretch nach Mansfeld/Jonas, 2006
4.2 Durchführung der Soziokulturellen Tragfähigkeitsanalyse des Nationalparks Hortobágy, 2012
4.3 Durchführung der Auswertung der Analyse
5. Ergebnisse der Analyse
5.1 Interpretation des Themenkomplexes Stärken (Status Quo positiv)
5.2 Interpretation des Themenkomplexes Schwächen (Status Quo negativ)
5.3 Interpretation des Themenkomplexes Hoffnungen/Chancen
5.4 Interpretation des Themenkomplexes Befürchtungen/Gefahren
5.5 Interpretation der Diskrepanzen
6. Handlungsempfehlung für den ungarischen Nationalpark Hortobágy
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die soziokulturelle Tragfähigkeit des Nationalparks Hortobágy in Ungarn zu analysieren, um das Spannungsfeld zwischen Naturschutz, wirtschaftlicher Entwicklung und den Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung zu klären und daraus Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige touristische Entwicklung abzuleiten.
2.1 Die Repräsentanten des Nationalparks Hortobágy
Der Nationalpark Hortobágy wird von drei verschiedenen Akteuren repräsentiert. Hierzu zählen die Direktion des Nationalparks, die Gemeinde Hortobágy und die Hortobágyer Gemeinnützige Gesellschaft für Naturschutz und Generhaltung, die im Folgenden als Nonprofit GmbH bezeichnet wird (Kissné Sápi 2012). In diesem Kapitel wird nicht explizit auf die Entstehungsgeschichte oder den politischen Hintergrund der jeweiligen Institutionen eingegangen, da dies den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde. Lediglich die Hauptaufgaben und die damit verbundene Konfliktlage bezüglich der Repräsentation und Vermarktung des Nationalparks soll verdeutlicht werden. Um die Spannung der jeweiligen Akteure untereinander besser verstehen zu können, werden im nächsten Abschnitt die drei Institutionen vorgestellt.
(1) Die Direktion des Nationalparks Hortobágy
Das Zentralamt der Nationalparkdirektionen in Ungarn, steht unter der Führung des Ministeriums und ist ein selbstständig funktionierendes und wirtschaftendes System. Es ist eine Organisation des öffentlichen Dienstes mit zentralem Haushaltsbudget (Kissné Sápi 2010). Die Aufgabe der Direktion des Nationalparks Hortobágy besteht darin, die für die Puszta typischen und natürlichen Werte zu schützen und zu verbessern und die charakterisierende Landschaft, Pflanzen- und Tierwelt von Hortobágy zu bewahren. Sie stellt die traditionelle Hirtenkultur, die heimischen Tiere und die Geschichte von Hortobágy authentisch darstellen (HNP 2012a).
(2) Die Gemeinde Hortobágy
Die Siedlung Hortobágy wurde, wie bereits in Kapitel zwei erwähnt, 1966 zur Zeit des ungarischen Sozialismus unabhängig und besitzt seitdem eine Kommunalverwaltung. Die Gemeinde hat 1.564 Einwohner (Vincze 2012) auf einer Fläche von 3,57km², wobei die Gesamtfläche der Verwaltung 28.000ha beträgt (KVH 2004). Das Dorf liegt im Herzen des Nationalparks und dient als zentrale Anlaufstelle für Touristen, da hier das Besucherzentrum und diverse andere Sehenswürdigkeiten zu finden sind. Somit wird deutlich, dass die Kommunalverwaltung nicht nur ihre politischen Aufgaben erfüllt, sondern die Chance nutzt, als Medium zur Vermarktung des Parks zu fungieren.
1. Motivation der Arbeit: Einführung in die Thematik der Nachhaltigkeit im Tourismus und die Relevanz einer soziokulturellen Analyse für den Nationalpark Hortobágy.
2. Hortobágy – Ungarischer Nationalpark: Vorstellung der Institutionen, der historischen Entwicklung des Tourismus und der bestehenden Konflikte zwischen Akteuren vor Ort.
3. Spannungsfeld Tourismus und Ökologie: Theoretische Auseinandersetzung mit Begriffen wie Nachhaltigkeit und Ökotourismus sowie deren praktischer Anwendung und Zielkonflikten.
4. Soziokulturelle Tragfähigkeitsanalyse des ungarischen Nationalparks Hortobágy, 2012: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise und des verwendeten Modells zur empirischen Erhebung der Anwohnerperspektive.
5. Ergebnisse der Analyse: Auswertung der erhobenen Daten in Bezug auf Stärken, Schwächen, Chancen und Gefahren sowie Diskussion der identifizierten Diskrepanzen.
6. Handlungsempfehlung für den ungarischen Nationalpark Hortobágy: Ableitung konkreter Maßnahmen zur Verbesserung der Vermarktung, Zusammenarbeit und des Schutzes kultureller Werte.
Hortobágy, Nationalpark, Soziokulturelle Tragfähigkeitsanalyse, Ökotourismus, Nachhaltiger Tourismus, Puszta, Kulturtourismus, Stakeholder, Hirtenkultur, Tourismusentwicklung, Konfliktmanagement, Wertschöpfung, Beteiligung, Ungarn, Umweltschutz.
Die Arbeit untersucht die soziokulturelle Tragfähigkeit des ungarischen Nationalparks Hortobágy aus der Sicht der lokalen Bevölkerung, um die Auswirkungen des Tourismus zu bewerten.
Die zentralen Felder umfassen die Identifikation von Stärken, Schwächen, Zukunftshoffnungen und Befürchtungen im Kontext der touristischen Entwicklung sowie die Analyse der Zusammenarbeit verschiedener Akteure.
Das Ziel ist es, zu klären, wo die Toleranzgrenze der lokalen Bevölkerung bezüglich der touristischen Entwicklung liegt und wie Konflikte zwischen Naturschutz, Kulturpflege und ökonomischem Wachstum gelöst werden können.
Es wird eine empirische Analyse auf Basis des "Socio-cultural Carrying Capacity Value Stretch"-Modells nach Mansfeld/Jonas (2006) mit Face-to-Face-Befragungen von 22 Akteuren durchgeführt.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen von Nachhaltigkeit und Ökotourismus, die methodische Durchführung der Analyse sowie die detaillierte Auswertung und Interpretation der empirischen Ergebnisse.
Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Hortobágy, Tragfähigkeitsanalyse, Ökotourismus, Stakeholder-Kooperation und den Erhalt der Hirtenkultur geprägt.
Laut den Ergebnissen der Analyse wird die Wirtschaftskrise von den Befragten als die größte aktuelle Befürchtung und Gefahr für die touristische Entwicklung in der Region angesehen.
Die Studie zeigt einen Mangel an Koordination bei der Vermarktung durch die drei beteiligten Institutionen und weist darauf hin, dass selbst die lokale Bevölkerung kaum einen Überblick über das Angebot hat.
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