Bachelorarbeit, 2013
54 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung und Ziele
2 Theoretische Grundlagen und empirischer Erkenntnisstand
2.1 Stereotype Threat
2.1.1 Identifikation mit der Gruppe als Moderator für Stereotype Threat
2.1.2 Identifikation mit dem Fähigkeitsbereich als Moderator für Stereotype Threat
2.2 Integratives Prozess-Modell nach Schmader et al. (2008)
2.3 Kognitive Imbalance als Erklärung für die Leistungsminderung unter Stereotype Threat
2.3.1 Kognitiv, physiologisch und affektiv das Arbeitsgedächtnis beeinflussende Prozesse
2.3.2 Das Arbeitsgedächtnis und Stereotype Threat
3 Fragestellung und Hypothesen
4 Methoden
4.1 Stichprobenbeschreibung und Design
4.2 Untersuchungsmaterialien
4.2.1 Cover-Story
4.2.2 Selbstkategorisierung, Kategorisierungstest und Erhebung der Identifikation mit der Gruppe
4.2.3 Manipulation und Erhebung der Identifikation mit dem Fähigkeitsbereich
4.2.4 Aktivierung des negativen Stereotyps
4.2.5 Modifizierter Zahlen-Symbol-Test
4.3 Ablauf
4.4 Statistische Verfahren
5 Ergebnisse
5.1 Überprüfung der Gruppenzuordnung und der Identifikation mit der Gruppe
5.2 Überprüfung der Manipulation der Identifikation mit dem Fähigkeitsbereich
5.3 Überprüfung des negativen Stereotyps
5.4 Überprüfung der Hypothesen
6 Diskussion
6.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
6.2 Interpretation der Ergebnisse
6.3 Methodenkritik
6.4 Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie sich die Identifikation mit einer sozialen Gruppe und dem bearbeiteten Fähigkeitsbereich auf die Testleistung auswirken, wenn ein negatives Stereotyp über die Eigengruppe aktiviert ist. Hierbei wird geprüft, ob eine kognitive Imbalance, wie von Schmader et al. (2008) postuliert, als Erklärungsmodell für leistungsmindernde Effekte unter Stereotype Threat dient.
2.3 Kognitive Imbalance als Erklärung für die Leistungsminderung unter Stereotype Threat
Einfach ausgedrückt bezeichnet kognitive Imbalance einen Zustand, welcher einen Konflikt zwischen dem Selbstkonzept und dem erwarteten Erfolg der Eigengruppe in dem Fähigkeitsbereich beschreibt (Schmader et al., 2008). Das vorherrschende Problem soll mit einem Beispiel verdeutlicht werden: Frau M. schätzt sich als eine typische Frau ein (hohe Identifikation mit der Gruppe) und behauptet, Mathematik gut beherrschen zu können (hohe Identifikation mit dem Fähigkeitsbereich). Doch nun wird Frau M. kurz vor einem Mathematiktest mit der Aussage konfrontiert, dass Frauen schlecht in Mathematik seien (negativer Stereotyp). Nun sieht sich Frau M. vor dem Konflikt gestellt, dass sie, wenn sie eine typische Frau wäre, gleichzeitig schlecht in der Mathematik sein müsste. Jedoch schätzt Frau M. ihre Leistungen in dem Bereich Mathematik als gut ein. Dieser Konflikt, also die kognitive Imbalance, löst kognitive, physiologische und affektive Prozesse aus, welche wiederrum die Kapazitäten des Arbeitsgedächtnisses beanspruchen und zu den Leistungseinbußen führen (Schmader et al, 2008). Die folgenden beiden Abschnitte sollen einen kurzen Einblick in die Argumentation von Schmader et al (2008) geben, inwieweit das Arbeitsgedächtnis mit dem Stereotype Threat-Effekt zusammenhängt, und die verantwortlichen beeinflussenden Prozesse kurz vorstellen.
1 Einleitung und Ziele: Einführung in das Thema Stereotype Threat, die Rolle der Gruppen- und Fähigkeitsidentifikation sowie Darlegung der Forschungsziele dieser Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen und empirischer Erkenntnisstand: Darstellung der theoretischen Konzepte wie Stereotype Threat, das Modell von Schmader et al. sowie die kognitive Imbalance als Erklärungsmechanismus.
3 Fragestellung und Hypothesen: Ableitung der Hypothesen auf Basis des Modells von Schmader et al. zur Untersuchung der Interaktion zwischen den Moderatoren bei aktiviertem negativem Stereotyp.
4 Methoden: Beschreibung des experimentellen Designs, der verwendeten Materialien zur Manipulation der Identifikationen, des Versuchsablaufs und der statistischen Auswertungsverfahren.
5 Ergebnisse: Dokumentation der Überprüfungen der Manipulationen, des induzierten Stereotyps sowie der empirischen Prüfung der aufgestellten Hypothesen.
6 Diskussion: Zusammenfassung und kritische Interpretation der Ergebnisse sowie methodische Reflexion und Ausblick auf zukünftige Forschungsfragen.
Stereotype Threat, Kognitive Imbalance, Gruppenidentifikation, Fähigkeitsidentifikation, Leistungsminderung, Arbeitsgedächtnis, Zahlen-Symbol-Test, Sozialpsychologie, Testleistung, psychologische Experimente, Moderatoreffekt, soziale Gruppen, Selbstkonzept, kognitive Ressourcen, Stereotypenaktivierung.
Die Arbeit untersucht den Stereotype Threat-Effekt, bei dem negative Stereotype über eine Gruppe zu einer Verschlechterung der Testleistung der Gruppenmitglieder führen können.
Zentral sind die Moderatoren der Gruppenidentifikation und der Identifikation mit dem Fähigkeitsbereich sowie deren Zusammenspiel im Kontext kognitiver Prozesse.
Ziel ist es zu prüfen, ob eine kognitive Imbalance zwischen Selbstkonzept, Gruppenkonzept und Fähigkeitskonzept tatsächlich für Leistungseinbußen verantwortlich ist, wie es das Modell von Schmader et al. (2008) postuliert.
Es wurde ein quasiexperimentelles 2x2-Design mit induziertem negativem Stereotyp und einem modifizierten Zahlen-Symbol-Test zur Messung der kognitiven Leistung angewandt.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung des Modells, die methodische Operationalisierung der Variablen (Cover-Story, Manipulationen) und die statistische Analyse der erhobenen Daten.
Die Arbeit fokussiert stark auf Begriffe wie Stereotype Threat, kognitive Imbalance, Arbeitsgedächtniskapazität und Identifikationsmoderatoren.
Erfundene Gruppen dienten dazu, verzerrende Effekte durch bereits bestehende, reale Erfahrungen oder Vorurteile der Teilnehmer gegenüber bekannten sozialen Gruppen auszuschließen.
Als einzige der untersuchten Annahmen zeigte sich hier ein signifikanter Mittelwertsunterschied, der darauf hindeutet, dass Personen in einer unbeschriebenen Bedingung signifikant schlechter abschnitten als Personen in einer kognitiven Balance-Bedingung.
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