Bachelorarbeit, 2014
36 Seiten, Note: 1,0
Diese Arbeit analysiert das ursprüngliche Ende von Theodor Storms Novelle „Schimmelreiter“ und untersucht die Gründe für dessen Streichung durch den Autor kurz vor der Veröffentlichung. Sie beleuchtet die verschiedenen Quellenangaben und Motive der Schlussszene, um den Wahrheitsgehalt der Aussagen der Erzähler zu beurteilen. Darüber hinaus wird die Bedeutung der Schimmelreitergestalt und die Thematik des Deichopfers im Kontext von Aberglaube und Vernunft untersucht.
Die Einleitung stellt die Entstehungsgeschichte des Schimmelreiters und die Bedeutung des ursprünglichen Endes für Storms Schaffen dar. Kapitel 2 beleuchtet den ursprünglichen Schluss und setzt ihn in den Kontext der gesamten Novelle. Kapitel 3 analysiert die verschiedenen Quellenangaben und Motive der Schlussszene, um die unterschiedlichen Perspektiven der Erzähler zu verstehen. Kapitel 4 untersucht die Motive des Schimmelreiters und des Deichopfers im Zusammenhang mit Aberglaube und Vernunft. Kapitel 5 untersucht die Gründe für die Beibehaltung des ursprünglichen Schlusses, während Kapitel 6 die Gründe für dessen Streichung durch Storm beleuchtet. Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und beurteilt die Wirkung des ursprünglichen Endes im Vergleich zum veröffentlichten Schluss.
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Aberglaube, Vernunft, Deichbau, Schimmelreitergestalt, Motiv des Deichopfers, Quellenangaben, Erzählperspektiven, Originalfassung, Streichung des Schlusses, Theodor Storm, „Schimmelreiter“.
Storm strich kurz vor der Veröffentlichung eine Szene, weil sie seiner Meinung nach „zu sehr aus der Stimmung fiel“. Er wollte eine nüchternere und knappere Wirkung erzielen.
Das ursprüngliche Ende enthielt zusätzliche Berichte von Figuren wie dem Dienstjungen Carsten, die das Mysteriöse der Schimmelreitergestalt stärker unterstrichen und die Geschichte konsequent fortsetzten.
Storm spielt mit dem Kontrast zwischen rationaler Erklärung (durch den Schulmeister) und dem tief verwurzelten Aberglauben der Dorfbewohner (z. B. das Motiv des Deichopfers), was sich in den verschiedenen Erzählperspektiven widerspiegelt.
Die Erzählung basiert auf Berichten des Schulmeisters, der Wirtschafterin Antje Vollmers, des Dienstjungen Carsten und letztlich des Ich-Erzählers, der die Sage wiedergibt.
Das Deichopfer ist ein uraltes Motiv, das besagt, dass etwas Lebendiges im Deich vergraben werden muss, damit er hält. Es steht für den grausamen Aberglauben, gegen den der Protagonist Hauke Haien ankämpft.
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