Bachelorarbeit, 2013
34 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Sozialer Status und Lebenserwartung
3 Sozialer Status und Morbidität
3. 1 Herzkreislauf-Erkrankungen
3. 2 Diabetes melitus
3. 3 Krebserkrankungen
3. 4 Psychische Morbidität
4 Erklärungsansätze
4. 1 Soziale Kontakte
4. 2 Einkommensungleichverteilung
4. 2. 1 Angst
4. 2. 2 Drogenkonsum
4. 2. 3 Störung des Essverhaltens
4. 2. 4 Vertrauen
4. 2. 5 Gewalt
4. 2. 6 Mangel an öffentlichen Gütern
4. 3 Einkommenspolarisation
5 Macht uns die Armut krank oder die Krankheit arm?
5. 1 Übermäßiges Alkoholkonsum
5. 2 Ernährung
5. 3 Einkommen der Eltern bei der Geburt
6 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und dem Gesundheitszustand der Bevölkerung, mit dem zentralen Ziel zu klären, ob der soziale Status direkt oder indirekt die gesundheitliche Entwicklung beeinflusst und inwiefern Kausalitäten zwischen Armut, Einkommensungleichverteilung und Morbidität bestehen.
4.2.1 Angst
Als eine der Ursachen für die positive Korrelation zwischen der Einkommensungleichverteilung und den gesundheitlichen Problemen in einem Land sehen die Autoren die Ängste. Angst ist in diesem Fall wie ein Zwischenstopp oder ein Bindungsglied zwischen der Einkommensungleichverteilung und Gesundheit zu verstehen. Wenn die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird, gewinnt der soziale Status an Gewicht und die Angst sozial abzusteigen nimmt zu. Einerseits aus finanziellen Gründen: In den Ländern mit einer hohen Einkommensungleichverteilung mangelt es meistens an sozialen Sicherungssystemen. Man hat eher finanzielle Sorgen als in einem Land, wo man auf die staatliche Unterstützung zählen kann und sicher sein kann, dass zumindest seine Grundbedürfnisse gedeckt werden.
Es gibt aber auch ein psychologisches Aspekt. In ungleichen Gesellschaften gibt man mehr Acht den materiellen Dingen. Wenn alle nur ein Automodell fahren würden, würde das Auto weder etwas über die Person noch über ihre Stellung in der Gesellschaft sagen können. Keiner würde dem Fahrzeug Aufmerksamkeit schenken und derjenige, der das Auto fährt müsste sich im Zweifelfall nicht dafür schämen und keine Angst haben, dass er auf Grund seiner sozialen Zugehörigkeit diskriminiert wird. In ungleichen Gesellschaften sieht es genau umgekehrt aus. In Russland sagt man: „Nach der Kleidung wird man empfangen, nach dem Verstande verabschiedet. “ Psychologen sagen, dass wir schon nach wenigen Sekunden eine fremde Person beurteilen. Und dieser erste Eindruck entscheidet meistens darüber, ob wir diejenige Person sympathisch finden oder nicht, ob wir ihr vertrauen können oder nicht.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass medizinische Versorgung allein oft nicht ausreicht, um die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern, und betont die Bedeutung sozio-ökonomischer Faktoren.
2 Sozialer Status und Lebenserwartung: Das Kapitel belegt durch verschiedene empirische Studien den Zusammenhang zwischen einem niedrigeren sozialen Status und einer verkürzten Lebenserwartung.
3 Sozialer Status und Morbidität: Hier wird analysiert, wie der soziale Status die Prävalenz spezifischer Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Probleme, Diabetes, Krebs und psychische Störungen beeinflusst.
4 Erklärungsansätze: Dieses Kapitel untersucht verschiedene Mechanismen, wie soziale Kontakte, Einkommensungleichverteilung und gesellschaftliche Polarisation direkt oder indirekt die Gesundheit beeinträchtigen.
5 Macht uns die Armut krank oder die Krankheit arm?: Die Arbeit setzt sich kritisch mit der Kausalität auseinander und beleuchtet Einflussfaktoren wie Alkoholkonsum, Ernährung und frühe Kindheitsbedingungen.
6 Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass niedriger sozialer Status die Gesundheit negativ beeinflusst und fordert eine Politik, die Sicherheit und soziale Mobilität fördert.
Soziale Ungleichheit, Gesundheit, Lebenserwartung, Morbidität, Einkommensungleichverteilung, Sozialer Status, Stress, Soziale Netzwerke, Psychische Gesundheit, Armut, Prävention, Epidemiologie, Lebenszufriedenheit, Gesundheitsverhalten, Public Health.
Die Arbeit analysiert den Einfluss sozialer Ungleichheit auf die menschliche Gesundheit und untersucht, ob und wie der soziale Status eines Individuums oder die sozioökonomische Lage eines Landes gesundheitliche Ergebnisse determiniert.
Zentrale Themen sind die Korrelation zwischen sozialem Status und Lebenserwartung, die Verbreitung spezifischer Krankheiten in verschiedenen sozialen Schichten sowie die psychologischen und materiellen Auswirkungen von Einkommensungleichheit.
Das Ziel ist es, festzustellen, ob der soziale Status die Gesundheit beeinflusst und zu klären, ob Armut eine Ursache für Krankheit ist oder ob eine Krankheit primär zum sozialen Abstieg führt.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und Auswertung zahlreicher empirischer Studien aus den Bereichen Soziologie, Psychologie und Epidemiologie, um existierende Hypothesen zu untermauern.
Der Hauptteil behandelt die Auswirkungen von sozialem Status auf Lebenserwartung und Morbidität, analysiert Erklärungsmodelle wie Stress, soziale Netzwerke, Einkommensverteilung und beleuchtet Faktoren wie Alkoholkonsum und Ernährung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Soziale Ungleichheit, Lebenserwartung, Morbidität, Einkommensungleichverteilung und Public Health charakterisieren.
Soziale Angst fungiert laut der Arbeit als Bindungsglied zwischen großer Einkommenskluft und schlechter Gesundheit; sie erzeugt psychologischen Stress, der physische Auswirkungen wie Depressionen oder Drogenabhängigkeit nach sich ziehen kann.
Ein hohes Maß an gegenseitigem Vertrauen ist in homogeneren Gesellschaften stärker ausgeprägt, während in ungleichen Gesellschaften der soziale Zusammenhalt leidet, was wiederum zu Isolation und negativen gesundheitlichen Folgen führt.
Ja, laut der Autorin kann eine Politik, die soziale Sicherheit bietet, eine angemessene Umverteilung vornimmt und soziale Mobilität zulässt, dazu beitragen, die negativen gesundheitlichen Auswirkungen der sozialen Ungleichheit effizient zu reduzieren.
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