Diplomarbeit, 2007
129 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
I. Teil: Das Currency-Board als währungspolitisches Instrument zur makroökonomischen Stabilisierung
1. Konzept des Currency-Board
1.1 Definition orthodoxer und moderner Currency-Boards
1.2 Institutionelle Grundzüge eines Currency-Board
1.3 Currency-Board versus Zentralbank
1.4 Currency-Board und Trilemma-Modell: Aufgabe der autonomen Geldpolitik – um welchen Preis?
2. Funktionsweise eines Currency-Board
2.1 Konvergenz der Zinssätze nach der Zinsparitätentheorie
2.2 Angleichung der Preisniveaus nach der Kaufkraftparitätentheorie
2.3 Einhaltung des Wechselkursziels
3. Optimale Voraussetzungen für die Einführung eines Currency-Board
3.1 Für welche Ökonomien eignet sich das Currency-Board?
3.2 Adäquate Wahl der Ankerwährung: Theorie der Optimalen Währungsräume
3.3 Flexible Faktor- und Gütermärkte: Das „Standard Dependent Economy Model“
3.3.1 Anpassungsprozesse beim Currency-Board bei inflexiblen Güterpreisen
3.3.2 Anpassungsprozesse beim Currency-Board bei flexiblen Güterpreisen
3.3.3 Anpassungsmechanismen bei flexiblen Faktormärkten
3.4 Monetäre Disziplin und Glaubwürdigkeit
3.5 Stabiles Banken- und Finanzsystem
3.6 Fiskaldisziplin
4. Vor- und Nachteile eines Currency-Board
5. Zwischenergebnisse
II. Teil: Die Rolle des „Currency-Board“ in der Argentinienkrise 2001/02
1. Die wirtschaftliche Ausgangslage in Argentinien (1989-91)
2. Das argentinische „Currency-Board“ im Rahmen des Plan-Cavallo
2.1 Das argentinische „Currency-Board”-Modell
2.2 War das „Konvertibilitätssystem“ tatsächlich ein Currency-Board?
2.2.1 Verletzung der institutionellen Grundzüge
2.2.2 Geldpolitischer Spielraum
2.3 Waren die klassischen Kriterien für ein Currency-Board erfüllt?
2.3.1 Größe und Offenheit der Ökonomie
2.3.2 Hatte Argentinien den richtigen Peg?
2.3.3 Flexibilität der Güter- und Faktormärkte
2.3.4 Stabilität des Banken- und Finanzsystems
2.3.5 Fiskaldisziplin
3. Effekte auf die makroökonomische Entwicklung
3.1 Der Weg zu Prosperität: 1991-94
3.2 Rezession und Aufschwung: 1995-98
3.3 Rezession und Krise: 1998-2002
4. Die Rolle des „Currency-Board“ in der Argentinienkrise
5. Dollarisierung als währungspolitische Alternative
III. Gesamtergebnisse und Ausblick
Diese Diplomarbeit untersucht, ob das Currency-Board-System ein effektives geld- und währungspolitisches Instrument zur Erreichung von Preisniveaustabilität und makroökonomischer Stabilisierung für Schwellenländer darstellt, mit einem besonderen Fokus auf die Rolle des Systems in der Argentinienkrise 2001/02.
1.1 Definition orthodoxer und moderner Currency-Boards
Das Currency-Board ist ein Währungssystem, das ursprünglich aus den spezifischen Strukturen der Kolonialzeit entstanden ist. Es stellt die extremste Form der Wechselkursfixierung dar und steht hinsichtlich des Bindungsgrades unmittelbar vor einer offiziellen Währungssubstitution. Laut monetärer Theorie ist das Currency-Board ein regelgebundenes System, das anstelle der Zentralbank implementiert wird und unabhängig vom Finanzministerium agiert (Baliño et al. 1997, 1). Als monetäre Institution verfügt es über das Notenemissionsmonopol der nationalen Währung, sorgt dafür, dass die Geldbasis der Ökonomie vollständig durch Währungsreserven gedeckt ist und gewährleistet bei gegebener Nachfrage die Konvertibilität der inländischen Währung gegen die Ankerwährung zu einem festen Wechselkurs (Hanke et al. 1993, 5).
In its simplest form, a Currency Board Arrangement can be defined as a monetary regime based on an explicit legislative commitment to exchange domestic currency for a specified foreign currency at a fixed exchange rate, combined with restrictions on the issuing authority – the currency board – to ensure the fulfilment of its legal obligation. This structure implies that domestic currency be issued only against foreign exchange and that it remains fully backed by foreign assets. This eliminates traditional central bank functions like monetary regulation and the lender of last resort; such a Currency Board Arrangement is defined […] as a “pure Currency Board Arrangement3.
1. Konzept des Currency-Board: Definiert die Grundlagen von Currency-Boards und grenzt orthodoxe von modernen Systemen sowie von Zentralbanken ab.
2. Funktionsweise eines Currency-Board: Erläutert die Mechanismen der Zins- und Preiskonvergenz sowie die Einhaltung des Wechselkursziels.
3. Optimale Voraussetzungen für die Einführung eines Currency-Board: Analysiert theoretische Rahmenbedingungen wie die Theorie der Optimalen Währungsräume und die Notwendigkeit flexibler Märkte.
4. Vor- und Nachteile eines Currency-Board: Bewertet die institutionellen Vorzüge wie Transparenz gegen die Risiken der Inflexibilität.
5. Zwischenergebnisse: Führt die theoretischen Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung für Entwicklungsländer kritisch.
II. Teil: Die Rolle des „Currency-Board“ in der Argentinienkrise 2001/02: Untersucht die historische Fallstudie Argentiniens hinsichtlich der Implementierung des Systems und seiner Rolle in der Krise.
III. Gesamtergebnisse und Ausblick: Fasst die Erkenntnisse über das Scheitern des argentinischen Modells zusammen und zieht Schlüsse für die wirtschaftspolitische Stabilität.
Currency-Board, Argentinien, Wechselkursfixierung, Geldpolitik, Währungskrise, Konvertibilität, Zentralbank, Dollarisierung, Preisniveaustabilität, Makroökonomische Stabilisierung, Fiskaldisziplin, Kapitalströme, Inflation, Währungsanker.
Die Arbeit analysiert die Funktionsweise und Eignung von Currency-Board-Systemen als währungspolitisches Stabilisierungsinstrument, insbesondere für Entwicklungs- und Schwellenländer.
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen regelgebundener Währungssysteme, die optimalen Voraussetzungen für deren Erfolg und eine detaillierte Fallstudie zur argentinischen Währungspolitik.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob ein Currency-Board eine effiziente und nachhaltige Strategie zur Erreichung von Preisniveaustabilität und makroökonomischer Stabilität darstellt.
Es handelt sich um eine modelltheoretische Analyse, ergänzt durch eine empirische Fallstudie, die Daten und politische Rahmenbedingungen Argentiniens kritisch auswertet.
Im Hauptteil werden zunächst das Konzept des Currency-Board, seine Funktionsweise und optimale Voraussetzungen theoretisch erarbeitet, gefolgt von einer Analyse des argentinischen "Konvertibilitätssystems" und dessen Scheitern.
Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie Currency-Board, Argentinienkrise, Geldwertstabilität, Währungskopplung und geldpolitische Autonomie.
Es verletzte zentrale Grundsätze wie die strikte Deckungsregel, behielt zentrale Zentralbankfunktionen bei und ermöglichte eine diskretionäre Geldpolitik.
Die mangelnde fiskalische Disziplin führte zu einer hohen Verschuldung, die das System unter Druck setzte und die Glaubwürdigkeit des "Pegs" letztlich zerstörte.
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