Bachelorarbeit, 2011
65 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Bedeutende Faktoren hinsichtlich der Bewertung von Altersvorsorgeverträgen aus Kundensicht
2.1 Entwicklung der gesetzlichen Altersvorsorge
2.2 Kriterien aus Kundensicht für eine geeignete private Altersvorsorge
3 Darstellung des Garantiefonds als Instrument der privaten Altersvorsorge
3.1 Konzept und Funktionsweise eines Investmentfonds
3.2 Gestaltungsformen von Investmentfonds
3.2.1 Offene und geschlossene Investmentfonds
3.2.2 Ausschüttung und Ansammlung der Erträge
3.3 Unterschiedliche Anlagemöglichkeiten innerhalb eines Investmentfonds aus Kundensicht
3.4 Die Kosten eines Investmentfonds aus Kundensicht
3.5 Garantiefonds als eine besondere Form von Investmentfonds
3.5.1 Statische Wertsicherung durch Einsatz von Optionen
3.5.1.1 Funktionsweise der statischen Wertsicherung
3.5.1.2 Determinanten der Partizipationsquote
3.5.1.3 Verschiedene Varianten zur Erhöhung der Partizipationsquote
3.5.2 Dynamische Wertsicherung ohne Einsatz von Optionen
3.5.2.1 Funktionsweise eines CPPI-Fonds
3.5.2.2 Wertentwicklung eines CPPI-Fonds bei alternativen Aktienmarktentwicklungen
3.5.2.3 Varianten von CPPI-Fonds
4 Darstellung der klassischen Rentenversicherung als Instrument der privaten Altersvorsorge
4.1 Konzept und Funktionsweise der Lebensversicherung
4.1.1 Beitragskalkulation
4.1.2 Garantiezins und Überschussbeteiligung
4.2 Gestaltungsformen der Lebensversicherung
4.2.1 Die Risikolebensversicherung
4.2.2 Die fondsgebundene Lebensversicherung
4.2.3 Die kapitalbildende Lebensversicherung
4.3 Die Kosten der klassischen Lebensversicherung
4.4 Die klassische Rentenversicherung als eine Variante der kapitalbildenden Lebensversicherung
5 Vergleich von klassischer Rentenversicherung und Garantiefonds als Altersvorsorgeinstrumente
5.1 Performance und Rentabilität
5.2 Sicherheit
5.2.1 Risiko des Kapitalverlustes
5.2.2 Der Insolvenzfall
5.3 Liquidität
5.4 Kosten
6 Kritische Betrachtung der beiden Varianten aus Kundensicht
7 Fazit
Die Bachelor-Thesis analysiert die ökonomische Eignung von Garantiefonds im Vergleich zur klassischen Rentenversicherung für die private Altersvorsorge aus Anlegersicht, um Entscheidungshilfen für einen optimierten Anlagemix zu bieten.
3.5.1.1 Funktionsweise der statischen Wertsicherung
Um die Funktionsweise eines Garantiefonds zu beschreiben, soll an dieser Stelle die Fiduciary-Call-Strategie als Beispiel dienen. Die Abbildung 4 zeigt einen Garantiefonds, dem unterstellt wird, dass er eine Laufzeit von einem Jahr aufweist. Es liegt am Anfang des Jahres ein Anteilwert von 100 Euro vor, nominaler Kapitalerhalt vor Steuern wird garantiert, und vereinfachungshalber investiert nur ein Anleger. Sämtliche Kosten werden in diesem Beispiel aus diesem Grund ebenfalls nicht berücksichtigt. Da der Zinssatz in diesem Beispiel 3 Prozent beträgt, müssen, um dem Kunden die 100 € nach einem Jahr garantieren zu können, 97,09 Euro in eine Nullkuponanleihe, beispielsweise Bundesanleihen, investiert werden. Die restlichen 2,91 Euro können dann zum Kauf des Calls auf den Aktienkursindex-Basket verwendet werden. Die Anwendung der Black-Scholes-Formel ergibt den Preis für diesen Call, der exakt dem aktuellen Marktpreis des Basket von 100 Euro entspricht. Er liegt bei 9,39 Euro. Werden jetzt die nicht zur Rentenanlage benötigten 2,91 Euro durch den Preis von 9,39 Euro dividiert, so erhält man einen Quotienten von 0,31 Calls.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit privater Altersvorsorge vor dem Hintergrund einer schwindenden gesetzlichen Rente und analysiert das veränderte Vertrauensverhältnis von Anlegern zu Finanzprodukten nach der Finanzkrise.
2 Bedeutende Faktoren hinsichtlich der Bewertung von Altersvorsorgeverträgen aus Kundensicht: Dieses Kapitel erläutert die Entwicklung der gesetzlichen Alterssicherung und führt das "magische Dreieck" der Geldanlage (Sicherheit, Rentabilität, Liquidität) als Bewertungsrahmen ein.
3 Darstellung des Garantiefonds als Instrument der privaten Altersvorsorge: Es werden die verschiedenen Konzeptionen, Kostenstrukturen sowie die statischen und dynamischen Wertsicherungsstrategien (insb. CPPI) von Garantiefonds detailliert analysiert.
4 Darstellung der klassischen Rentenversicherung als Instrument der privaten Altersvorsorge: Dieses Kapitel beschreibt das Konzept der Lebensversicherung, die Beitragskalkulation und die steuerlichen Aspekte sowie die spezifische Rolle der klassischen Rentenversicherung.
5 Vergleich von klassischer Rentenversicherung und Garantiefonds als Altersvorsorgeinstrumente: Die beiden Anlageformen werden anhand der Kriterien Performance, Sicherheit, Liquidität und Kosten gegenübergestellt.
6 Kritische Betrachtung der beiden Varianten aus Kundensicht: Der Autor hinterfragt die Vermarktung der Produkte und stellt fest, dass Lebensversicherungen trotz Flexibilitätsdefiziten strukturelle Vorteile bei der Absicherung biometrischer Risiken bieten.
7 Fazit: Das Fazit schließt, dass die klassische Rentenversicherung ein unverzichtbares Basisinstrument bleibt, während Garantiefonds nur eine untergeordnete Rolle zur Renditeoptimierung bei bewusster Risikoinkaufnahme spielen sollten.
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Die Bachelor-Thesis befasst sich mit einem ökonomischen Vergleich von Garantiefonds und klassischer Rentenversicherung als Instrumente für die private Altersvorsorge.
Die Schwerpunkte liegen auf den Faktoren der privaten Altersvorsorge, der Analyse von Wertsicherungskonzepten in Investmentfonds und dem Verständnis der Funktionsweise und Sicherheit von Lebensversicherungen.
Das Ziel ist es, aus Kundensicht zu beurteilen, welche Form der Altersvorsorge ökonomisch vorteilhafter ist und wie Anleger ihren Anlagemix optimieren können.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Darstellung und eine komparative Analyse, basierend auf Literaturrecherchen, Finanzdaten und einem Experteninterview.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der beiden Anlageinstrumente (Garantiefonds und Rentenversicherungen), ihren direkten Vergleich anhand der vier Kriterien des "magischen Dreiecks" sowie eine kritische Würdigung der Marktsituation.
Die wichtigsten Begriffe sind Altersvorsorge, Kapitalgarantie, Wertsicherung, Rendite und Lebensversicherung.
Da ein Großteil des Kapitals in sichere Anleihen investiert werden muss, um die Garantie zu gewährleisten, bleibt nur ein kleiner Teil für risikoreichere Investments, was die Gewinnchancen stark einschränkt.
Sie fungiert als gesetzliche Sicherungseinrichtung der privaten Versicherungswirtschaft in Deutschland, um im Falle einer Insolvenz die Verträge eines betroffenen Versicherers zu übernehmen und somit die Ansprüche der Kunden zu schützen.
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