Bachelorarbeit, 2014
47 Seiten
1 Einleitung
2 Hauptteil
2.1 Der FDP-Bundesparteitag 1967
2.1.1 Einleitender Teil
2.1.2 Analyse der Reden
2.2 Der FDP-Bundesparteitag 1968
2.2.1 Einleitender Teil
2.2.2 Analyse der Reden
2.1 Der FDP-Bundesparteitag 1969
2.3.1 Einleitender Teil
2.3.2 Analyse der Reden
3 Abschließende Bewertung
Diese Arbeit untersucht die Transformation der FDP von einer nationalliberal-bürgerlichen Partei zu einem sozialliberalen Akteur in den 1960er Jahren. Ziel ist es, anhand einer detaillierten Analyse der Reden auf den drei zentralen Bundesparteitagen (1967–1969) nachzuzeichnen, wie inhaltliche und strategische Weichenstellungen den Weg für die Koalition mit der SPD im Jahr 1969 ebneten.
Eröffnungsrede Erich Mende – Der Weg zur Opposition, A1-323 (15-61)
Erich Mende, Jahrgang 1916, war seit 1961 Parteivorsitzender, er entstammte dem nationalliberalen Flügel. Er beerbte den 72-Jährigen Reinhold Maier, der sich in Weimar in der linksliberalen DDP engagiert hatte und 1949 Mitglied des Parlamentarischen Rates war. Mendes Vater war Zentrumpolitiker, er selbst entschied sich aber dafür, der FDP beizutreten, auch wenn es seiner Aussage nach mehr an beruflichem Opportunismus, als an der Überzeugung lag, wie er zugab. Im Jahre 1961 wurde er im Sinne einer Rückkehr zum „Bürgerblockdenken“ installiert. Zuvor war der kurzzeitige Versuch der FDP, sich als in beide Richtungen koalitionsfähige, liberale Volkspartei aufzustellen, gescheitert. Er hatte bei mehreren Landtagswahlen zu Misserfolgen geführt. Zwar war auch Mende im Laufe der Regierungsjahre immer wieder in Konflikte mit den Unionsparteien geraten und befürwortete als Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen eine Modifizierung deutschlandpolitischer Positionen, doch blieb er stets zurückhaltend bis abwehrend bezüglich eines deutlichen Kurswechsel. Auf dem Parteitag von 1967 fielen seine Bemühungen auf, einerseits leichte Modifizierungen zu befürworten, andererseits eine größere innerparteiliche Neuausrichtung zu verhindern.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Entwicklung der FDP hin zur „Ein-Themen-Partei“ unter Guido Westerwelle und setzt dies in Kontrast zur Transformation der Partei zu einer sozialliberalen Kraft in den 1960er Jahren.
2 Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die zentralen FDP-Bundesparteitage 1967, 1968 und 1969, wobei die inhaltliche und strategische Entwicklung anhand der dort gehaltenen Reden akribisch nachgezeichnet wird.
3 Abschließende Bewertung: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass die inhaltliche Wende der FDP eine notwendige Voraussetzung für die sozialliberale Koalition bildete, wobei der langsame Umorientierungsprozess die Partei zusammenhielt.
FDP, Sozialliberalismus, 1960er Jahre, Parteitage, Koalitionsstrategie, Deutschlandpolitik, Sozialpolitik, Liberalismus, Transformation, Große Koalition, Reformpartei, Aktionsprogramm, Wahlplattform, Walter Scheel, Erich Mende.
Die Arbeit analysiert die strategische und inhaltliche Transformation der FDP von einer nationalliberalen zu einer sozialliberalen Partei während der Jahre 1967 bis 1969.
Im Fokus stehen die Deutschland- und Ostpolitik, die Sozialpolitik, die Reform des Bildungs- und Rechtsstaates sowie das Verhältnis der Partei zu ihren Koalitionsoptionen.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, wie durch die Reden und Programme auf den drei Parteitagen der Boden für die Koalition mit der SPD im Jahr 1969 bereitet wurde.
Der Autor nutzt die Methode der Diskursanalyse, angeregt durch Michel Foucault, um die Reden der Parteitagsdelegierten strukturiert zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in drei Abschnitte, die jeweils einen der Parteitage (1967, 1968, 1969) analysieren, inklusive Vorstellungs- und Analyseteilen für die wichtigsten Reden.
FDP, Sozialliberalismus, Transformation, Koalitionsstrategie, Deutschlandpolitik und Parteientwicklung der 1960er Jahre.
Mende wird als eine Art "Bremser" gesehen, der jedoch durch seine Autorität dazu beitrug, konservative Kräfte in der Übergangsphase in der Partei zu halten.
Dahrendorf wird als einer der wichtigsten Vordenker für einen "ganzheitlichen Liberalismus" identifiziert, der maßgeblich zur programmatischen Öffnung beitrug.
Die Wende bezeichnet primär den Übergang von der Koalition mit der Union hin zum ersten Eintritt in eine Koalition mit der SPD.
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