Bachelorarbeit, 2007
71 Seiten, Note: 1.8
0. Executive Summary
0.1 Deutsch
0.2 English
1. Einleitung
1.1 Aufbau und Zielsetzung
1.2 Problemstellung und Wertschöpfungspotentiale
1.3 Motivation und Leitgedanke
2. Das Konzept der Serviceorientierung
2.1 Begriffsabgrenzung
2.2 Ebenensicht eines Unternehmens
2.3 Service Modell
2.4 Services im Alltag
2.5 Kernaussagen zur Serviceorientierung
3. Ansätze der vertikalen Verrechnung
3.1 Auswirkungen der Globalisierung
3.2 Auswirkungen moderner Geschäftsanforderungen
3.3 Horizontale vs. vertikale Verrechnung
3.4 Ansätze zur Schaffung vertikaler Transparenz
3.5 Kernaussagen zur vertikalen Verrechnung
4. Horizontales Kennzahlenmodell
4.1 Organisationsebene
4.2 Prozessebene
4.3 Anwendungsebene
4.4 Infrastrukturelle Ebenen
5. Konzeptionelle Zusammenführung
5.1 Erweiterungen zur Gesamtsicht
5.2 Vorgehensweise
6. Fallbeispiel
6.1 Ausgangssituation und Fragestellung
6.2 Betrachtungsfokus definieren
6.3 Definition der Betrachtungsobjekte als Service
6.4 Beschreibung der Rahmenarchitektur
6.5 Festlegung der mathematischen Zusammenhänge
7. Schlussbetrachtung
7.1 Evolutionäre Betrachtung der Serviceorientierung
7.2 Kritische Erfolgsfaktoren
8. Empfehlungen und Stellungnahmen
Die Arbeit zielt darauf ab, durch die konzeptionelle Zusammenführung von serviceorientierten Architekturen (SOA) und Controllinginstrumenten eine ganzheitliche Sicht auf unternehmerische Erfolgsfaktoren wie Kosten, Qualität und Zeit zu ermöglichen, um so die Transparenz und Flexibilität innerhalb von Unternehmensebenen zu steigern.
1.2 Problemstellung und Wertschöpfungspotentiale
In vielen Unternehmen ist die Kluft zwischen IT und den Fachbereichen in den vergangenen Jahren stark gewachsen, da etablierte IT Infrastrukturen sich als nicht genügend anpassbar zeigten an die rascher sich verändernden Anforderungen des Geschäftes. Erweiterungen zu globalen Unternehmen, Fusionen und Übernahmen, u.ä. stehen im Widerspruch zur steigenden Komplexität der IT Systeme und der verschiedenartigen Qualitätsausprägungen von nicht ablösbaren Altsystemen. In einer Studie der Harvard Business School wurden 103 Unternehmen, bezüglich ihrer von der IT unterstützten Geschäftsprozesse, untersucht:
„[…] 12 percent of the companies we studied are frittering away management attention and technology investments on a myriad of (perhaps) locally sensible projects that don’t support enterprisewide objectives. Another 48 percent of the companies are cutting waste from their IT budgets but haven’t figured out how to increase value from IT.”
Ziel einer IT im Unternehmen war und ist es, die Geschäftsprozesse zu unterstützen und in Summe das Unternehmen wettbewerbsfähiger und wirtschaftlicher zu gestalten. Unzufriedenheiten mit der Anpassungsgeschwindigkeit der IT führten in den letzten Jahren vermehrt zur Verlagerung der Arbeit (Auslagerung in Niedriglohnländer, Auslagerung an IT Spezialisten oder Einsatz von Standardsoftware), ohne das Problem an der Wurzel zu lösen. Das Kernproblem ist der hohe Aufwand, komplexe existierende IT Systeme an veränderte Geschäftsprozesse anzupassen. Die Wirtschaftlichkeit dieser Maßnahmen erleidet zudem Einbußen, nicht zuletzt durch steigende Kosten für IT Fachpersonal:
„Due to different life cycles and varying actor groups, the alignment of strategy, business processes and information systems support often turns out to be difficult and expensive (Österle 1995).”
Executive Summary: Kurze Übersicht über die Zusammenführung von SOA und Controlling zur Schaffung einer ganzheitlichen Sicht auf unternehmerische Erfolgsfaktoren.
Einleitung: Einführung in die Problemstellung der Kluft zwischen IT und Fachbereichen sowie die Zielsetzung der Arbeit, ein transparentes und flexibles System zu schaffen.
Das Konzept der Serviceorientierung: Definition von Service und Beschreibung des Ebenenmodells eines Unternehmens als Grundlage für die Serviceorientierung.
Ansätze der vertikalen Verrechnung: Diskussion über Auswirkungen der Globalisierung und Vorstellung der Prozesskostenrechnung als Mittel zur Schaffung vertikaler Transparenz.
Horizontales Kennzahlenmodell: Detaillierte Darstellung von Kennzahlen für die verschiedenen Unternehmensebenen (Organisation, Prozesse, Anwendung, Infrastruktur).
Konzeptionelle Zusammenführung: Zusammenführung der Ansätze der vertikalen Verrechnung und des Kennzahlenmodells in einer Service Rahmenarchitektur.
Fallbeispiel: Konkretisierung des Konzepts anhand der Analyse des Kundenberatungsprozesses (DSL-Recherche) in einem T-Punkt.
Schlussbetrachtung: Kritische Analyse des aktuellen Standes der Serviceorientierung und Identifikation kritischer Erfolgsfaktoren für SOA-Projekte.
Empfehlungen und Stellungnahmen: Zusammenfassende Handlungsempfehlungen für die erfolgreiche Implementierung von SOA unter Berücksichtigung organisatorischer Aspekte.
Serviceorientierte Architektur, SOA, Controlling, Prozesskostenrechnung, Unternehmensarchitektur, Kennzahlenmodell, Vertikale Verrechnung, Performance Treiber, Service-Level Management, Globalisierung, IT-Management, Geschäftsprozesse, Transparenz, Service Level Agreement, Unternehmenserfolg.
Die Arbeit untersucht, wie eine konzeptionelle Verbindung zwischen serviceorientierten Architekturen (SOA) und modernen Controllinginstrumenten geschaffen werden kann, um eine ganzheitliche Performance-Messung in Unternehmen zu ermöglichen.
Die Arbeit behandelt die Bereiche Serviceorientierung, vertikale Verrechnung, horizontales Kennzahlenmanagement, Prozesskostenrechnung und die strategische Ausrichtung von IT und Fachbereichen.
Das Ziel ist die Schaffung eines transparenten Systems, das Leistungen bezüglich Kosten, Qualität und Zeit auf allen Unternehmensebenen messbar und vergleichbar macht.
Die Arbeit verwendet eine konzeptionelle Modellentwicklung, die durch eine Literaturanalyse gestützt wird und die theoretischen Erkenntnisse in einem praktischen Fallbeispiel konkretisiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Serviceorientierung, die Darstellung von Methoden zur vertikalen Verrechnung und Kennzahlenmessung sowie deren Zusammenführung zu einer Service-Rahmenarchitektur.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie SOA, Controlling, Prozesskostenrechnung, Unternehmensarchitektur und Performance-Messung beschreiben.
Sie ermöglicht es, Kosten verursachungsgerecht auf Prozesse und damit auf die betroffenen Organisationseinheiten zu verteilen, was die Basis für eine ebenenübergreifende Transparenz bildet.
Performance Treiber bezeichnen jene Mengengerüste, die bei der Nutzung eines Services dessen Kennzahlen (Kosten, Qualität, Zeit) direkt beeinflussen und somit eine präzise Steuerung ermöglichen.
Anhand der Analyse der „DSL-Recherche“ in einem T-Punkt zeigt der Autor auf, wie die theoretisch entwickelten Schritte zur Identifikation von Services und zur mathematischen Verrechnung praktisch angewendet werden können.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass SOA als evolutionärer Prozess verstanden werden muss, der eine enge Verzahnung von IT und Fachbereich erfordert, um einen echten unternehmerischen Mehrwert zu generieren.
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