Masterarbeit, 2015
72 Seiten, Note: 2,0
I. Einleitung
II. Was ist Schülerorientierung?
a. Allgemeine Definition
b. Bedeutung im Musikunterricht
c. Abgrenzung zu anderen Konzepten
i. Handlungsorientierung
ii. Konstruktivismus
III. Offener Unterricht
a. Ziele und Merkmale
b. Methodische Formen offenen Unterrichts
i. Stationenlernen
ii. Wochenplanarbeit
iii. Projektarbeit
c. Erfahrungen und Effektivität von offenen Unterrichtsformen
d. Offene Unterrichtsformen und Schülerorientierung
IV. Analyse von Materialien für den Musikunterricht
a. Kriterien zur Analyse
b. Stationenlernen: Strawinsky (Lugertverlag)
c. Stationenlernen: Minimal Music (Lugertverlag)
d. Vergleich der Materialien
e. Zusammenfassung
V. Fazit
Diese Masterarbeit untersucht, inwiefern offene Unterrichtsformen, insbesondere das Stationenlernen, dazu beitragen können, den Musikunterricht an allgemeinbildenden Schulen stärker an den Bedürfnissen und Interessen der Schülerinnen und Schüler auszurichten. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie offene Unterrichtskonzepte die Schülerorientierung im Fach Musik fördern können und welche Anforderungen dies an die Lehrperson sowie die Unterrichtsmaterialien stellt.
i. Stationenlernen
„Die Beliebtheit, der sich die Stationenarbeit derzeit erfreut, dürfte daher neben ihrer einfachen Struktur, ihrer vielseitigen Verwendbarkeit und ihrer klaren Orientierung an reformpädagogischen Prinzipien vor allem oder gerade in ihrer vermittelnden Position zwischen eher offenem und stärker geschlossenem Unterricht zu suchen sein.“
Schnell ist zu erkennen, dass das Stationenlernen (gleichzusetzen mit Stationenarbeit, Lernen an Stationen, Arbeit im Lernzirkel usw.) viele Vorteile für den Einstieg in das Konzept des offenen Unterrichts bietet. Trotzdem dürfen dabei nicht einige wesentliche Aspekte vergessen werden, damit diese Methode auch wirklich einen offenen Unterricht ermöglicht und nicht trotz des Ansatzes zu einem geschlossenen Unterrichtsgeschehen führt.
Allgemein ist jedoch zuerst zu sagen, dass das Stationenlernen wohl eine der bekanntesten Formen des offenen Unterrichts ist. Dabei wird diese jedoch nach Lehrumfragen nur zu 5% im Unterricht eingesetzt. Im Vergleich dazu liegt die Anwendungshäufigkeit beim Projektlernen bei etwa 10% und bei der Wochenplanarbeit sogar bei 14%. Im Gegensatz dazu sieht Irmintraut Hegele im Stationenlernen heutzutage „eine der bekanntesten und beliebtesten Formen des offenen Unterrichts.“ Für sie liegt die Begründung für die Häufigkeit des Stationenlernens in der Vielseitigkeit und der vielfältigen Einsatzmöglichkeit der Methode. Es ist dann aber fraglich, warum trotz der guten Einsetzbarkeit und leichten Möglichkeit der Einführung einer offenen Unterrichtsmethode, diese jedoch nur so selten verwendet wird. Ein möglicher Grund hierfür könnte sein, dass bei dem Stationenlernen die Problematik in ein Abrutschen in einen zu stark lehrerzentrierten Unterricht sehr leicht möglich ist. Außerdem scheint für ein gutes und wirklich offenes Stationenlernen ein enormer Vorbereitungsaufwand für die Lehrperson zu bestehen, was eventuell abschrecken könnte. Die genauere Bedeutung dieser Problematik wird im weiteren Verlauf ersichtlich.
I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wunsch nach mehr Schülerorientierung im Unterricht und führt offene Unterrichtsformen als einen möglichen Lösungsansatz für den Musikunterricht ein.
II. Was ist Schülerorientierung?: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Schülerorientierung und grenzt ihn durch die Konzepte des Konstruktivismus und des handlungsorientierten Unterrichts ab.
III. Offener Unterricht: Hier werden die Wurzeln, Ziele und methodischen Formen (Stationenlernen, Wochenplan, Projektarbeit) des offenen Unterrichts sowie deren Effektivität und Zusammenhang mit Schülerorientierung dargelegt.
IV. Analyse von Materialien für den Musikunterricht: Der Hauptteil bietet eine kritische Analyse zweier bestehender Lernzirkel-Materialien aus dem Lugertverlag (Strawinsky und Minimal Music) anhand entwickelter Kriterien.
V. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass offene Unterrichtsformen einen Weg zu mehr Schülerorientierung darstellen, sofern sie konsequent und unter Einbeziehung der Schülerbedürfnisse umgesetzt werden.
Schülerorientierung, Offener Unterricht, Musikunterricht, Stationenlernen, Wochenplanarbeit, Projektarbeit, Handlungsorientierung, Konstruktivismus, Lernzirkel, Binnendifferenzierung, Selbstständigkeit, Eigenverantwortung, Unterrichtsmethoden, Didaktik, Musikpädagogik
Die Arbeit untersucht die Eignung offener Unterrichtsformen, wie das Stationenlernen, um den Musikunterricht an Schulen schülerorientierter und motivierender zu gestalten.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Schülerorientierung, verschiedene Konzepte offenen Unterrichts sowie die praktische Analyse von Lehrmaterialien im Fach Musik.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Musikunterricht durch offene Formen gestaltet werden kann, um den Lernenden mehr Selbstverantwortung und Mitbestimmung zu ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse und einer kriteriengeleiteten Analyse und Evaluation bestehender Unterrichtsmaterialien.
Der Hauptteil widmet sich der Definition und Abgrenzung von Konzepten, der detaillierten Beschreibung methodischer Formen sowie der kritischen Prüfung spezifischer Musik-Lernzirkel.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Schülerorientierung, Offener Unterricht, Musikunterricht, Stationenlernen und Binnendifferenzierung charakterisiert.
Ein nur scheinbar offener Unterricht, der lediglich methodisch strukturiert ist, ohne den Schülern echte Freiheiten und Mitbestimmung einzuräumen, verhindert die Erreichung der Ziele von Selbstständigkeit und Eigenverantwortung.
Die Lehrperson wandelt sich vom Wissensvermittler hin zum Helfer, Koordinator und Gestalter der Lernumgebung, der den Schülern den notwendigen Freiraum zur Entfaltung bietet.
Die Autorin kritisiert insbesondere die zu hohe Anzahl an Pflichtaufgaben und die zeitliche Einengung, welche die individuellen Lernwege und die Wahlfreiheit der Schüler unnötig einschränken.
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