Bachelorarbeit, 2014
57 Seiten, Note: 2,0
I. Einleitung
II. Gründe für handlungsorientierten Unterricht
III. Handlungsorientierter Unterricht
a. Ziele
b. Merkmale
c. Inhalt und Gestaltung
d. Probleme und Gegenargumente
IV. Handlungsorientierter Musikunterricht
a. Entstehung
b. Die heutige Konzeption
c. Merkmale
d. Beispiele für handlungsorientierte Produkte im Musikunterricht
V. Behandlung von Musicals in Lehrbüchern
a. Musikstunde 7/8: Jesus Christ Superstar
b. Soundcheck 2: Linie 1
VI. Methoden für handlungsorientierten Musikunterricht
a. Standbild
b. Kreatives Schreiben
c. Szenisches Spiel
d. Klassenmusizieren
VII. Vorschläge für handlungsorientierten Musikunterricht zum Musical Linie 1
VIII. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwieweit das didaktische Konzept des handlungsorientierten Unterrichts auf den Musikunterricht der Sekundarstufe I übertragen werden kann. Im Fokus steht dabei die Analyse, wie etablierte Schulbücher das Thema Musical handlungsorientiert aufbereiten und welche konkreten methodischen Ansätze – wie Standbilder, kreatives Schreiben, szenisches Spiel und Klassenmusizieren – sich zur aktiven und lebensnahen Erschließung des Musicals Linie 1 eignen.
a. Standbild
Eine mögliche Methode für handlungsorientierten Unterricht ist das Standbild. Ausgangspunkt ist immer ein Thema, das entweder vom Lehrer vorgegeben wird oder sich durch bearbeitete Materialien ergibt. „In allen Fällen stehen die Lernenden am Ende vor der Aufgabe, sich in eine ausgedachte oder vorgefundene soziale Situation einzufühlen, um diese anschließend als Standbild – mit den Mitteln Körperhaltung, Gestik und Mimik, aber ohne zu sprechen – darzustellen.“ Dementsprechend könnte man sagen, dass es sich bei einem Standbild um ein festgehaltenes Szenenbild aus einem Rollenspiel handelt, das aussagekräftig gestaltet wurde.
Für die Umsetzung dieser Methode im Unterricht ist es wichtig, dass die SuS eine Einstimmung erhalten, beispielsweise indem Übungen zur Körperhaltung gemacht werden. Bei der Erarbeitung eines Standbilds ist es außerdem wichtig, dass verschiedene Mittel der Körperhaltung, Gestik und Mimik für die einzelnen Gruppen erläutert wurden und klar sind. Symbolische Elemente könnten dabei sein, dass verschränkte Hände eine trennende Wand symbolisieren können oder ein abgewandter Blick ein schlechtes Gewissen. Für die Erarbeitung innerhalb der Gruppen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Zuständigkeiten. Dabei kann es einen einzelnen Regisseur geben oder die gesamte Gruppe entscheidet, wie das Standbild aussehen und umgesetzt werden soll. Ein einzelner Regisseur kann vor dem Erstellen des Standbilds auch den Gruppenmitgliedern erklären, was er vorhat oder sie einfach ohne jegliches Vorwissen zu einem Standbild positionieren. Hier besteht jedoch besonders die Schwierigkeit, dass durch das Verbot des Sprechens die Umsetzung von Mimik zwischen dem Regisseur und den SuS, die die Rollen im Standbild übernehmen, schwer zu vermitteln ist.
I. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Notwendigkeit handlungsorientierten Unterrichts im Musikfach als Reaktion auf sinkende Motivation und setzt sich zum Ziel, diesen anhand des Musicals Linie 1 methodisch zu explorieren.
II. Gründe für handlungsorientierten Unterricht: Es werden die gesellschaftlichen und lernpsychologischen Begründungen dargelegt, die für eine Abkehr von rein kognitiver Wissensvermittlung hin zu ganzheitlichem, handlungsorientiertem Lernen sprechen.
III. Handlungsorientierter Unterricht: Dieses Kapitel definiert handlungsorientierten Unterricht als schüleraktives Konzept, das Kopf- und Handarbeit in ein ausgewogenes Verhältnis bringt und durch verschiedene Inszenierungsmuster umgesetzt wird.
IV. Handlungsorientierter Musikunterricht: Der Fokus liegt hier auf der musikpädagogischen Konzeption, wobei das Werk und der ganzheitliche Umgang mit Musik (hören, verstehen, handeln) zentral sind.
V. Behandlung von Musicals in Lehrbüchern: Die Analyse von Die Musikstunde 7/8 und Soundcheck 2 zeigt auf, dass der Aspekt der Handlungsorientierung in gängigen Lehrbüchern bisher nur sehr begrenzt Berücksichtigung findet.
VI. Methoden für handlungsorientierten Musikunterricht: Es werden spezifische Methoden wie Standbild, kreatives Schreiben, szenisches Spiel und Klassenmusizieren hinsichtlich ihres Beitrags zur Handlungsorientierung detailliert vorgestellt.
VII. Vorschläge für handlungsorientierten Musikunterricht zum Musical Linie 1: Basierend auf den vorangegangenen Kapiteln werden praktische Ideen und Szenarien entwickelt, um das Musical Linie 1 handlungsorientiert in der Sekundarstufe I zu vermitteln.
VIII. Fazit: Das Fazit resümiert die Chancen und Herausforderungen des handlungsorientierten Musikunterrichts und betont, dass trotz fehlender Materialien in Schulbüchern ein hohes Potenzial für schülernahen Unterricht besteht.
Handlungsorientierter Unterricht, Musikpädagogik, Musical, Linie 1, Sekundarstufe I, Ganzheitliches Lernen, Klassenmusizieren, Szenisches Spiel, Produktorientierung, Methodenkompetenz, Schüleraktivierung, Musikunterricht, Didaktik, Lebensweltbezug, Kreatives Schreiben.
Die Arbeit untersucht, wie das Konzept des handlungsorientierten Unterrichts genutzt werden kann, um den Musikunterricht in der Sekundarstufe I lebendiger und schülernäher zu gestalten, insbesondere am Beispiel des Musicals.
Die Arbeit verknüpft musikdidaktische Theorien mit der Analyse von Schulbuchkonzepten und der praktischen Anwendung von Methoden wie Standbildern oder Klassenmusizieren.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Musical Linie 1 mit handlungsorientierten Methoden unterrichtet werden kann, da die aktuelle Lehrbuchpraxis dieses Potenzial weitgehend ungenutzt lässt.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu didaktischen Konzepten sowie einer vergleichenden Analyse von Schulbuchreihen im Fach Musik.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Grundlegung des handlungsorientierten Lernens, die Analyse der Musical-Behandlung in Lehrbüchern und die Vorstellung spezifischer Lehrmethoden für den Musikunterricht.
Die zentralen Begriffe sind Handlungsorientierung, ganzheitliches Lernen, Musiktheater, schülerzentrierter Unterricht und die methodische Aufbereitung am Beispiel von Linie 1.
Das Werk gilt als besonders lebensnah für Jugendliche, da es gesellschaftliche Realitäten wie Anonymität und soziale Konflikte thematisiert, die einen direkten Bezug zur Lebenswelt der SuS aufweisen.
Sie kommt zu dem Schluss, dass aktuelle Schulbücher den handlungsorientierten Aspekt vernachlässigen und meist auf rein kognitive Wissensabfrage und Inhaltswiedergabe setzen.
Klassenmusizieren wird als aufwendigste, aber effektivste Methode angesehen, um Schüler aktiv am musikalischen Prozess zu beteiligen und ein gemeinsames Produkt zu schaffen.
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