Diplomarbeit, 2008
73 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Deutschland als Einwanderungsland
3 In Deutschland lebende Migranten
4 Bildung
4.1 Bildung im Elementarbereich
4.1.1 Amtliche Statistik
4.1.2 Ergebnisse weiterführender Studien
4.1.3 Ursachen für geringere Beteiligung an außerhäuslicher Betreuung
4.1.3.1 Ökonomische Faktoren
4.1.3.2 Soziale Netzwerke
4.1.3.3 Informations- und Wissensstand der Eltern
4.1.3.4 Normative und kulturelle Faktoren
4.2 Schulische Bildung
4.2.1 Einschulung
4.2.2 Grundschule und Übergang in die Sekundarstufe I
4.2.3 Ausländische Schülerinnen und Schüler
4.2.4 Die Verteilung ausländischer Schülerinnen und Schüler nach Schularten und Nationalität
4.2.5 Erreichte Schulabschlüsse
4.2.6 PISA 2006 – Zentrale Ergebnisse
4.2.7 Verzögerte Schullaufbahn
4.3 Berufliche Bildung
5 Ökonomische Situation und Armut
5.1 Einkommen, soziale Schicht und staatliche Transferzahlungen
5.2 Taschengeld
6 Wohnsituation
6.1 Indikatoren zur Beschreibung der Wohnsituation
6.1.1 Wohndichte
6.1.2 Wohneigentum, Miete und Mietbelastung
6.1.3 Qualität der Wohnumgebung
6.1.4 Rückzugsmöglichkeiten in der Wohnung
7 Gesundheit
7.1 Medizinische Versorgung und physische Gesundheit
7.2 Psychische Gesundheit
8 Kriminalität
8.1 Polizeiliche Kriminalstatistik
8.2 Dunkelfeldforschung
8.2.1 Migrantenkinder und -jugendliche als Opfer
8.2.2 Migrantenkinder und -jugendliche als Täter
9 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den aktuellen Forschungsstand zur Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Deutschland zusammenzutragen, um den Status Quo zu erfassen, Forschungsdefizite zu identifizieren und mögliche Potenziale für zukünftige Untersuchungen aufzuzeigen.
4.1.3.1 Ökonomische Faktoren
Der Besuch einer vorschulischen Betreuungseinrichtung ist mit finanziellen Aufwendungen verbunden. Der private Finanzierungsanteil beträgt in Deutschland 37% und ist somit deutlich über dem OECD-Durchschnitt von 17%. Wenn man bedenkt, dass Familien mit Migrationshintergrund meist über geringere finanzielle Ressourcen verfügen, ergibt sich, dass vorschulische Bildungsinvestitionen für Migrantenfamilien deutlich höher ausfallen als für Einheimische. So äußersten rund 40% der befragten Türken, Griechen, Ex-Jugoslawen und Italiener in der Repräsentativuntersuchung 2001 des Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung den Wunsch, dass Kindergärten kostenfrei sein sollten.
Gerade für Migrantenkinder ist ein Kindergartenbesuch aufgrund der ungleichen sozialen und ökonomischen Situation besonders wichtig, um eventuelle kognitive, soziale und sprachliche Defizite auszugleichen. Aus diesem Grund ist die gesetzliche Situation als problematisch anzusehen, denn es gibt keine einheitlichen Regelungen zu den elterngetragenen Finanzierungsanteilen in den Bundesländern. Zwar wird der Rahmen durch das achte Sozialgesetzbuch (SGB VIII) gegeben, da §90 vorsieht, dass Teilnehmerbeiträge oder Gebühren nach Einkommensgruppen und Kinderzahl gestaffelt und auch erlassen werden können, jedoch untersteht die Ausführung des Sozialgesetzbuches der Ländergesetzgebung. Das bedeutet, dass es zwischen den Bundesländern enorme Unterschiede gibt, ob und in welchen Umfang die Elternbeiträge gesetzlich geregelt sind.
1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Relevanz der Population von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund und formuliert das Ziel der Arbeit, den aktuellen Status Quo der Forschung zu sichten.
2 Deutschland als Einwanderungsland: Dieses Kapitel behandelt die historische Entwicklung Deutschlands zum Einwanderungsland, beginnend bei der Anwerbung von Gastarbeitern bis hin zur aktuellen Situation.
3 In Deutschland lebende Migranten: Das Kapitel liefert einen Überblick über die demografische Struktur, das Alter und das Geschlechterverhältnis von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland.
4 Bildung: Hier wird der Schwerpunkt auf die Bildungsbiographie gelegt, von der vorschulischen Betreuung über schulische Leistungen und Abschlüsse bis hin zum Übergang in das Berufsleben.
5 Ökonomische Situation und Armut: Dieses Kapitel beleuchtet die finanzielle Lage von Migrantenfamilien, soziale Schichtzugehörigkeiten und die Auswirkungen auf die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
6 Wohnsituation: Es werden Indikatoren wie Wohndichte, Eigentumsverhältnisse und die Qualität des Wohnumfelds analysiert, um die Lebensbedingungen von Migrantenkindern zu beschreiben.
7 Gesundheit: Das Kapitel untersucht den physischen und psychischen Gesundheitszustand sowie die Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen und Präventionsangeboten.
8 Kriminalität: Hier wird das Delinquenzverhalten sowie die Rolle von Migrantenkindern als Täter und Opfer unter Berücksichtigung polizeilicher Statistiken und Dunkelfeldforschung beleuchtet.
9 Fazit und Ausblick: Diese Zusammenfassung bewertet den Forschungsstand und betont die Notwendigkeit einer stärkeren migrationsspezifischen Auswertung existierender Daten.
Migrationshintergrund, Bildungsbenachteiligung, soziale Integration, frühkindliche Betreuung, Schulerfolg, Armutsrisiko, Wohnsituation, Gesundheit, Delinquenz, Dunkelfeldforschung, Sozialisation, kulturelle Faktoren, Integrationspolitik, Ausbildungsmarkt, Chancengleichheit.
Die Arbeit befasst sich mit der Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Deutschland und analysiert verschiedene Lebensbereiche wie Bildung, Wohnen, Gesundheit und Kriminalität.
Zu den zentralen Themen gehören die Bildungsbenachteiligung, die ökonomische Lage von Familien, die Wohnverhältnisse sowie gesundheitliche Aspekte und Fragen der Delinquenz im Migrationskontext.
Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand (Status Quo) zur Lebenssituation von Migrantenkindern zusammenzutragen, Forschungslücken aufzuzeigen und das Potenzial vorhandener Studien besser nutzbar zu machen.
Es handelt sich um eine theoretische und empirische Sekundäranalyse, bei der Daten aus amtlichen Statistiken und relevanten wissenschaftlichen Studien zusammengeführt werden.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Bildungsbiographie, die ökonomische Situation, die Wohnbedingungen, den gesundheitlichen Status und die Kriminalitätsbelastung dieser Bevölkerungsgruppe.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Migrationshintergrund, Bildungsbiographie, Bildungsbenachteiligung, ökonomische Deprivation und soziale Integration.
Da Familien mit Migrationshintergrund oft über geringere finanzielle Mittel verfügen, wirken sich die privaten Kosten für Betreuungsangebote hemmend auf die Inanspruchnahme aus, was zu ungleichen Startchancen führt.
Ja, junge Männer im Alter von 14 bis 24 Jahren stellen eine besondere Risikogruppe dar, wobei sich im Zeitverlauf insgesamt eine Abnahme der Kriminalitätsbeteiligung bei ausländischen Jugendlichen zeigt.
Wohnen in beengten Verhältnissen, etwa in Hochhäusern oder ohne Rückzugsmöglichkeiten wie ein eigenes Zimmer, korreliert mit einem geringeren wohnungsbezogenen Wohlbefinden bei Kindern mit Migrationshintergrund.
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