Bachelorarbeit, 2013
84 Seiten, Note: 2,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
1 Einleitung
2 Werbung
2.1 Was bedeutet Werbung
2.2 Formen von Werbung
2.3 Die Grundprinzipien der Werbung
2.4 Gliederung einer Werbeanzeige
2.5 Bild und Text
2.6 Sprachliche Besonderheiten
2.6.1 Werbesprache eine Sondersprache?
2.6.2 Sprachspiele
2.6.2.1 Wortspiele
2.6.2.2 Kontextspiele
2.6.2.3 Referenzspiele
2.6.3 Jugendsprache
2.7 Einfluss auf die Alltagssprache
2.8 Janichs Vorschlag für ein Analysemodell
2.9 Kritik an der Werbesprache
3 Fehler
3.1 Was sind Fehler?
3.2 Fehlerkorrektur
3.3 Fehler in der Werbesprache
4 Sprachbewusstsein, Sprachbewusstheit und Language Awareness
4.1 Definitionen
4.2 Language Awareness
5 Unterrichtsentwurf
5.1 Ausgangslage
5.2 Didaktische Analyse
5.3 Lernziele
5.4 Verlaufsskizze
5.6 Überlegungen zum Unterrichtsablauf
5.6.1 methodische Analyse
5.6.2.1 vereinfachtes Analysemodell für den Unterricht
5.6.2.2 Beispielanalyse
6 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz von Werbeanzeigen mit inkorrektem Sprachgebrauch im DaF-Unterricht (Deutsch als Fremdsprache) als Mittel zur Förderung des Sprachbewusstseins. Es wird erforscht, wie Lernende zwischen beabsichtigten Sprachspielen und tatsächlichen Fehlern unterscheiden können und wie diese Erkenntnisse methodisch in den Unterricht integriert werden können.
2.6.2 Sprachspiele
„Sprachspiele lassen sich am besten als [bewusste-absichtliche] Abweichungen von [sprachlichen] Normen [und Regeln] oder zumindest von Erwartungen [der Kommunikationsteilnehmer] charakterisieren.“ Diese Abweichungen können u.a. unterhaltend, expressiv, poetisch, adressatenbezogen, appellativ, humorvoll, geheimnisvoll, irreführend, doppelsinnig, kritisch, satirisch, ironisch oder zynisch sein und so die AIDA Formel unterstützen. Durch sie wird Aufmerksamkeit erregt und Interesse geweckt, wodurch der Rezipient dazu bewegt wird etwas zu glauben oder zu tun, letztendlich also das Produkt zu kaufen, die Dienstleistung in Anspruch zu nehmen usw. für die in der betreffenden Anzeige geworben wird. Wichtig ist jedoch, dass die Abweichungen als intendiert verstanden und nicht als Fehler aufgefasst und sanktioniert werden. Denn ein wichtiges Kriterium von Sprachspielen ist, dass sie im Gegensatz zu Fehlern ganz bewusst und absichtlich gemacht werden.
Das stellt die Werbetexter vor die Aufgabe, Sprachspiele so zu gestalten, dass der Rezipient diese ohne großen Mehraufwand versteht (denn meist hat dieser keine Zeit und Lust sich länger mit Werbung zu befassen) und er sich später auch noch an das Produkt erinnern kann und nicht nur an das Sprachspiel. Voraussetzung dafür ist eine „ausreichende Sprachkompetenz […] auf Produzenten- wie Rezipientenseite.“
So kann nämlich z.B. bei fehlender Sprachkompetenz eine Abweichung nicht toleriert und als Fehler sanktioniert werden, die in einer anderen Situation toleriert wird.
1 Einleitung: Diese führt in die Relevanz von Werbung im DaF-Unterricht ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, inkorrekte Sprache in der Werbung zur Förderung des Sprachbewusstseins zu nutzen.
2 Werbung: Dieses Kapitel definiert Werbung, beschreibt ihre Formen, die AIDA-Formel, den Aufbau einer Anzeige, das Zusammenspiel von Bild und Text sowie sprachliche Besonderheiten wie Sprachspiele und Jugendsprache.
3 Fehler: Hier werden Definitionen von Fehlern, ihre Ursachen sowie Methoden der Fehlerkorrektur im Fremdsprachenunterricht und deren Abgrenzung zum Sprachspiel in der Werbung behandelt.
4 Sprachbewusstsein, Sprachbewusstheit und Language Awareness: Dieses Kapitel klärt die theoretischen Begriffe und erläutert das Konzept der "Language Awareness" mit seinen verschiedenen Ebenen (affektiv, sozial, politisch, kognitiv, performativ).
5 Unterrichtsentwurf: Hier wird ein konkretes didaktisches Szenario für Germanistikstudierende vorgestellt, inklusive einer Verlaufsskizze und eines vereinfachten Analysemodells für den Unterricht.
6 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass eine kritische Auseinandersetzung mit Werbung nicht nur die Sprachkompetenz fördert, sondern auch Medienkompetenz und Werteverständnis stärkt.
Werbung, Werbesprache, Sprachspiel, DaF-Unterricht, Fehlerkorrektur, Language Awareness, Sprachbewusstsein, Sprachdidaktik, Werbeanalyse, Sprachnorm, Sprachreflexion, Wirtschaftswerbung, Werbepsychologie, Didaktik, Medienpädagogik.
Die Bachelorarbeit thematisiert den Einsatz von Werbeanzeigen im DaF-Unterricht, um das Sprachbewusstsein der Lernenden zu fördern, indem gezielt zwischen sprachlichen Fehlern und absichtlichen Sprachspielen unterschieden wird.
Die zentralen Felder sind die Werbesprache (insbesondere ihre sprachlichen Besonderheiten wie Sprachspiele), die Fehleranalyse im Fremdsprachenkontext und das Konzept der Language Awareness.
Ziel ist es zu untersuchen, wie Deutsch als Fremdsprache-Lernende durch die Analyse von Werbeanzeigen eine höhere Sensibilität für Sprachgebrauch entwickeln und Abweichungen von Normen kritisch reflektieren können.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Sachanalyse sowie die Adaption des Analysemodells von Nina Janich, um ein didaktisches Instrumentarium für den Unterricht zu entwickeln.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung zu Werbung und Fehlern, die Definition von Sprachbewusstsein und Language Awareness sowie einen praktischen Unterrichtsentwurf mit einem vereinfachten Analysemodell.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Werbesprache, Sprachspiel, Language Awareness, Fehlerkorrektur, DaF-Unterricht und Sprachbewusstsein charakterisiert.
Werbeanzeigen sind laut Autorin kurz, überschaubar, allgegenwärtig und unkompliziert in der Handhabung, da sie keine aufwendige Transkription wie bei Audio- oder Videomaterial erfordern.
Ein Fehler ist eine unbeabsichtigte Abweichung von der Norm, während ein Sprachspiel eine bewusste und absichtliche Abweichung darstellt, die der Aufmerksamkeit erregenden Funktion der Werbung dient.
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