Bachelorarbeit, 2013
34 Seiten, Note: 1,7
EINLEITUNG
KLASSIFIZIERUNG UND EINORDNUNG
DAS KUNSTMÄRCHEN
DAS FEENMÄRCHEN
DIE GESCHICHTE DES PRINZEN BIRIBINKER
PARODIE
DAS VORBILD DES FEENMÄRCHENS UND DIE PARODIE DES WUNDERBAREN
DIE PRIMÄREN REPRÄSENTANTEN DES FRAUENBILDES
DIE TYPISIERUNG DER FIGUREN
DIE STRUKTUR DER HANDLUNG
DIE INTERTEXTUALITÄT
DIE ANTIKE
DIE COLLAGE
FAZIT
Diese Bachelorarbeit untersucht Christoph Martin Wielands Werk „Prinz Biribinker“ als das erste deutsche Kunstmärchen. Das Hauptziel besteht darin, die literarischen Besonderheiten des Werkes durch eine Analyse seiner parodistischen Züge und intertextuellen Bezüge herauszuarbeiten, um Wielands innovativen Umgang mit der Tradition des Feenmärchens zu verdeutlichen.
Die Typisierung der Figuren
Die Handlung der Geschichte des Prinzen Biribinker wird lediglich von Figuren, die der Typisierung zuzuordnen sind, geformt, wie es für das Genre des Märchens charakteristisch ist. Der Handlungsverlauf lässt keinerlei Entwicklung der Figuren ersichtlich werden, denn immer wieder verfallen sie in ihr vorheriges Handlungsmuster zurück:
Die Feen Cristalline und Mirabella werden aufgrund ihrer Untreue mit einer Verwandlung gestraft, wobei nach Rückverwandlung dieser das untreue Verhalten direkt mit Biribinker fortgeführt wird. Hier wird u.a. das Prinzip der Metamorphose, welches auch im Feenmärchen Bekanntheitsgrad erlangte, entfremdet.
Diese Typisierung geht sogar so weit, dass man von einer Nicht-Identität der Figuren sprechen kann.
Hier sei Galactine als Beispiel gegeben: Sie tritt zunächst als Milchmädchen auf, folglich wird sie auch als Schäferin und Jägerin wieder ins Geschehen eingeführt und gelangt schlussendlich in ihre finale Rolle der Prinzessin, jedoch wieder mit dem Namen, der Galactine, welcher auf das anfängliche Milchmädchen Bezug nimmt.
EINLEITUNG: Vorstellung der Thematik und Hinführung zum ersten deutschen Kunstmärchen sowie Erläuterung des hermeneutischen Ansatzes zur Untersuchung von Parodie und Intertextualität.
KLASSIFIZIERUNG UND EINORDNUNG: Theoretische Definition des Kunstmärchens und Einordnung der Geschichte des Prinzen Biribinker in den literarischen Kontext des Romans „Der Sieg der Natur über die Schwärmerey“.
PARODIE: Analyse der parodistischen Elemente des Werkes, insbesondere im Hinblick auf das Feenmärchen, das Frauenbild, die Typisierung und die Handlungsstruktur.
DIE INTERTEXTUALITÄT: Untersuchung der intertextuellen Bezüge Wielands, speziell zur Antike, und die Bedeutung der Collage-Technik für den Schreibstil des Autors.
FAZIT: Zusammenfassende Betrachtung von Wielands Innovation als Begründer des deutschen Kunstmärchens und Resümee über seinen nachhaltigen Einfluss auf die Literaturgeschichte.
Wieland, Prinz Biribinker, Kunstmärchen, Feenmärchen, Parodie, Intertextualität, Antikenrezeption, Typisierung, Aufklärung, Collage, Literaturgeschichte, Don Sylvio, Figurengestaltung, Literaturwissenschaft, Epochenstil
Die Arbeit beschäftigt sich mit Christoph Martin Wielands Werk „Prinz Biribinker“ und dessen Bedeutung als erstes deutsches Kunstmärchen im Rahmen seiner literarischen Einordnung.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Gattungsgeschichte des Kunstmärchens, die Technik der Parodie, die Analyse von Intertextualität und die spezifische Ausgestaltung von Figuren und Handlung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Wieland durch Parodie und Intertextualität ein neues Märchenverständnis in Deutschland schuf und warum sein Werk eine besondere intellektuelle Tiefe aufweist.
Die Arbeit nutzt einen hermeneutischen Blickwinkel, um die literarischen Mechanismen, die Parodierung der Feenmärchen-Tradition und die Einbettung in den Romankontext zu deuten.
Im Hauptteil werden das Vorbild der Feenmärchen, die Parodie des Wunderbaren, das Frauenbild, die Typisierung der Figuren sowie die Bedeutung der Antike und der Collage-Struktur analysiert.
Die wichtigsten Begriffe sind Wieland, Parodie, Intertextualität, Kunstmärchen, Typisierung, Collage und Aufklärung.
Während traditionelle Feen oft leitende und beschützende Funktionen haben, erscheinen sie bei Wieland in einer entfremdeten, ironischen Form, die eher Erotik oder Berechnung statt Naturverbundenheit betont.
Die Namensgebung ist oft programmatisch und zielt auf die „Nicht-Entwicklung“ des Protagonisten oder auf die Produktion von Köstlichkeiten ab, was den passiven Charakter der Hauptfigur unterstreicht.
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