Bachelorarbeit, 2015
30 Seiten, Note: 1,7
1. Problemstellung
2. Zivilrechtliche Erscheinungsformen
2.1 Die typisch stille Gesellschaft
2.2 Die atypisch stille Gesellschaft
3. Die laufende Besteuerung der stillen Gesellschaft
3.1 Die typisch stille Gesellschaft
3.1.1 Die steuerlichen Voraussetzungen der typisch stillen Gesellschaft
3.1.2 Einkommensteuer
3.1.2.1 Die steuerliche Behandlung des typisch stillen Gesellschafters
3.1.2.2 Die steuerliche Behandlung des Geschäftsinhabers
3.1.3. Gewerbesteuer
3.2 Die atypisch stille Gesellschaft
3.2.1 Die steuerlichen Voraussetzungen der atypisch stillen Gesellschaft
3.2.2 Einkommensteuer
3.2.2.1 Steuersubjekte
3.2.2.2 Gewinnermittlung der Mitunternehmerschaft
3.2.2.3 Einkünfte des atypisch stillen Gesellschafters
3.2.3 Gewerbesteuer
4. Die Beendigung der stillen Gesellschaft
5. Vorteilhaftigkeit und Planungsmöglichkeiten
6. Thesenförmige Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die zivil- und steuerrechtliche Behandlung der stillen Gesellschaft, wobei insbesondere die Differenzierung zwischen der typisch und der atypisch stillen Gesellschaft sowie deren steuerliche Auswirkungen im Vordergrund stehen. Ziel ist es, die Besteuerungsgrundlagen zu veranschaulichen sowie Vor- und Nachteile dieser Gesellschaftsform für die Beteiligten aufzuzeigen.
3.1.1 Die steuerlichen Voraussetzungen der typisch stillen Gesellschaft
Steuerrechtlich liegt eine typisch stille Gesellschaft dann vor, wenn sie den gesetzlichen Vorschriften der §§ 230 - 237 HGB entspricht. Sie beschränkt sich folglich auf den laufenden Jahresgewinn bzw. -Verlust. Am Gesellschaftsvermögen ist sie nicht beteiligt. Die typisch stille Gesellschaft ist aufgrund der Tatsache, dass sie eine reine Innengesellschaft ist, kein selbstständiges Steuerrechtssubjekt und unterliegt weder der Einkommen- noch der Körperschaftsteuer. Zu den Steuerrechtssubjekten der stillen Gesellschaft zählen der Inhaber des Handelsgeschäfts und der stille Gesellschafter, die beide mit ihrem Gewinn aus dem Handelsgewerbe zur Einkommen- oder Körperschaftsteuer veranlagt werden.
1. Problemstellung: Einführung in die Rechtsformen des deutschen Gesellschaftsrechts und die Rolle der stillen Gesellschaft als Innengesellschaft.
2. Zivilrechtliche Erscheinungsformen: Erläuterung der gesetzlichen Definition der stillen Gesellschaft sowie der wesentlichen Unterschiede zwischen der typischen und der atypischen Ausgestaltung.
3. Die laufende Besteuerung der stillen Gesellschaft: Detaillierte Analyse der steuerlichen Behandlung, unterteilt in die typische Form (Einkünfte aus Kapitalvermögen) und die atypische Form (Einkünfte als Mitunternehmer).
4. Die Beendigung der stillen Gesellschaft: Beschreibung der zivilrechtlichen Auflösungsgründe und der anschließenden Abwicklung der schuldrechtlichen Beziehungen.
5. Vorteilhaftigkeit und Planungsmöglichkeiten: Bewertung der Vor- und Nachteile für den Geschäftsinhaber und den stillen Gesellschafter sowie Darstellung von Einsatzmöglichkeiten.
6. Thesenförmige Zusammenfassung: Kompakte Darstellung der wesentlichen Ergebnisse der Arbeit in Form von sechs Kernpunkten.
Stille Gesellschaft, Typisch stille Gesellschaft, Atypisch stille Gesellschaft, Handelsgesetzbuch, Steuerrecht, Mitunternehmerschaft, Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Gewinnermittlung, Innengesellschaft, Kapitalvermögen, Beteiligung, Verlustbeteiligung, Betriebsvermögen, Steuerschuldner
Die Arbeit behandelt die rechtlichen und insbesondere die steuerlichen Aspekte der stillen Gesellschaft unter Berücksichtigung ihrer verschiedenen Ausprägungen.
Zentrale Themen sind die zivilrechtliche Abgrenzung der typischen von der atypischen stillen Gesellschaft, die steuerliche Gewinnermittlung sowie die gewerbesteuerliche Behandlung der Beteiligten.
Das Ziel ist es, dem Leser die unterschiedlichen steuerrechtlichen Konsequenzen der stillen Beteiligung darzulegen und die Vorteile sowie Planungsmöglichkeiten in der Praxis zu analysieren.
Es handelt sich um eine juristische und steuerrechtliche Analyse, die auf der Auslegung der Gesetzestexte (HGB, EStG, GewStG) und der Auswertung relevanter Rechtsprechung sowie Fachliteratur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche der Zivilrechtsformen, der laufenden Besteuerung der jeweiligen Typen, der Beendigungsgründe sowie der vorteilhaftigkeitsorientierten Planung.
Stille Gesellschaft, Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Mitunternehmerschaft und Innengesellschaft bilden die wichtigsten begrifflichen Pfeiler der Arbeit.
Da der typisch stille Gesellschafter lediglich Einkünfte aus Kapitalvermögen erzielt, während der atypisch stille Gesellschafter steuerlich als Mitunternehmer behandelt wird, ergeben sich vollkommen unterschiedliche steuerliche Behandlungsmuster.
Da die stille Gesellschaft eine reine Innengesellschaft ohne Gesamthandsvermögen ist, fehlt es an der notwendigen Rechtssubjektivität, um als Steuerschuldner aufzutreten; Steuerschuldner bleibt daher der Inhaber des Handelsgewerbes.
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