Masterarbeit, 2014
72 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Definition und Ansprüche von Inklusion
2.2 Historische Entwicklungen des deutschen Schulwesens – von der Exklusion zur Inklusion
3. Gesetzesvorgaben zur Inklusion
3.1 Die Bedeutung der UN-Konvention auf Bundesebene
3.2 Die Bedeutung der UN-Konvention auf Landesebene – ein exemplarischer Blick auf das Land NRW
4. Die Behindertenpolitik in NRW – statistische Grunddaten: Von der Makro- zur Mikroebene
5. Das politische Vorgehen des Landes NRW zur Umsetzung des neuen Inklusionsgesetzes: Was wurde politisch bzw. strukturell bereits getan und was muss noch getan werden?
5.1 Finanzieller und personeller Unterstützungsrahmen
5.2 Lehrerfortbildung
5.3 Lehrerausbildung
5.4 Neuorganisation der schulischen Abschlüsse und des Benotungssystems
5.5 Vernetzung, Koordination und Kooperation
5.6 Auslaufen der Förderschulen
5.7 Bauliche Veränderungen
5.8 Sonstige Maßnahmen
6. Pädagogische Ansätze zur Umsetzung von Inklusion an Gymnasien - Gelingensbedingungen
6.1 Multiprofessionelle Teams im Unterricht
6.2 Responsive Lehrer-Schüler-Beziehungen
6.3 Respektvolle Peer-Beziehungen
6.4 Differenzierende Didaktik
6.5 Binnendifferenzierung durch unterschiedliche didaktische Materialien
6.6 Pädagogische Diagnostik im Unterricht
6.7 Mehrperspektivischer Leistungsbegriff im Unterricht
7. Der Index für Inklusion als Unterstützungshilfe auf dem Weg zu einem inklusiven Bildungssystem
8. Praktische Herausforderungen und Erfahrungen für die bzw. mit der Umsetzung von Inklusion an Gymnasien am Beispiel der Stadt Gelsenkirchen
8.1 Praktische Herausforderungen und Erfahrungen aus der Perspektive der Stadt Gelsenkirchen als Schulträger
8.2 Praktische Herausforderungen und Erfahrungen aus Sicht des Schalker Gymnasiums in Gelsenkirchen
9. Fazit
Die Arbeit untersucht den aktuellen Inklusionsprozess an Gymnasien in Nordrhein-Westfalen. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, wie Gymnasien, die traditionell auf Selektion ausgerichtet sind, die bildungspolitischen Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen und welche pädagogischen sowie strukturellen Gelingensbedingungen für diesen Transformationsprozess notwendig sind.
6.1 Multiprofessionelle Teams im Unterricht
„Dass eine entwicklungsfördernde Schul- und Unterrichtsgestaltung angesichts der sehr unterschiedlichen Lernvoraussetzungen einer heterogenen Klasse nicht von einer einzelnen Lehrkraft allein bewältigt werden kann [...]“ und die Tatsache, dass die Inklusion bis dato noch nicht als fester Bestandteil, wie es beispielsweise, wie schon in Kapitel 5.3 erläutert wurde, die Gutachter Klemm und Preuss-Lausitz empfehlen, in allen Lehrämtern verankert ist, macht es unabdingbar, dass in einem inklusiven Unterricht multiprofessionelle Teams, bestehend aus Lehrkräften, Schulpädagogen und Schulpädagoginnen, Sonderpädagogen und Sonderpädagoginnen etc. miteinander kooperieren müssen.
Neben der Chance der Entlastung, die sich durch eine geteilte Verantwortung ergibt, indem beispielsweise die Materialen im Team konzipiert und beschafft werden und die Unterrichtssituation gemeinsam reflektiert und diagnostiziert werden kann, ist vor allem das sonderpädagogische Fachwissen entsprechender Fachkräfte unverzichtbar. Während die Lehrkräfte höchstens durch Fort- und Weiterbildungen oder im Rahmen ihrer unterschiedlich ausgeprägten Erfahrungen auf Wissen im Umgang mit Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf zurückgreifen können, haben sich Sonderpädagogen und Sonderpädagoginnen mit den einzelnen Förderschwerpunkten und einem adäquaten Umgang mit diesen während ihres kompletten Studiums auseinandergesetzt.
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert den gesellschaftlichen Wandel von der Exklusion zur Inklusion und definiert das Ziel der Arbeit, den Inklusionsprozess an Gymnasien in NRW zu untersuchen.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert den Inklusionsbegriff, grenzt ihn von Integration ab und skizziert die historische Entwicklung des deutschen Schulwesens.
3. Gesetzesvorgaben zur Inklusion: Hier werden die Bedeutung der UN-Behindertenrechtskonvention sowie deren rechtliche Implementierung auf Bundesebene und exemplarisch für das Land NRW dargelegt.
4. Die Behindertenpolitik in NRW – statistische Grunddaten: Von der Makro- zur Mikroebene: Das Kapitel analysiert statistische Daten zur Förderquote und Inklusion in NRW und zeigt das Ressourcenproblem des bestehenden Doppelsystems auf.
5. Das politische Vorgehen des Landes NRW zur Umsetzung des neuen Inklusionsgesetzes: Was wurde politisch bzw. strukturell bereits getan und was muss noch getan werden?: Hier wird das politische Handeln in NRW, insbesondere die finanzielle Ausstattung, Lehrerfortbildung und bauliche Maßnahmen, kritisch hinterfragt.
6. Pädagogische Ansätze zur Umsetzung von Inklusion an Gymnasien - Gelingensbedingungen: Das Kapitel behandelt pädagogische Gelingensbedingungen wie multiprofessionelle Teams, Beziehungsgestaltung und differenzierende Didaktik im Unterricht.
7. Der Index für Inklusion als Unterstützungshilfe auf dem Weg zu einem inklusiven Bildungssystem: Dieses Kapitel stellt den Index für Inklusion als systematisches Unterstützungsinstrument für Schulen vor.
8. Praktische Herausforderungen und Erfahrungen für die bzw. mit der Umsetzung von Inklusion an Gymnasien am Beispiel der Stadt Gelsenkirchen: Die empirische Fallstudie beleuchtet die praktische Umsetzung und Herausforderungen aus Sicht des Schulträgers sowie einer konkreten Schule in Gelsenkirchen.
9. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit eines fortlaufenden, intensiv begleiteten Inklusionsprozesses an Gymnasien.
Inklusion, Gymnasium, NRW, Sonderpädagogik, UN-Behindertenrechtskonvention, Schulentwicklung, Multiprofessionelle Teams, zieldifferenter Unterricht, Gelingensbedingungen, Gelsenkirchen, Lehrerfortbildung, Bildungspolitik, Integration, Heterogenität, Förderschwerpunkte.
Die Arbeit analysiert den Inklusionsprozess an Gymnasien in Nordrhein-Westfalen und beleuchtet die bildungspolitischen sowie pädagogischen Herausforderungen bei der Umsetzung eines inklusiven Schulsystems.
Zentrale Themen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen der UN-Konvention, die statistische Ausgangslage in NRW, das politische Handeln zur Schulentwicklung und die pädagogischen Bedingungen im Unterricht.
Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit Gymnasien in NRW inklusive Strukturen bereits implementiert haben und wo die spezifischen Hürden für diese Schulform liegen.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie qualitative Interviews mit Vertretern eines Schulträgers und einer Lehrkraft als praktische Grundlage.
Der Hauptteil behandelt die politischen Maßnahmen zur Umsetzung des Inklusionsgesetzes, pädagogische Ansätze zur Gestaltung inklusiven Unterrichts und die praktische Fallstudie in Gelsenkirchen.
Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie Inklusion, Schulentwicklung, Gymnasiale Transformation, sonderpädagogischer Förderbedarf und multiprofessionelle Zusammenarbeit.
Das Gymnasium wird gewählt, da es traditionell stark selektiv ausgerichtet ist und somit eine besondere Herausforderung für die inklusive Schulentwicklung darstellt.
Die Untersuchung zeigt, dass Schulen trotz politischer Rahmenvorgaben vor Ort auf vielfältige Herausforderungen stoßen, wie etwa den Mangel an spezifisch qualifiziertem Personal oder fehlende Erfahrungswerte in der Kooperation zwischen Gymnasien.
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