Masterarbeit, 2012
118 Seiten, Note: 1,0
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die enge Beziehung zwischen Filmkultur und nationaler Identität am Beispiel Frankreichs. Die Arbeit analysiert, wie französische Filmkultur durch die Verbindung von narrativen Elementen und kulturpolitischen Maßnahmen die nationale Identität des Landes prägt. Sie befasst sich insbesondere mit der Frage, inwiefern der französische Film zum Verständnis des französischen Selbstbildes und der Kulturpolitik beiträgt.
Die Einleitung führt in die Thematik der Masterarbeit ein und erläutert den Zusammenhang zwischen Filmkultur, nationaler Identität und der „Grande Nation“ Frankreichs. Kapitel 2 beleuchtet die Beziehung zwischen nationaler Identität und Medien allgemein. Es werden verschiedene Ansätze zur Konstitution des (nationalen) Raumes vorgestellt, insbesondere die Rolle von Medien als identitätsstiftende Instanzen. Kapitel 3 widmet sich dem spezifischen Einfluss des Kinos auf die Konstruktion nationaler Identität. Es wird erörtert, wie das Kino als Projektion der Gesellschaft und als Medium zur Vermittlung von Werten und Normen dient. Kapitel 4 untersucht die kulturpolitischen Aspekte französischer Identitätskonstruktionen. Es werden die historischen Wurzeln des französischen Nationalismus, die kulturpolitische Ausrichtung Frankreichs und die Geschichte und Gegenwart französischer Filmpolitik beleuchtet. Kapitel 5 analysiert die nationale Besonderheit von Narrativen im französischen Film. Es werden verschiedene Mythen wie die „Mythos Révolution“ und die „Mythos Résistance“ untersucht, die zur Konstruktion der französischen Identität beitragen.
Nationale Identität, Filmkultur, Frankreich, „Exception culturelle“, Cinéphilie, nationale Narrative, Mythen, Kulturpolitik, Dekolonisierung, französisch-afrikanisches Kino.
Das Medium Film transportiert nationale Mythen und Identitätsmerkmale und trägt wesentlich zur Konstruktion der „vorgestellten Gemeinschaft“ (Benedict Anderson) der französischen Nation bei.
Es handelt sich um ein kulturpolitisches Konzept, das Kultur nicht als bloßes Handelsgut betrachtet und es Frankreich ermöglicht, seine Filmindustrie durch Subventionen und Quoten vor der Hollywood-Dominanz zu schützen.
Die Arbeit analysiert insbesondere den „Mythos Révolution“ und den „Mythos Résistance“, die als identitätsstiftende Narrative in zahlreichen Filmen präsent sind.
Cinéphilie beschreibt eine leidenschaftliche Kinokultur, die in Frankreich als nationales Narrativ gilt und durch Institutionen der Filmbildung (Éducation au cinéma) aktiv gefördert wird.
Die Arbeit untersucht postkoloniale Dependenzverhältnisse, bei denen das französische Außenministerium durch Kooperationen und Finanzierungen maßgeblichen Einfluss auf das afrikanische Filmschaffen ausübt.
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