Examensarbeit, 2014
99 Seiten, Note: 2,5
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Inklusion
1.1 Herkunft und Entstehung des Inklusionsbegriffs
1.1.1 1930 bis 1980: Von der Exklusion zur Segregation
1.1.2 1980 bis 1990: Integration
1.1.3 1990 bis heute: Inklusion
1.1.4 In Zukunft: Allgemeine Pädagogik für alle Kinder
1.2 Definition des pädagogischen Inklusionsbegriffs
1.3 Problematik zwischen Integration und Inklusion
1.4 Inklusive Pädagogik in der Grundschule
1.4.1 Institution
1.4.2 Schulleben
1.4.3 Klassenleben
1.4.4 Didaktik
1.4.5 Lernmaterialien
1.4.6 Leistungsbewertung
1.4.7 Professionelle Kooperation
1.5 Der Index für Inklusion als Hilfestellung zur Schulentwicklung
2. Englischunterricht in der Grundschule
2.1 Wege des Fremdsprachenunterrichts in die Grundschule
2.2 Richtlinien im Bildungsplan Baden-Württembergs
2.3 Grundsätze für einen kindgerechten Englischunterricht
2.3.1 Authentizität im Unterricht
2.3.2 Multisensorisches Lernen
2.3.3 Unterricht in der Zielsprache
2.3.4 Differenzieren und Individualisieren
2.4 Offene Lernangebote im Englischunterricht
2.4.1 Freiarbeit
2.4.2 Planarbeit
2.4.3 Projektarbeit
2.4.4 Task-based Language Learning
2.5 Inklusion im Bezug zum Englischunterricht der Grundschule
3. Erfahrungen aus der Praxis
3.1 Theoretische Grundlagen zur qualitativen Sozialforschung
3.1.1 Qualitative Sozialforschung
3.1.2 Leitfadengestützte Experteninterviews
3.2 Methodisches Vorgehen der Erhebung
3.2.1 Planung
3.2.2 Durchführung
3.2.3 Auswertung
3.3 Ergebnisse der durchgeführten Befragung
3.3.1 Tabellarischer Überblick
3.3.2 Ausführliche Beschreibung der Ergebnisse
3.3.2.1 Zur Inklusion im Allgemeinen
3.3.2.2 Zur Inklusion im Englischunterricht
3.3.2.3 Ausblick
3.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
Die Arbeit untersucht, wie inklusiver Englischunterricht in der Grundschule erfolgreich gestaltet werden kann, welche Methoden und Unterrichtsformen sich hierfür eignen und ob der Fremdsprachenunterricht in diesem Kontext überhaupt durchführbar ist. Im Fokus steht dabei die Verknüpfung theoretischer Grundlagen der Inklusionspädagogik mit praktischen Erfahrungen aus Experteninterviews mit Lehrkräften.
1.4.3 Klassenleben
Zu einem inklusiven Klassenleben gehören Praktiken, welche der Zusammengehörigkeit und der Heterogenität der Schüler entgegen kommen. So gibt es mehrere soziale Arbeitsformen: Plenumsarbeit mit Kreisgesprächen, Lehrervorträgen oder gemeinsamen Aktivitäten, Gruppen- und Einzelarbeit für selbstausgesuchte und vorgegebene Themen, und Kooperationen mit anderen Klassen. Das Arbeiten in Plenum, Gruppen- oder Einzelarbeit sollte ritualisiert ablaufen, sodass die Lehrperson Zeit hat, um weitere Anweisungen zu geben und die Schüler mehr Freiraum, um weitestgehend selbstständig zu arbeiten. Neben der Präsentation der Arbeitsergebnisse bietet sich den Schülern in den Kreisgesprächen die Gelegenheit, Kritik oder Verbesserungsvorschläge zu äußern, persönliche Rückmeldung zum Unterricht zu geben oder Spiele in der Klassengemeinschaft durchzuführen. Im Kreis kann das Geschehen lehrerdominiert oder von den Kindern selbst geleitet werden, je nachdem, was der Lehrer geplant hat (vgl. Prengel 2013: 45).
In der Grundschule hat das Spielen und Singen noch einen größeren Stellenwert als in den weiterführenden Schulen. Mit Spielen kann soziales und kognitives Lernen für alle Schüler stattfinden. Zum inklusiven Unterricht gehören Kreis- und Regelspiele, kooperative Spiele, sowie interaktive Lernspiele. Auch Theaterspiele können im inklusiven Unterricht durchgeführt werden. Generell sind Spiele ein effektives Mittel, um der Heterogenität in einer inklusiven Klasse gerecht zu werden, da durch die große Anzahl an unterschiedlichen Arten von Spielen verschiedene Fähigkeiten gefördert und angesprochen werden.
1. Inklusion: Das Kapitel erläutert die historische Entwicklung des Inklusionsbegriffs von Exklusion über Segregation und Integration bis hin zur Inklusion und definiert diesen pädagogisch im Kontext der Grundschule.
2. Englischunterricht in der Grundschule: Dieses Kapitel behandelt die Wege des Fremdsprachenunterrichts in die Grundschule sowie die Richtlinien und Grundsätze für einen kindgerechten Englischunterricht unter Berücksichtigung von Differenzierung und offenen Lernangeboten.
3. Erfahrungen aus der Praxis: Hier werden die theoretischen Grundlagen der qualitativen Sozialforschung dargelegt und die Ergebnisse der Experteninterviews mit Lehrkräften zur praktischen Umsetzung von Inklusion im Englischunterricht analysiert.
Inklusion, Integration, Englischunterricht, Grundschule, Pädagogik, Fremdsprachenerwerb, Differenzierung, Individualisierung, Freiarbeit, Projektarbeit, Task-based Language Learning, Experteninterviews, qualitative Sozialforschung, Lehrerkooperation, Schulentwicklung
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Einbettung und der praktischen Umsetzung von Inklusion im Englischunterricht der deutschen Grundschule.
Zentrale Themen sind die inklusive Pädagogik, die Didaktik des Fremdsprachenunterrichts an Grundschulen sowie die empirische Analyse von Lehrerfahrungen in diesem Bereich.
Das Ziel ist es zu klären, wie der Englischunterricht in der Grundschule inklusiv gestaltet werden kann und welche Methoden dabei für Lehrkräfte praktikabel sind.
Die Autorin führte eine qualitative Untersuchung durch, basierend auf leitfadengestützten Experteninterviews mit drei verschiedenen Lehrkräften.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Inklusion und Englischunterricht sowie die Darstellung und Analyse der gewonnenen Expertenmeinungen zur Praxis.
Inklusion, Englischunterricht, Grundschule, Differenzierung, Lehrerkooperation und qualitative Forschung.
Praktizierende Lehrkräfte empfinden offene Unterrichtsformen (wie Freiarbeit) aufgrund des Prinzips der Mündlichkeit im frühen Fremdsprachenlernen oft als schwer umsetzbar.
Die befragten Experten sind sich einig, dass multiprofessionelle Lehrerteams essenziell sind, um den vielfältigen Anforderungen inklusiver Klassen gerecht zu werden.
Die untersuchten Lehrkräfte orientieren sich stark am Lehrwerk, differenzieren jedoch innerhalb der Aufgabenstellungen individuell, um den verschiedenen Leistungsniveaus der Schüler gerecht zu werden.
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