Magisterarbeit, 2009
88 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1.0 Die Gattung Untertitel und das Subtitling
1.1 Entwicklungsgeschichte und Herstellungsprozess
1.2 Vorgang und Ablauf des Untertitelns: das Subtitling
1.2.1 Räumliche und zeitliche Restriktionen
1.2.2 Standards des ‚Code of Good Subtitling Practice’
2.0 Umriss der japanischen Sprache und Schrift
2.1 Kurze Einführung in Schrift und Schriftsystem
2.2 Besondere Eigenschaften des Japanischen
2.2.1 Verschiedene Höflichkeitsstufen
2.2.2 Frauensprache vs. Männersprache
2.2.3 Personalpronomen und Anredeformen
3.0 Zum Subtitling ausländischer Filme in Japan
3.1 Entstehungsgeschichte des japanischen Subtitlings
3.2 Unterschiede in Standards und Restriktion
4.0 Interlinguales Subtitling als Form des Übersetzens
4.1 Bedeutung und Beschreibung des Übersetzens
4.2 Schwierigkeiten und Nachteile des Subtitlings
4.3 Subtitling als Brücke des kulturellen Transfers
5.0 Untersuchung: japanische Untertitel im Film „I, Robot“
5.1 Auffälligkeiten im Transfer unter Berücksichtigung der Standards
5.1.1 Höflichkeit, Genderlekt und Personalpronomina
5.2 Nähere Betrachtung weiterer sprachmentaler Transferunterschiede
5.2.1 Beleidigungen, Drohungen und Flüche
5.2.2 Slang und Umgangssprache
5.2.3 Ironie, Sarkasmus und Wortwitz
5.3 Gesamtbeurteilung anhand der wesentlichen Gesichtspunkte
6.0 Fazit: Subtitling – Übersetzung oder Zusammenfassung?
Die vorliegende Arbeit untersucht das interlinguale Subtitling, insbesondere den Sprachtransfer von englischen Filmdialogen in japanische Untertitel, unter Berücksichtigung technischer sowie linguistischer Restriktionen. Ziel der Forschungsarbeit ist es zu klären, ob dieser Prozess als klassische Übersetzung oder als umschreibende Zusammenfassung zu werten ist.
1.2.1 Räumliche und zeitliche Restriktionen
Der Untertitler hat während seiner Arbeit mit vielen Einschränkungen zu kämpfen, innerhalb derer er zu agieren und an die er sich zu halten hat. So ist unter anderem eine festgelegte Lesezeit der Zuschauer ausschlaggebend für die Zeichenanzahl, die pro Zeile und Sekunden auf dem Bildschirm eingeblendet werden darf; in den westlichen Ländern beträgt diese zwischen 32 und 41 Zeichen pro Zeile sowie maximal zwei Zeilen innerhalb einer Einblendung (vgl. Diaz Cintas 2007:9). Pro Sekunde sollten dabei nicht mehr als 7 – 8 Zeichen auftreten (vgl. Ivarsson 1992:42). Diese Restriktion hat zur Folge, dass die geschriebenen Untertitel dem gesprochenen Originaldialog des Films nicht 1:1 entsprechen können – schließlich ist die Lesefähigkeit des Menschen längst nicht so schnell wie seine akustische Wahrnehmung (vgl. Shimizu 1992:29).
Darüber hinaus gibt es einige weitere Konventionen und Standards, die für die Erstellung guter Untertitel als essentiell gelten und demnach traditionell eingehalten werden sollten. Dazu gehören unter anderem die Schriftart, die Platzierung und der Satzumbruch der Untertitel. Ivarsson und Caroll haben als Mitglieder der ESIST (European Association for Studies in Screen Translation) mit ihrem „Code of Good Subtitling Practice“ (Ivarsson 1998:157 ff.) eine Zusammenstellung zeitgemäßer Festlegungen zu diesem Bereich erstellt, deren wesentliche Inhalte ich im Folgenden näher beschreiben möchte.
Einleitung: Einführung in das Thema Subtitling als Form der interlingualen Übersetzung und Darlegung der zentralen Forschungsfrage.
1.0 Die Gattung Untertitel und das Subtitling: Überblick über historische Hintergründe und technisches Vorgehen bei der Erstellung von Untertiteln.
2.0 Umriss der japanischen Sprache und Schrift: Beschreibung der Besonderheiten des Japanischen, darunter Höflichkeitsformen und Genderlekt.
3.0 Zum Subtitling ausländischer Filme in Japan: Betrachtung der Geschichte und spezifischer japanischer Standards in der Untertitelung.
4.0 Interlinguales Subtitling als Form des Übersetzens: Theoretische Auseinandersetzung mit den Schwierigkeiten des interlingualen Transfers.
5.0 Untersuchung: japanische Untertitel im Film „I, Robot“: Empirische Untersuchung anhand des Films "I, Robot" zur Belegung der theoretischen Kriterien.
6.0 Fazit: Subtitling – Übersetzung oder Zusammenfassung?: Abschließende Beantwortung der Forschungsfrage unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus der Hauptuntersuchung.
Subtitling, interlinguale Übersetzung, Japanisch, Filmuntertitel, I Robot, Zeichenbegrenzung, Sprachkultur, Höflichkeitssprache, Transkription, Kulturspezifik, Filmuntertitelung, Sprachrhythmus, audiovisuelle Übersetzung, Medienübersetzung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Praxis des Subtitlings von ausländischen Filmen ins Japanische und untersucht, inwieweit dieser Prozess als Übersetzung bezeichnet werden kann.
Die Arbeit umfasst technische Restriktionen, linguistische Standards, kulturelle Aspekte der japanischen Sprache sowie die praktische Anwendung durch eine Fallstudie.
Die zentrale Frage ist, ob der Transfer von gesprochener Originalsprache zu schriftlichen Untertiteln eine klassische Übersetzung darstellt oder eher eine umschreibende Zusammenfassung.
Die Autorin nutzt eine theoretische Basis, kombiniert mit einer praktischen Hauptuntersuchung (Fallstudie) am Film „I, Robot“, um die Anwendung von Standards und Restriktionen zu belegen.
Der Hauptteil analysiert, wie japanische Untertitel mit technischen Limits (Zeichenanzahl, Timing) und linguistischen Besonderheiten (Höflichkeit, Genderlekt) umgehen.
Die Arbeit fokussiert sich primär auf Subtitling, japanische Sprache, Übersetzungstheorie, kulturellen Transfer und audiovisuelle Medien.
Besonders auffällig ist die horizontale statt vertikale Schreibweise heute, der Verzicht auf herkömmliche Interpunktion und die Notwendigkeit, aufgrund begrenzter Kanji-Verständlichkeit prägnant zu kürzen.
Der Autorin zufolge geschieht dies primär zur Einhaltung der strengen zeitlichen und zeichenbasierten Restriktionen, um die Lesbarkeit für den Zuschauer nicht zu gefährden.
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