Diplomarbeit, 2015
25 Seiten, Note: 2.0
1. EINLEITUNG
1.1. Hinführung zum Thema
1.2. Fragestellung
1.3. Ziel der Arbeit
1.4. Eingrenzung
2. HAUPTTEIL
2.1. Analgosedation intensivmedizinischer Patienten
2.1.1. AnaConDa® (Anaestehtic Conserving Device)
2.1.2. Wirkung volatiler Anästhetika mit dem AnaConDa® System
2.1.3. Vorteile und Nachteile Inhalativer Sedation
2.2. Voraussetzungen Sedationsstopp (mit AnaConDa®)
2.2.1. Der erste Versuch
2.2.2 Erfahrungswerte AnaConDaY 2010/2012
2.3 Aufwachversuch zur Vorbereitung zum Weaning
2.4 Aufwachversuch zur neurologischen Beurteilung
3. DISKUSSION
4. SCHLUSSFOLGERUNG
5. REFLEXION
Die Arbeit untersucht die Eignung des AnaConDa®-Systems zur Durchführung von Sedationspausen bei intensivmedizinisch beatmeten Patienten. Dabei steht die Beantwortung der Fragestellung im Fokus, worauf bei der Durchführung von Sedationspausen mit volatilen Anästhetika zu achten ist, um den Weaningprozess und die neurologische Beurteilung optimal zu unterstützen.
2.1.3. Vorteile und Nachteile Inhalativer Sedation
Vorteile Die Inhalative Sedierung ist besser steuerbar als intravenöse Sedierungsregimes, d.h. sie erlaubt eine raschere Anpassung der gewünschten Sedierungstiefe. So fanden Kong et al. (1989) heraus, dass die Sedierungstiefe unter Isofluransedierung häufiger im Zielbereich lag als unter Midazolam-Sedierung. Die korrekte Applikationstechnik wird über die end-tidale Konzentration gemessen und kann helfen eine Übersedierung frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Auch die Aufwachzeiten sind deutlich kürzer. In sieben randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) konnten deutlich kürzere Aufwachzeiten nach inhalativer versus intravenöser Sedierung gezeigt werden (Kong, Willatts & Prys-Roberts, 1989; Spencer & Willatts, 1992; Bedi et al., 2003; Meiser et al., 2003; Sackey et al., 2004; Hanafy, 2005; Röhm et al., 2008). Auch war die Spannweite der Aufwachzeiten nach inhalativer Sedierung wesentlich enger, so dass die Patienten in einem engeren Zeitfenster aufwachten und z.B. extubiert werden konnten. Auch die kognitiven Funktionen haben sich nachweislich rascher erholt. Die Patienten waren früher orientiert und in der Lage, ihre Situation zu begreifen (Kong, Willatts & Prys-Roberts, 1989; Spencer & Willatts, 1992; Meiser et al., 2003).
Nachteile Wirkliche Nachteile sind nicht zu nennen, einzig die aufwändige und ungewohnte Applikation. Die Notwendigkeit des Einsatzes von teuren und sperrigen Anästhesiebeatmungsgeräten mit Kreisteil, Verdampfer, Atemkalk, Anästhesiegasvaporatoren sowie eingeschränkten Beatmungsmöglichkeiten und limitierter Flowgenerierung stand bislang einer breiten Anwendung entgegen. Inzwischen steht ein Applikationssystem für volatile Anästhetika zur Verfügung (AnaConDa®, Sedana Medical, Geretsried), welches zusammen mit normalen Intensivrespiratoren eingesetzt werden kann. Solange die Reflektionskapazität von 10 ml dampfförmigem Anästhetikum pro Atemhub, also z.B. 1 Vol-% in 1000 ml oder 2 Vol-% in 500 ml Tidalvolumen, nicht überschritten wird, werden 90 % der Anästhetikamoleküle reflektiert (Meiser et al., 2009). Die Effizienz des Systems entspricht dann derjenigen eines Anästhesiegerätes, welches mit einem Frischgasfluss von etwa 1 L/min betrieben wird. Bei höheren expiratorischen Konzentrationen oder Volumina, wie sie auf der Intensivstation nicht wünschenswert sind, wird das System vergleichsweise ineffizient. Die Handhabung des Systems wurde in mehreren Studien evaluiert und nach Unterweisung der Mitarbeiter und Beachtung mehrerer Besonderheiten, als sicher eingestuft (Sackey et al., 2004; Röhm et al., 2008). In Übersichtsarbeiten werden die Handhabung des Systems, sowie wichtige, zu beachtende Tricks und Fallen beschrieben (Meiser & Laubenthal, 2005; Meiser et al., 2006).
1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Sedationspause ein und begründet die Relevanz der Arbeit angesichts zunehmender Erfahrung mit volatilen Anästhetika auf Intensivstationen.
2. HAUPTTEIL: Der Hauptteil beleuchtet die Analgosedation, die Funktion des AnaConDa®-Systems sowie Voraussetzungen und Prozesse für Sedationsstopps und Weaningversuche im klinischen Alltag.
3. DISKUSSION: Hier werden die Ergebnisse kritisch reflektiert, wobei das Potenzial der inhalativen Sedation dem aktuellen Stand der Evidenz und der praktischen Erfahrung gegenübergestellt wird.
4. SCHLUSSFOLGERUNG: Die Schlussfolgerung betont, dass nicht das methodische "Wie" entscheidend ist, sondern die konsequente Durchführung von Sedationspausen unter Berücksichtigung individueller Patientenbedingungen.
5. REFLEXION: Im letzten Abschnitt reflektiert der Autor den Arbeitsprozess, die Herausforderungen bei der Literaturrecherche sowie den Wissenszuwachs durch die Auseinandersetzung mit der Thematik.
AnaConDa®, Inhalative Sedation, Volatile Anästhetika, Sedationspause, Intensivmedizin, Weaning, Analgosedation, Beatmung, Neurologisches Monitoring, Richmond-Agitation-Sedation-Scale, Isofluran, Sevofluran, Intensivpflege, Patienten-Outcome, Sedierungsprotokoll.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Anwendung volatiler Anästhetika zur Sedierung von Patienten auf Intensivstationen und untersucht spezifisch die Durchführung von Sedationspausen unter Nutzung des AnaConDa®-Systems.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Steuerung der Sedierungstiefe, die Implementierung von Weaningkonzepten, das neurologische Monitoring und die praktische Anwendung von AnaConDa® in der intensivmedizinischen Routine.
Ziel ist es, eine wissenschaftliche Grundlage für die Erweiterung des Sedationskonzeptes mit inhalativen Anästhetika zu schaffen und als Basis für die innerbetriebliche Fortbildung des Fachpersonals zu dienen.
Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche, den Vergleich aktueller Datenlagen sowie die Einbeziehung von Praxis-Erfahrungswerten zur Evaluierung der inhalativen Sedationstechnik.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Analgosedation, die technische Beschreibung des AnaConDa®-Systems, die Bedingungen für einen Sedationsstopp sowie die praktische Anwendung bei Weaningprozessen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere das AnaConDa®-System, inhalative Sedation, Sedationspause, Weaning, Intensivmedizin sowie diverse Scoringsysteme zur neurologischen Beurteilung.
Laut den angeführten Expertenmeinungen hat das Pflegepersonal die engste Bindung zum Patienten, führt den Großteil der Sedationsmanagement-Prozesse durch und kontrolliert routinemäßig die für die Steuerung essenziellen Vitalparameter.
Die größte Hürde ist die ungewohnte und aufwändige Applikationstechnik sowie die Tatsache, dass es sich um einen „Off-Label-Use“ handelt, was eine engmaschige Überwachung von Organfunktionen erforderlich macht.
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