Bachelorarbeit, 2014
71 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
2 Medien, Bildung und Senioren
2.1 Senioren, Alter und Altern
2.1.1 Altersbegriff
2.1.2 Physiologische und psychologische Veränderungen bei Senioren
2.1.3 Aktivität im Alltag von Senioren
2.1.4 Bedeutung des erfolgreichen Alterns
2.2 Senioren und Bildung
2.2.1 Bildungsvoraussetzungen von Senioren
2.2.2 Bedeutung von Bildung im Seniorenalter
2.3 Senioren und Medien
2.3.1 Medienkompetenz
2.3.2 Computer- und Internetnutzung bei Senioren
2.3.3 Nutzungsstudien
3 Empirie
3.1 Forschungsmethoden
3.1.1 Aspekte des qualitativen Interviews
3.1.2 Episodisches Interview
3.2 Erhebungsverfahren
3.2.1 Nicht-standardisierter Leitfaden
3.2.2 Forschungsfeld
3.2.3 Interviewverlauf
3.3 Datenauswertung
3.3.1 Transkription
3.3.2 Inhaltsanalyse
4 Ergebnisdarstellung
4.1 Kategorien
4.2 Vorkenntnisse der Senioren
4.2.1 Berufliche Nutzung
4.2.2 Private Nutzung vor Renteneintritt
4.3 Nutzungsprofil von Senioren
4.3.1 Zweck der Nutzung
4.3.2 Aktivität im Internet
4.3.3 Generationszugehörigkeit
4.3.4 Stellenwert
4.4 Computerbezogene Medienkompetenz bei Senioren
4.4.1 Umgang mit Unsicherheiten und Angst bei der Nutzung
4.4.2 Bedienbarkeit
4.4.3 Zeitmanagement
4.5 Bildungswunsch im Rahmen der Computer- und Internetnutzung
4.5.1 Ansprechpartner
4.5.2 Schulung
5 Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Rolle und Bedeutung von Computer- und Internetnutzung im Alltag von Senioren. Ziel ist es, durch eine qualitative empirische Studie zu ergründen, welche Motive, Schwierigkeiten und Bedarfe bei dieser Altersgruppe im Umgang mit digitalen Medien bestehen, um daraus fundierte Ansätze für eine zielgruppengerechte mediale Bildung abzuleiten.
4.4.1 Umgang mit Unsicherheiten und Angst bei der Nutzung
Der Umgang mit Unsicherheit und Angst kann Aufschluss über den Kenntnisstand bzw. den Stand der Medienkompetenz geben, da Unsicherheiten meist auf unzureichendes Hintergrundwissen zurückzuführen sind. Dementsprechend kann sich aus den ermittelten Unsicherheiten ein potenzieller Bildungsbedarf ergeben:
4/163: „Also ich habe furchtbar Angst.“
2/276: „Wo ich manchmal Angst habe, oder nicht weiß ist, wenn es darum geht etwas herunterzuladen.“
Auch wenn Ängste bei einzelnen Handlungen bestehen, wird die Computer- und Internetnutzung an sich komplexer beurteilt. Eine Seniorin sieht neben dem für sie positiven Aspekt der globalen Vernetzung auch negative Seiten:
2/10: „Man ist wirklich mit der ganzen Welt verbunden, also ich finde es ist eine ganz tolle Sache diese Erfindung, obwohl es auch negative Seiten hat.“
Das späte Hineinwachsen und die damit verbundene Skepsis vor der virtuellen Welt können für Senioren demnach auch einen Vorteil darstellen, da sie keine unüberlegten und vorschnellen Informationen im Internet veröffentlichen:
1/168: „Das ist einfach auch ein Schutz meiner Privatsphäre (---).“
Im Umkehrschluss gehen die Senioren auch kritisch mit Informationen aus dem Internet um:
3/119: „Da habe ich überhaupt kein Interesse so was zu verfolgen oder irgendwo mitzumachen.“
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der digitalen Medien im demografischen Wandel ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage zur Computernutzung von Senioren.
2 Medien, Bildung und Senioren: Dieser Abschnitt beleuchtet theoretische Grundlagen zu Alternsprozessen, zur Bildung im Alter und zur Medienkompetenz als Voraussetzung für Teilhabe.
3 Empirie: Hier wird der methodische Zugang über episodische Interviews beschrieben, die transkribiert und nach Mayring inhaltlich analysiert wurden.
4 Ergebnisdarstellung: Dieses Kapitel wertet die Interviews anhand der Kategorien Vorkenntnisse, Nutzungsprofil, Medienkompetenz und Bildungswunsch detailliert aus.
5 Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit altersgerechter Schulungsangebote und persönlicher Ansprechpartner.
Senioren, Computer- und Internetnutzung, Medienkompetenz, Digitalisierung, Lebenslanges Lernen, Qualitative Inhaltsanalyse, Episodisches Interview, Altersbilder, Demografischer Wandel, Bildungsbedarf, Technikakzeptanz, Informationsbeschaffung, Soziale Teilhabe, Technikangst, Nutzerspezifische Schulung.
Die Arbeit untersucht, wie Senioren Computer und Internet in ihrem Alltag nutzen und welche Voraussetzungen sowie Unterstützung sie für eine kompetente und sichere Mediennutzung benötigen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Medienbiografie, der alltäglichen Computernutzung, dem Umgang mit technischen Hürden, der Medienkompetenz sowie den Wünschen der Senioren hinsichtlich Bildungsangeboten.
Die zentrale Frage lautet: "Wie nutzen Senioren den Computer und das Internet in ihrem Alltag und was brauchen sie dafür?"
Es wurde ein qualitativer Ansatz gewählt. Dazu wurden fünf Senioren mittels episodischer Interviews befragt, deren Ergebnisse anschließend mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Begriffe Alter und Medien, die Erläuterung des empirischen Vorgehens und die detaillierte Ergebnisdarstellung anhand gebildeter Kategorien.
Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Senioren, Medienkompetenz, digitale Teilhabe, lebenslanges Lernen und die qualitative Analyse von Nutzungsprofilen.
Die Studie zeigt, dass Unsicherheiten häufig auf unzureichendes Hintergrundwissen zurückzuführen sind, was sich besonders bei spezifischen Tätigkeiten wie dem Herunterladen von Dateien oder der Nutzung fremder Plattformen zeigt.
Ein Ansprechpartner ist laut den Befragten ein zentraler Erfolgsfaktor. Er senkt die Hemmschwelle zur Anschaffung von Computern und bietet im konkreten Bedarfsfall individuelle Unterstützung, was die Risikobereitschaft und Kompetenzerweiterung fördert.
Nein, das Internet dient vorwiegend der Informationsbeschaffung. Für soziale Interaktionen bevorzugen die befragten Senioren nach wie vor das persönliche Gespräch oder das Telefon.
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