Masterarbeit, 2014
261 Seiten, Note: 1
1 Auswahl, Verortung und Relevanz des Themas
2 Theoretische Vorannahmen
2.1 Bildungssystem und Chancengleichheit
2.1.1 Aufgabe und Funktion von Schule
2.1.2 Die Entwicklung der Bildungsberichterstattung
2.1.3 Das internationale Bildungsmonitoring – am Beispiel PISA 2012
2.1.4 Das nationale Bildungsmonitoring - Bildung in Deutschland 2012
2.1.5 Bildungsmonitoring auf regionaler Ebene - Bildung im Ostalbkreis 2011
2.1.6 BIBB – Übergangsstudien
2.1.7 Benachteiligung - Strukturelle Sichtweise auf Chancenungleichheit
2.1.8 Familiärer Bildungshintergrund als Indikator für Bildungsinteressen
2.1.9 Sonderberufsfachschule
2.1.10 Abbau von Chancenungleichheit
2.2 Handlungsorientierung und Selbstkonzept
2.2.1 Das Rubikonmodell der Handlungsphasen
2.2.2 Handlungskontrolltheorie
2.2.3 Theorie der Persönlichkeits-System-Interaktionen (PSI)
2.2.4 Die Verknüpfung der PSI-Theorie mit der Handlungskontrolltheorie
2.3 Konstruktion der Wirklichkeit, Selbstkonzept und Identität
2.4 Berufsorientierung und Berufswahl
2.4.1 Berufsorientierung
2.5 Einflussfaktoren auf den Prozess der Berufsorientierung
2.5.1 Einfluss der Gleichaltrigengruppe
2.5.2 Einfluss des Geschlechts
2.5.3 Einfluss der sozialen Herkunft
2.5.4 Einfluss des Bildungssystems
2.5.5 Die Aufgaben der Berufsorientierung für Institutionen
2.6 Berufswahltheorien und Berufswahlentscheidung
2.6.1 Berufswahl als Zuordnungsprozess – Matchingtheorie nach Holland
2.6.2 Berufswahl als Entwicklungsprozess – Selbstkonzepttheorie nach Super
2.7 Das SMS-Training
2.8 Stand der Forschung
2.9 Verknüpfung des theoretischen Konstrukts mit dem Forschungsvorhaben
3 Begründung des methodischen Vorgehens
3.1 Quantitative Testverfahren
3.1.1 Der Selbstzugangsfragebogen (SZF)
3.1.2 Der Fragebogen zur Erfassung der Handlungskontrolle nach Erfolg, Misserfolg und prospektiv (HAKEMP 90)
3.1.3 Einstellung zur Berufswahl und beruflichen Arbeit (EBwA)
3.1.4 Fragebogen „Erfahrungen der Jugendlichen mit dem Trainingsprogramm“
3.2 Qualitative Testverfahren
3.2.1 Qualitative Fragen zur Auswertung des SMS-Trainings
3.2.2 Lehrertagebuch
4 Darstellung des Untersuchungsdesigns
4.1 Darstellung der Fragenbereiche
4.1.1 Fragestellung 1 – Berufswahlsicherheit
4.1.2 Fragestellung 2 – Selbstzugang
4.1.3 Fragestellung 3 – Handlungsorientierung
4.1.4 Fragestellung 4 – Selbstzugang und Handlungsorientierung
4.1.5 Fragestellung 5 – Selbstzugang und Berufswahlsicherheit
4.1.6 Fragestellung 6 – Handlungsorientierung und Berufswahlsicherheit
4.2 Stichprobe
4.3 Beschreibung der Durchführung
4.4 Darstellung des Auswertungsverfahrens
4.4.1 Fragebereiche 1, 2 und 3: Veränderungshypothesen
4.4.2 Fragenbereiche 4, 5 und 6: Korrelationen
4.4.3 Qualitative Daten
5 Vergleichende Analyse – Hypothesenüberprüfung
5.1.1 Hypothesenüberprüfung 1 – Berufswahlsicherheit
5.1.2 Hypothesenüberprüfung 2 – Selbstzugang
5.1.3 Hypothesenüberprüfung 3 – Handlungsorientierung
5.1.4 Hypothesenüberprüfung 4 – Selbstzugang und Handlungsorientierung
5.1.5 Hypothesenüberprüfung 5 – Selbstzugang und Berufswahlsicherheit
5.1.6 Hypothesenüberprüfung 6 – Handlungsorientierung und Berufswahlsicherheit
6 Beschreibung der Ergebnisse und Interpretation
6.1 Qualitative Daten der Schüler
6.1.1 Was fanden Sie am Training gut (welche Themen, welche Aufgaben...)?
6.1.2 Was fanden Sie am Training schlecht (welche Themen, welche Aufgaben...)?
6.1.3 Was würden Sie anders machen (Verbesserungsvorschläge benennen)?
6.1.4 Was wissen Sie nun darüber, was Sie gut und was Sie weniger gut können (schreiben Sie bitte auf)?
6.1.5 Was haben Sie gelernt, wie Sie einen passenden Beruf auswählen?
6.1.6 Welche beruflichen Ziele und Pläne haben Sie?
6.2 Qualitative Daten der Lehrer
6.2.1 Lehrertagebuch 1
6.2.2 Lehrertagebuch 2
6.2.3 Lehrertagebuch 3
7 Diskussion
7.1 Aspekt Selbstkonzept
7.1.1 Fragestellung 2 – Selbstzugang
7.1.2 Fragestellung 3 – Handlungsorientierung
7.1.3 Fragestellung 4 – Selbstzugang und Handlungsorientierung
7.2 Aspekt Berufswahlentscheidung
7.2.1 Fragestellung 1 – Berufswahlsicherheit
7.2.2 Fragestellung 6 – Handlungsorientierung und Berufswahlsicherheit
7.2.3 Fragestellung 5 – Selbstzugang und Berufswahlsicherheit
7.3 Zusammenfassung der Hypothesenüberprüfungen
7.4 Auswertung qualitativer Daten
8 Ausblick
9 Literatur – und Quellennachweis
9.1 Literaturverzeichnis
9.2 Abbildungsverzeichnis
10 Anhang
10.1 Qualitative Auswertung
10.1.1 Fragebogen zur Auswertung des Trainings
10.1.2 Kategorien zur Auswertung des SMS-Trainings
10.1.3 Rohdaten der Lehrertagebücher
10.1.4 Paraphrase und Kategorienbildung der Lehrertagebücher
10.2 Quantitative Auswertung
10.2.1 Fragebogen Deckblatt
10.2.2 Fragebogen – „Einstellungen zur Berufswahl & beruflichen Arbeit“
10.2.3 Selbstzugangsfragebogen
10.2.4 Fragebogen – „Handlungskontrolle nach Erfolg, Mißerfolg und Prospektiv“
10.2.5 Fragebogen – „Erfahrungen der Jugendlichen mit dem Trainingsprogramm“ (Pretest)
10.2.6 Fragebogen – „Erfahrungen der Jugendlichen mit dem Trainingsprogramm“ (Posttest)
10.2.7 Berechnungen zur Normalverteilung
10.2.8 Mittelwerte – Vergleich hinsichtlich Geschlecht und Muttersprache
10.2.9 SPSS – Rechnungen EBwA
10.2.10 SPSS – Rechnungen SZF
10.2.11 SPSS – Rechnungen HAKEMP 90
10.2.12 SPSS – Rechnungen zum Fragebogen zu Erfahrungen der Jugendlichen mit dem Trainingsprogramm
10.2.13 Qualitative Auswertung - Rohdaten der SchülerInnen
Die vorliegende Masterthesis untersucht die Wirksamkeit des „Selbstreflexion – Motivation – Selbstdarstellung“-Trainings (SMS-Training) zur Förderung des Selbstkonzepts und der Berufswahlentscheidung bei benachteiligten Jugendlichen in Sonderberufsfachschulen. Ziel ist es zu analysieren, ob durch das Training Kompetenzen gestärkt werden, die einen erfolgreichen Übergang von der Schule in den Beruf ermöglichen.
2.1 Bildungssystem und Chancengleichheit
Unsere Gesellschaft kann nach Fend (2008, S. 35f.) in drei Subsysteme gegliedert werden, welche sich untereinander im Austausch befinden. Das politische System stellt die Rahmenbedingungen des gesellschaftlichen Miteinanders auf und regelt auf Grundlage einer vom Volk gewählten Vertretung aktuelle Fragen zur Ausrichtung der Gesellschaft. Das Wirtschaftssystem produziert Güter, benötigt Arbeitskräfte und Konsumenten, welche die hergestellten Waren erstehen. Das Bildungssystem als drittes Subsystem ermöglicht den Gesellschaftsmitgliedern, Qualifikationen zu erreichen, die wiederum Zugänge zur Arbeitswelt eröffnen.
Im Folgenden soll der Fokus auf das Bildungssystem gerichtet werden, da dieses die Grundvoraussetzungen für den Übergang der Jugendlichen von der Schule zum Beruf mitgestaltet. Es soll nun der Frage nachgegangen werden, welche Aufgaben und Funktionen an die Schule in der hoch entwickelten modernen Welt übertragen werden.
Ein wichtiger Aspekt bei der Errichtung unseres Bildungssystems ist, Kinder und Jugendliche in Bildungseinrichtungen zielgerichtet in eine bestimmte gewünschte Richtung zu entwickeln und zu prägen (vgl. Fend 2008, S. 37f.; Diederich et al. 1997, S. 110f.). Werden die historischen Wurzeln betrachtet, wurde das Schulsystem im Dritten Reich durch die Machthaber genutzt, um Schülern eine Weltsicht anhand einer einzigen geltenden sozialen Ordnung kulturelle Werte zu vermitteln, die alternative Weltsichten nicht zuließen. Diese Erfahrung brachte eine Entwicklung in Gang, welche heute in den westlichen Gesellschaften eine gewisse Offenheit an Werten in den Bildungseinrichtungen ermöglichen und den Menschen zu einem rationellen, vernünftigen und selbständigen Menschen erwachsen lassen möchte.
1 Auswahl, Verortung und Relevanz des Themas: Das Kapitel thematisiert die Chancenungleichheit benachteiligter Jugendlicher im Ostalbkreis und begründet die Notwendigkeit zielgerichteter Fördermaßnahmen am Übergang Schule-Beruf.
2 Theoretische Vorannahmen: Hier werden das theoretische Konstrukt, das Bildungssystem, Konzepte der Handlungskontrolle (PSI-Theorie) und Berufswahltheorien definiert, um das wissenschaftliche Fundament der Arbeit zu bilden.
3 Begründung des methodischen Vorgehens: Es wird die Entscheidung für ein multimethodisches Vorgehen mittels Triangulation begründet, um sowohl quantitative Testergebnisse als auch qualitative Rückmeldungen sinnvoll zu kombinieren.
4 Darstellung des Untersuchungsdesigns: Dieses Kapitel erläutert die Forschungsfragen, das Untersuchungsdesign mit Experimental- und Kontrollgruppe sowie das Verfahren zur Hypothesenüberprüfung.
5 Vergleichende Analyse – Hypothesenüberprüfung: Die statistische Auswertung der quantitativen Daten wird präsentiert, um die Wirksamkeit des Trainingsprogramms hinsichtlich der Berufswahlsicherheit, Selbstzugangs und Handlungsorientierung zu prüfen.
6 Beschreibung der Ergebnisse und Interpretation: Die Ergebnisse aus den qualitativen Daten der Schüler und den Lehrertagebüchern werden ausgewertet und interpretiert.
7 Diskussion: Die theoretische Einordnung und methodische Reflexion der Ergebnisse findet hier statt, wobei der Bezug zu den Hypothesen im Vordergrund steht.
8 Ausblick: Eine abschließende Zusammenfassung der Quintessenz der Arbeit sowie Handlungsempfehlungen für die zukünftige Gestaltung von Bildungschancen werden gegeben.
Berufsorientierung, benachteiligte Jugendliche, Sonderberufsfachschule, Selbstkonzept, Berufswahlentscheidung, Handlungsorientierung, PSI-Theorie, Bildungsberichterstattung, Chancengleichheit, Übergangssystem, Selbstzugang, Wirksamkeitsstudie, Berufswahlsicherheit.
Die Arbeit untersucht die Wirksamkeit des speziellen Trainingsprogramms „SMS-Training“ (Selbstreflexion – Motivation – Selbstdarstellung) bei benachteiligten Jugendlichen, um ihre berufliche Integration zu verbessern.
Die Themenfelder umfassen die Bildungsbenachteiligung, das deutsche Bildungssystem, psychologische Konstrukte wie Selbstkonzept und Handlungskontrolle sowie Ansätze zur Berufswahltheorie.
Das Ziel ist zu prüfen, ob das SMS-Training das Selbstkonzept und die Sicherheit bei der Berufswahlentscheidung der teilnehmenden Jugendlichen positiv beeinflussen kann.
Die Studie verwendet ein quantitatives Vorher-Nachher-Design mit Kontrollgruppe sowie qualitative Datenerhebung mittels Lehrertagebüchern und offenen Schülerfragen.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen mit den erhobenen Daten verknüpft, Hypothesen zur Wirksamkeit des Trainings überprüft und die Ergebnisse mittels statistischer Analysen (SPSS) und inhaltlicher Strukturierung interpretiert.
Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Berufsorientierung, Chancengleichheit, Sonderberufsfachschule und Selbstkompetenzförderung.
Die PSI-Theorie (Theorie der Persönlichkeits-System-Interaktionen) von Kuhl dient als zentraler psychologischer Erklärungsansatz, um die affektive Steuerung des Handelns und den Zugang zum Selbst bei den Jugendlichen zu verstehen.
Das Training zeigt Wirksamkeitseffekte, jedoch weisen die Lehrertagebücher darauf hin, dass die sprachliche Komplexität und die inhaltliche Gestaltung für die spezifische Zielgruppe der Sonderberufsfachschule angepasst werden müssten.
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