Bachelorarbeit, 2014
132 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage und Zielstellung
1.2 Aufbau und Abgrenzung der Arbeit
2 Ganztagsschulen in Deutschland: Entwicklung und Ist-Situation
3 Methodik
3.1 Methoden der Marktforschung
3.2 Methodische Vorgehensweise bei der Primärforschung
4 Analyse des Ganztagsschulmarktes in Bayern
4.1 Einordnung, Definition und Zweck einer Marktanalyse
4.2 Bestandteile der Marktanalyse
4.3 Theoretischer Hintergrund: Das Viabilitätsmodell
4.4 Durchführung der Marktanalyse
4.4.1 Umweltanalyse
4.4.2 Beschreibung und Segmentierung des Zielmarktes
4.4.3 Analyse der Marktgröße und der Marktentwicklung
4.4.4 Analyse der Marktstruktur
4.4.4.1 Analyse von Wettbewerbern
4.4.4.2 Analyse von Stakeholdern
4.4.5 Potenzialanalyse des Zielmarktes
5 Problematik und Hemmnisse bei der Realisierung von Ganztagsangeboten aus Sicht von Sportvereinen
6 Die „Bewegte Ganztagsschule“ des ISB als Best-Practice-Beispiel
7 Handlungsempfehlungen zum Entgegenwirken gegen zuvor identifizierte Problematik und Hemmnisse
8 Fazit und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Besonderheiten des Ganztagsschulmarktes in Bayern zu analysieren und die spezifischen Problematiken sowie Hemmnisse zu identifizieren, die Sportvereine bei der Realisierung von Ganztagsangeboten erleben, um daraus fundierte Handlungsempfehlungen abzuleiten.
4.3 Theoretischer Hintergrund: Das Viabilitätsmodell
Genauso, wie alle Organisationen müssen auch gemeinwohlorientierte Sportorganisationen den Zufluss von Ressourcen sicherstellen, um die eigene Überlebensfähigkeit zu gewährleisten. Breuer stellt die Zusammenhänge zwischen der Organisation, hier dem System, und den Ressourcengebern im sogenannten Viabilitätsmodell von Organisationen dar:
Er unterscheidet dabei zwischen Ressourcengebern aus externer und interner Umwelt des Systems. Zu organisationsinternen Ressourcengebern zählen zum einen Stakeholder, beispielsweise Mitarbeiter, zum anderen Shareholder, also Mitglieder oder Träger von Sportorganisationen; externe Ressourcengeber sind beispielsweise Staat oder Kommunen. Diese Akteure stellen der Organisation Ressourcen, also Input, zur Verfügung – jedoch in Erwartung einer (monetär messbaren) Gegenleistung. Gleichzeitig wird im Gegenzug auch die Erreichung eines bestimmten Ziels erwartet, von dem der Ressourcengeber profitieren kann. So könnte der Staat finanzielle Fördermittel in das System leiten, dafür als Gegenleistung aber einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Problemstellungen fordern, wie es bei Kooperationspartnern von Ganztagsschulen der Fall ist.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bildungspolitische Relevanz von Ganztagsschulen und die Rolle der Kooperation mit Sportvereinen.
2 Ganztagsschulen in Deutschland: Entwicklung und Ist-Situation: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung und den aktuellen Stand von Ganztagsschulen in Deutschland nach.
3 Methodik: Es werden die angewandten Methoden der Primär- und Sekundärforschung zur Untersuchung des Marktes beschrieben.
4 Analyse des Ganztagsschulmarktes in Bayern: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Marktanalyse inklusive Umwelt- und Stakeholderbetrachtung sowie einer Potenzialanalyse.
5 Problematik und Hemmnisse bei der Realisierung von Ganztagsangeboten aus Sicht von Sportvereinen: Hier werden die Ergebnisse der Befragungen zu den in der Praxis auftretenden Hindernissen für Sportvereine zusammengefasst.
6 Die „Bewegte Ganztagsschule“ des ISB als Best-Practice-Beispiel: Vorstellung eines Pionierprojekts, das erfolgreich als Kooperationspartner im Ganztag agiert.
7 Handlungsempfehlungen zum Entgegenwirken gegen zuvor identifizierte Problematik und Hemmnisse: Dieses Kapitel leitet konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Kooperationssituation ab.
8 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Kernergebnisse und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich der Ganztagsschulkooperationen.
Ganztagsschule, Sportverein, Kooperation, Marktanalyse, Viabilitätsmodell, Bayern, Ganztagsangebot, Hemmnisse, Schulsport, Sportmanagement, Stakeholderanalyse, Best-Practice, Professionalisierung, Bildungsmarkt, Finanzierung.
Die Arbeit untersucht die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Sportvereinen im bayerischen Ganztagsschulsystem, um die Hemmnisse zu identifizieren, die eine erfolgreiche Kooperation verhindern.
Die zentralen Themen sind der Ganztagsschulmarkt in Bayern, die Rolle von Sportvereinen als Kooperationspartner, sowie die strukturellen und finanziellen Herausforderungen dieser Zusammenarbeit.
Das Ziel ist es, Problematiken und Hemmnisse bei der Realisierung von Ganztagsangeboten aus Sicht der Sportvereine in Bayern aufzuzeigen, um Hilfestellungen für eine erfolgreichere Entwicklung zu bieten.
Es wurde eine Marktanalyse durchgeführt, die durch eine quantitative Primärerhebung in Form von elektronischen Fragebögen unter Schulleitern und Sportvereinsvertretern in Bayern ergänzt wurde.
Der Hauptteil befasst sich mit der Marktanalyse (Umwelt, Wettbewerber, Stakeholder), der Identifikation von Hemmnissen durch Befragungsergebnisse und der Darstellung des ISB als Best-Practice-Beispiel.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ganztagsschule, Sportverein, Kooperation, Marktanalyse, Finanzierung und Professionalisierung charakterisiert.
Das Viabilitätsmodell dient als theoretischer Rahmen, um die Austauschbeziehungen zwischen den Sportorganisationen und ihren externen/internen Ressourcengebern zu erklären.
Die Arbeit identifiziert Hürden wie mangelndes Fachwissen zur strukturellen Gestaltung, fehlendes qualifiziertes Personal für Nachmittagszeiten und bürokratische sowie finanzielle Risiken.
Der ISB zeigt, dass durch eine Professionalisierung der Vereinsstrukturen und ein fundiertes pädagogisches Konzept auch im Ganztagsbetrieb wirksame und tragfähige Kooperationen möglich sind.
Die Arbeit schlägt unter anderem die Einrichtung einer Beratungsagentur vor, die Sportvereine rechtlich, ökonomisch und pädagogisch bei der Planung und Umsetzung von Kooperationen unterstützt.
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