Masterarbeit, 2013
127 Seiten, Note: 2,3
Vorwort
1. Einleitung
1.1 Hinführung
1.2 Abgrenzung
1.3 Bewegte Ganztagsschule - Idealverein für Sportkommunikation und Bildung
1.4 Wissenschaftliche Fragestellung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Sport in Schule und Verein
2.2 Ganztagsschulentwicklung
2.3 Bildungs- und Gesundheitsaspekte von Sport
2.3.1 Physische Aspekte
2.3.2 Psychische Ressourcen
2.3.3 Verhaltens- und Verhältniswirkungen
2.4 Sekundäranalyse
2.5 Das ISB-Programm „Bewegte Ganztagsschule“
2.6 Hypothesen
3. Methodik
3.1 Die SAFTSQ - Studie
3.2 Erhebungsmethoden
3.3. Zusammenfassung
4. Auswertung der Ergebnisse
4.1 Dateneingabe
4.2 Datenverarbeitung
4.2.1 Zum Untersuchungsgegenstand der physischen Aspekte
4.2.2 Zum Untersuchungsgegenstand der psychischen Ressourcen
4.2.3 Zum Untersuchungsgegenstand der Verhaltens- und Verhältniswirkungen
4.2.4 Cluster
4.3 Demografie der exklusionsbereinigten Stichprobe
4.4 Ergebnisse und Interpretation
4.4.1 Physische Aspekte
4.4.1.1 Untersuchungsgegenstand 1: BMI
4.4.1.2 Untersuchungsgegenstand 2: aerobe Ausdauerleistungsfähigkeit (scp7)
4.4.2 Psychische Ressourcen
4.4.2.1 Untersuchungsgegenstand 3: Selbstwirksamkeitserwartung
4.4.2.2 Untersuchungsgegenstand 4: Selbstkonzept
4.4.3 Verhaltens- und Verhältniswirkung
4.4.3.1 Untersuchungsgegenstand 5: Habituelles Bewegungsverhalten - Aktivität
4.4.3.2 Untersuchungsgegenstand 6: Teilhabe am sozialen System Sport
4.4.3.3 Untersuchungsgegenstand 7: vielseitige Ernährung
4.4.3.4 Untersuchungsgegenstand 8: Hygieneverhalten
5. Gesamtergebnis & Handlungsempfehlungen
Die Arbeit untersucht die Effektivität des Bewegungsprogramms „Bewegte Ganztagsschule“ als Setting zur Förderung physischer und psychischer Kompetenzen sowie von Verhaltens- und Verhältnismustern bei Kindern. Ziel ist es, auf Basis der SAFTSQ-Daten zu analysieren, ob ein solches Angebot zu einer gesünderen Entwicklung und einer aktiveren Teilhabe am sozialen System Sport führt.
1.1 Hinführung
Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschäftigen sich Autoren mit alternativen Sinndimensionen des Sports.
„Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine,
Kürzt die öde Zeit,
Und er schützt uns durch Vereine
Vor der Einsamkeit.“
JOACHIM RINGELNATZ (1883-1934)
Bötticher liefert damit bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts „konkrete Hinweise darauf, dass dem organisierten Sport nicht nur die bloße Zielsetzung einer Verbesserung physischer Kompetenzen beizumessen ist“ […] sondern sich Aspekten zuwendet, die sich „heutzutage als Stärkung psychosozialer Gesundheitsressourcen als besondere Chance für Sportvereine“ interpretieren lassen.
Weitaus frühzeitiger, bereits im 17. Jahrhundert, schrieb John Locke in seinen „Gedanken über Erziehung“ erste Aspekte der Erziehung durch Bewegung nieder. Er betont den Sinn der Gesunderhaltung und Ausbildung von Tugend und Moral durch Körper- und Bewegungserziehung. Durch Jean-Jaques Rousseau erhalten die Menschen im 18. Jahrhundert eine grundlegend neue Idee über Erziehung und die Rolle des Körpers. Er sieht erstmals das Kind als solches an, das durch vielfältige Formen von Bewegung, Spiel und Körpertraining entscheidende körperliche und sinnliche Erfahrungen macht. Erst durch diese Erfahrungen würde nach Rosseau das Kind zum „wahren Menschen“, es trainiere die Sinne, lerne den Körper zu beherrschen und sein Selbstbewusstsein auszubilden.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Stellenwert von Bewegung im Kindesalter und führt in die Thematik der Ganztagsschule als Setting der Gesundheitsförderung ein.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erarbeitet das theoretische Fundament zu Sport, Schulentwicklung und Gesundheitsaspekten, inklusive einer Sekundäranalyse.
3. Methodik: Hier wird das Forschungsdesign der SAFTSQ-Studie vorgestellt, inklusive der Erhebungsmethoden und der Datenauswahl.
4. Auswertung der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Datenanalyse der verschiedenen Untersuchungsgegenstände wie BMI, Ausdauerfähigkeit und psychische Ressourcen.
5. Gesamtergebnis & Handlungsempfehlungen: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und leitet Empfehlungen für die Praxis sowie zukünftige Forschung ab.
Bewegte Ganztagsschule, Gesundheitsförderung, Ganztagsschulentwicklung, Sportverein, SAFTSQ, physische Aspekte, psychische Ressourcen, Selbstwirksamkeit, Selbstkonzept, Verhaltenswirkung, Verhältniswirkung, Körperliche Aktivität, Sportpädagogik, Setting-Ansatz, Gesundheitskompetenz.
Die Arbeit untersucht, ob das Projekt „Bewegte Ganztagsschule“ des ISB einen wirksamen Beitrag zur Gesundheitsförderung von Kindern leistet.
Die Themenfelder umfassen die gesundheitliche Bedeutung von Sport, die Integration von Sport in den Schulalltag und die Auswirkungen auf die psychosoziale Entwicklung von Kindern.
Das Ziel ist die wissenschaftliche Überprüfung, ob ein strukturiertes Bewegungsprogramm physische Kompetenzen und ein gesundheitsförderliches Verhalten der teilnehmenden Kinder stärkt.
Es handelt sich um eine quantitative Auswertung von Daten der SAFTSQ-Studie unter Verwendung eines ex-post-facto-Forschungsdesigns.
Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen und wertet die empirischen Daten zur Entwicklung physischer Merkmale, psychischer Ressourcen und Verhaltensweisen aus.
Kernbegriffe sind Bewegte Ganztagsschule, Gesundheitsförderung, psychische Ressourcen, physische Aspekte und der Setting-Ansatz in der Schule.
Sportvereine fungieren als Kooperationspartner, die über den regulären Sportunterricht hinaus professionelle Bewegungsangebote im schulischen Ganztag bereitstellen.
Der Erfolg wird durch die Analyse von Veränderungen in anthropometrischen Daten (z.B. BMI), Shuttle-Run-Tests sowie Skalen zur Selbstwirksamkeit und zum Selbstkonzept gemessen.
Die Hypothese, dass das Programm automatisch zu einer vielseitigeren Ernährung führt, konnte durch die erhobenen Daten in der vorliegenden Form nicht bestätigt werden.
Ein realistisches Selbstkonzept ist eine wichtige psychische Ressource, die Kindern hilft, Anforderungen besser einzuschätzen und Belastungen erfolgreich zu bewältigen.
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