Bachelorarbeit, 2014
54 Seiten
1 Einführung in das Thema und die Problematik
2 Begriffliche Abgrenzungen und Definitionen
2.1 Work-Life-Balance
2.2 Nachhaltige Unternehmensführung
2.3 Arbeitszeitflexibilisierung
3 Der Wandel der Familie
3.1 Demografischer Wandel
3.2 Die aktive Rolle des Vaters im Familienalltag
3.2.1 Entwicklung der Vaterrolle
3.2.2 Gründe für die aktive Vaterschaft
3.2.3 Väterfreundliche Maßnahmen in der Praxis
3.2.4 Gesetzliche Bestimmungen zur Vereinbarung
4 Work-Life-Balance als personalpolitisches Instrument
4.1 Ziele des Work-Life-Balance Konzeptes
4.1.1 Arbeitnehmer – Vereinbarkeit von Beruf und Leben
4.1.2 Arbeitgeber – Work-Life-Balance als Instrument der Mitarbeiterbindung
4.2 Auswirkungen einer optimalen Work-Life-Balance im Unternehmen
4.2.1 Auswirkungen auf den Arbeitgeber und das Unternehmen
4.2.2 Wirkungen auf die Arbeitnehmer
5 Flexibilisierung der Arbeitszeit
5.1 Arbeitszeitmodelle
5.1.1 Teilzeitarbeit
5.1.2 Altersteilzeit
5.1.3 Gleitzeit
5.1.4 Schichtarbeit
5.1.5 Selbstbestimmte Arbeitszeit
5.1.5.1 Telearbeit
5.1.5.2 Vertrauensarbeitszeit
5.1.6 Geringfügige Beschäftigung
5.1.7 Arbeitszeitkonten
5.1.8 Sabbatical
5.2 Vorteile des Systems der Arbeitszeitflexibilisierung
5.3 Anwendung in der Praxis am Beispiel der Siemens AG
6 Einführung eines neuen Arbeitszeitsystems in Unternehmen
6.1 Maßnahmen zur Umstellung
6.2 Widerstände durch das Personal
6.3 Lösungskonzept zur Überwindung
6.4 Implementierung des neuen Zeitsystems
7 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht, wie Unternehmen durch die Implementierung flexibler Arbeitszeitmodelle eine Work-Life-Balance für Mitarbeiter schaffen können, die speziell auf die Bedürfnisse "aktiver Väter" zugeschnitten ist, um sowohl die Mitarbeiterbindung als auch den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern.
3.2.1 Entwicklung der Vaterrolle
Heute sprechen wir von „aktiven Vätern“, Vätern, die Elternzeit nutzen oder in Teilzeit arbeiten, um mehr Zeit für die Familie und die Erziehung der Kinder aufbringen zu können. Die Gesellschaft unterliegt einem Wandel. Vor allem der Vater als herrschende Person und Haushaltsvorstand verliert in seiner Position mehr und mehr an Bedeutung. Bereits Mitte des letzten Jahrhunderts geriet die Familienkonstellation mit einem arbeitenden Vater, einer Frau im Haushalt, die sich um die Kinder kümmert ins Wanken. Der Mann und Vater verlor seine vorherrschende Stellung als Familienoberhaupt und beide Ehepartner wurden gleichberechtigter. Die verbesserte rechtliche Stellung der Frau und folgende Emanzipation der weiblichen Gesellschaft ist ein Grund, weshalb die männliche Rolle in der Familie an Stärke verlor. Frauen und Mütter waren immer öfter berufstätig und übten die selben Berufe wie ihre männlichen Kollegen aus.
1 Einführung in das Thema und die Problematik: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Belastung durch Arbeitsverdichtung und betont die Notwendigkeit, moderne Arbeitsmodelle für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu etablieren.
2 Begriffliche Abgrenzungen und Definitionen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Work-Life-Balance, nachhaltige Unternehmensführung und Arbeitszeitflexibilisierung und setzt diese zueinander in Bezug.
3 Der Wandel der Familie: Es wird die historische Entwicklung der Vaterrolle analysiert, wobei der Fokus auf dem Übergang zum „aktiven Vater“ und den damit verbundenen Herausforderungen liegt.
4 Work-Life-Balance als personalpolitisches Instrument: Das Kapitel erläutert die strategischen Vorteile von WLB-Maßnahmen für Unternehmen, insbesondere im Hinblick auf die Mitarbeiterbindung und den Unternehmenserfolg.
5 Flexibilisierung der Arbeitszeit: Hier werden verschiedene Arbeitszeitmodelle – von Teilzeit bis Sabbatical – detailliert vorgestellt und anhand eines Praxisbeispiels bei der Siemens AG analysiert.
6 Einführung eines neuen Arbeitszeitsystems in Unternehmen: Dieses Kapitel widmet sich dem Veränderungsprozess und bietet ein Konzept, um Widerstände bei der Implementierung neuer Arbeitszeitsysteme zu überwinden.
7 Fazit und Ausblick: Zusammenfassend wird betont, dass ein familienfreundliches Unternehmen durch die Förderung einer ausgewogenen Work-Life-Balance nachhaltig wettbewerbsfähig bleibt.
Work-Life-Balance, aktive Vaterschaft, Arbeitszeitflexibilisierung, nachhaltige Unternehmensführung, Mitarbeiterbindung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Demografischer Wandel, Personalmanagement, Change Management, Teilzeitmodelle, Unternehmenserfolg, Familienfreundlichkeit, Vaterrolle, Arbeitszeitmodelle
Die Bachelor-Thesis befasst sich mit der strategischen Bedeutung der Work-Life-Balance in Unternehmen und konzentriert sich dabei speziell auf Möglichkeiten der Arbeitszeitflexibilisierung zur Unterstützung aktiver Väter.
Die zentralen Felder umfassen den gesellschaftlichen Wandel der Familienstrukturen, die personalpolitischen Instrumente zur Mitarbeiterbindung und die verschiedenen Modelle zur flexiblen Gestaltung von Arbeitszeiten in der Praxis.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen durch eine väterfreundliche Arbeitsgestaltung die individuelle Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben fördern und dadurch ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse sowie der Untersuchung von Praxisbeispielen, um die Auswirkungen von Arbeitszeitmodellen auf den Unternehmenserfolg darzustellen.
Im Hauptteil werden zunächst die Begriffe definiert, gefolgt von einer Analyse des Wandels der Vaterrolle, der detaillierten Vorstellung von Arbeitszeitmodellen und einem Leitfaden zur Einführung solcher Systeme im Unternehmen unter Berücksichtigung von Widerständen.
Kernbegriffe sind Work-Life-Balance, aktive Vaterschaft, Arbeitszeitflexibilisierung, Mitarbeiterbindung und familienfreundliche Unternehmenskultur.
Die Siemens AG dient als konkretes Praxisbeispiel, an dem aufgezeigt wird, wie ein Großunternehmen erfolgreich verschiedene Teilzeitmodelle einsetzt, um auf saisonale Schwankungen zu reagieren und Berufseinsteiger sowie erfahrene Führungskräfte zu halten.
Die Arbeit schlägt Strategien des Change Managements vor, wobei insbesondere das "3-Phasen-Modell" von Kurt Lewin genutzt wird, um durch offene Kommunikation und Einbindung der Mitarbeiter Barrieren abzubauen und den Wandel zu erleichtern.
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