Bachelorarbeit, 2015
59 Seiten
1. Einleitung
2. Wie sehen Kinder den Tod?
2.1 Wichtige Aspekte der kindlichen Entwicklung im Bezug auf Tod und Trauer
2.2 Todesvorstellung von Kindern
2.2.1 Todesvorstellung von Kindern im Alter von 0 bis 3
2.2.2 Todesvorstellung von Kindern im Alter von 3 bis 6
2.2.3 Todesvorstellung von Kindern im Alter von 6 bis 10
2.3 Todesfälle
2.3.1 Tod einer nahen Bezugsperson
2.3.2 Tod im weiteren Umfeld des Kindes
3. Was ist kindliche Trauer?
3.1 Definition Trauer
3.2 Trauerphasen
3.2.1 Trauerphasen nach Verena Kast
3.2.2 Trauerprozess bei Kindern im Grundschulalter
3.3 Erscheinungsformen kindlicher Trauer
3.3.1 Traurigkeit
3.3.2 Empfindungslosigkeit
3.3.3 Wechsel zwischen Traurigkeit und Fröhlichkeit
3.3.4 Körperliche Reaktionen
3.3.5 Wut
3.3.6 Schuldgefühle
3.3.7 Angst
3.3.8 Regression
3.3.9 Erinnerung und Sehnsucht
3.3.10 Wünsche
3.4 Abgrenzung von der Trauer Erwachsener
4. Begleitung trauernder Kinder in der Sozialen Arbeit
4.1 Trauerarbeit - was ist das?
4.1.1 Trauerbegleitung
4.1.2 Was Kinder in der Trauer benötigen
4.1.3 Folgen nicht bewältigter Trauer
4.1.4 Rolle des Trauerbegleiters
4.2 Begleitung durch Beratung der Eltern
4.3 Begleitung durch pädagogische Ansätze
4.3.1 Gespräche mit dem Kind
4.3.2 Arbeit mit Ritualen
4.3.3 Kreative Möglichkeiten der Trauerarbeit
4.3.4 Anwendung von Kinderliteratur
4.3.5 Einzelbegleitung
4.3.6 Kindertrauergruppen
4.3.7 Weitere Ansätze
4.4 Begleitung durch das Konzept DellTha
5. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Möglichkeiten der Trauerbegleitung von Kindern im Grundschulalter (6 bis 10 Jahre) im Kontext der Sozialen Arbeit. Ziel ist es, professionelle Handlungsansätze aufzuzeigen, um betroffene Kinder in ihrer Trauerbewältigung zu unterstützen und ihr Umfeld, insbesondere Bezugspersonen, kompetent zu beraten.
3.3.5 Wut
Auch negative Reaktionen wie Wut, Ärger, Gereiztheit oder Zorn können zur Trauer und der Verarbeitung des Verlusts gehören. Diese Verhaltensweisen können ohne bestimmte Auslöser auftreten, einfach bedingt durch den Todesfall. Kinder zeigen diese Verhaltensweise noch häufiger als Erwachsene, da sie keine Scheu verspüren Gefühle auszuleben, die von der sozialen Umgebung unerwünscht sein könnten. Dabei richtet sich die Wut möglicherweise gegen das direkte Umfeld, die engsten Bezugspersonen, oder aber auch Pflegepersonen und Ärzte. Es kann aber auch Ärger auf die verstorbene Person entstehen, da diese das Kind „allein zurück gelassen hat“ und somit eine gewisse Schuld an der momentanen Situation trägt.
Aber auch gegen sich selbst kann das Kind seine Wut richten und sich Schuldgefühle zuschreiben. Die Wut ist dabei als andere Art des Gefühlsausdrucks anzusehen, da Kinder sich oftmals sprachlich im Grundschulalter in ihrer Trauer noch nicht ausdrücken können. Sie zeigen stattdessen starke negative Gefühle, um die Gefühle der Trauer zu verbergen und so sich selbst zu schützen. Das Kind schafft sich eine Entlastung seiner Psyche, indem es seine Gefühle auf etwas anderes lenkt und auf diese Weise weg von den traurigen Gefühlen kommt.
Gleichzeitig kann der Zorn auch die Wehrlosigkeit des Kindes widerspiegeln. Das Kind fühlt sich vielleicht auf sich allein gestellt und weiß nicht wie es die Situation des Verlustes alleine bewältigen soll. Wut stellt also auch einen Hilferuf gegenüber den nächsten Bezugspersonen dar. Außerdem verhilft die Wut dem trauernden Kind seine eigene Handlungsfähigkeit und den eigenen Einfluss auf das Leben wieder zu gewinnen, was durch den Verlust und die Trauer verloren zu sein scheint.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung von Trauerbegleitung bei Kindern, motiviert durch die persönliche Erfahrung der Autorin und die Notwendigkeit, Kinder in dieser sensiblen Lebensphase professionell zu unterstützen.
2. Wie sehen Kinder den Tod?: Dieses Kapitel analysiert, wie sich das Todesverständnis von Kindern in Abhängigkeit von kognitiver Entwicklung, Alter und Bindungsqualität verändert, mit Fokus auf die Altersspanne der 6- bis 10-Jährigen.
3. Was ist kindliche Trauer?: Hier wird Trauer definiert, das Phasenmodell nach Verena Kast kritisch betrachtet und auf den spezifischen, oft sprunghaften Trauerprozess von Grundschulkindern sowie dessen vielfältige Erscheinungsformen übertragen.
4. Begleitung trauernder Kinder in der Sozialen Arbeit: Der Hauptteil erläutert theoretische Grundlagen sowie praktische Methoden der Trauerbegleitung, einschließlich Elternberatung, kreativer Ansätze und der Vorstellung des spezifischen DellTha-Konzepts.
5. Fazit: Die Autorin resümiert, dass eine professionelle Begleitung in der Sozialen Arbeit essenziell ist, um Langzeitfolgen bei Kindern zu vermeiden, und fordert eine bessere Zugänglichkeit und finanzielle Absicherung dieser Angebote.
Kindliche Trauer, Trauerbegleitung, Soziale Arbeit, Todesvorstellung, Grundschulalter, Trauerprozess, Trauerphasen, DellTha-Konzept, Kindertrauergruppen, Verlustbewältigung, Elternberatung, Kindgerechte Methoden, Pädagogische Ansätze, Bindungsqualität, Ressourcenstärkung
Die Arbeit befasst sich mit der professionellen Unterstützung von Kindern im Alter von 6 bis 10 Jahren, die einen geliebten Menschen verloren haben, und wie Sozialarbeiter sie in ihrem Trauerprozess begleiten können.
Die Arbeit thematisiert das kindliche Todesverständnis, die Unterschiede zwischen kindlicher und erwachsener Trauer, verschiedene Reaktionen auf Verluste sowie methodische Ansätze zur praktischen Begleitung.
Das Ziel ist es, die Notwendigkeit professioneller Trauerbegleitung für Kinder aufzuzeigen und Fachkräften in der Sozialen Arbeit Handlungsmöglichkeiten für die Begleitung und die Arbeit mit Bezugspersonen an die Hand zu geben.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literatur- und Theorieanalyse bestehender Konzepte (wie das von Verena Kast oder das DellTha-Konzept) sowie einer Untersuchung entwicklungspsychologischer Erkenntnisse über kindliche Trauer.
Im Hauptteil (Kapitel 4) werden die praktischen Ansätze der Trauerarbeit erörtert, unter anderem Beratungsgespräche mit Kindern und Eltern, der Einsatz von Ritualen, kreative Medien, Kinderliteratur und die Struktur von Kindertrauergruppen.
Zentrale Begriffe sind kindliche Trauer, Trauerbegleitung, Sozialarbeit, DellTha-Konzept, Todeskonzept, kindliche Entwicklung, Verlustbewältigung und Ressourcenorientierung.
Weil Kinder je nach Alter (0-3, 3-6, 6-10 Jahre) den Tod kognitiv unterschiedlich begreifen. Ein Verständnis dieser Entwicklung ist für Begleiter essenziell, um kindgerecht, ehrlich und angstminimierend kommunizieren zu können.
Kinder trauern oft "wilder" und sprunghafter. Sie wechseln schneller zwischen Trauer und Fröhlichkeit, sind leichter ablenkbar und bringen ihre Trauer eher körperlich oder im Spiel als in langen Gesprächen zum Ausdruck.
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